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Höhenwege in Osttirol

Die Höhenwege Osttirols erschließen dem Wanderer die wildromantische Landschaft der Ostalpen: Auf dem Glocknertreck im Nationalpark Hohe Tauern wandert man mit Packpferden auf den höchsten Berg Österreichs. Und im Virgental bieten sich spektakuläre Aussichten auf den Großvenediger.
Der Venediger-Höhenweg: mit seinen sieben Etappen, atemberaubenden Aussichten und Hütten eine der schönsten Höhenwanderungen in Osttirol.


Auf den firnbedeckten Gipfeln färbt sich das letzte Abendlicht purpurrot und vermittelt ein angenehmes Gefühl von Wärme und die müden Beine lassen einen in die Stube einkehren. Auf über 2.200 Meter Höhe ist die Essener-Rostocker Hütte mehr als nur eine Schutzhütte – sie ist ein sozialer Ort. Man trifft auf andere Wanderer, mit denen man seine Erfahrungen über den Berg austauscht. Manche haben den Venediger Höhenweg schon etliche Male erwandert und lieben den Weitwanderweg, der sie von Hütte zu Hütte führt. Rund um den 3.666 Meter hohen Großvenediger gibt es keine Seilbahnen, keine Skipisten, kaum Handy-Empfang, nichts lenkt von der unberührten Natur ab. Diese sieht, fühlt und schmeckt man überall. Auch beim Abendessen, das der Hüttenwirt aus frischen Zutaten vom elterlichen Bauernhof auf die Teller zaubert.

Venediger Höhenweg

Venediger Höhenweg, Osttirol © Österreich Werbung / Martin Betz Venediger Höhenweg, Osttirol © Österreich Werbung / Martin Betz Facts

Dauer 6 Tage

Etappen 6 - 7

Länge 56,8 km

Höhenmeter 3.614 bergauf

Höhenlage 2.000 - 2.500 m

Ausgangspunkt Parkplatz Ströden

Endpunkt Matreier Tauernhaus

Schwierigkeit mittel (teilw. schwer)

Eine Welt aus Gipfeln und Türmchen

Der Reiz des Höhenwanderns: Von einem Moment zum nächsten taucht man in eine andere Welt ein. Wie bei der zweiten Etappe des Venediger-Höhenwegs: Das Türmljoch mutet wie ein Garten aus vielen kleinen Steintürmchen an – jeder vorbeikommende Wanderer legt einen Stein auf einen der Türme und trägt so ein Stück zu dieser skurrilen Landschaft bei. Das schönste Gefühl ist aber, wenn der Nebel aufreißt und den Blick auf die nahen Gletscher freigibt. Der Großvenediger ist einer, der sich nicht in den Vordergrund drängt, manchmal ist er von Wolken verhangen, zuweilen versteckt er sich hinter seinem Vorgipfel, dann wieder reckt er seine „Stupsnase“ wolkenfrei in den Himmel.
 

Von Hütte zu Hütte

Man muss einen Berg nicht besteigen, um ihn kennenzulernen. In aller Stille umrundet man am Höhenweg den Großvenediger und kommt ihm dabei näher. Bei einer Rast am Eissee – einem türkis glänzenden Kleinod zwischen steil aufragenden Felswänden – kann man die Stille spüren. Nur das Pfeifen der Murmeltiere zischt durch die Luft, während man die Füße ins kühle Wasser streckt. Während sich in einem Wohlgefühl breitmacht, vergisst man alle Anstrengungen des Tages. Und dann geht’s gleich weiter zur nächsten Entspannung – denn die nächste Hütte ist nicht mehr weit!
 
Margit Unterwurzacher, Hüttenwirtin der Johannishütte © Österreich Werbung / Martin Betz Margit Unterwurzacher, Hüttenwirtin der Johannishütte © Österreich Werbung / Martin Betz

Etappentipp Venediger Höhenweg

Wer nicht den gesamten Venediger-Höhenweg erwandern möchte, kann auch nur einige Etappenziele in Angriff nehmen. Die Aussicht auf den Großvenediger kann man jedenfalls auch ohne lange Anstiege genießen. Von der leicht erreichbaren Johannishütte (2.121 m) hat man nämlich einen der schönsten Blicke auf den fünftgrößten Berg Österreichs und seine Gletscherlandschaft. Gehzeit: 2 Stunden vom Parkplatz Wiesenkreuz im Dorfertal, auch für Senioren und Kinder leicht zu erreichen. Und wer nicht gehen kann oder will, kann auch das Hüttentaxi direkt zur Johannishütte nehmen.

Hüttenwirtin Margit Unterwurzacher wartet hier auf einer der ältesten Hütten der Ostalpen mit vielen regionalen Spezialitäten auf. Das Rindfleisch kommt vom Familienbetrieb in Prägraten, im Herbst gibt es Lamm- und Wildspezialitäten. Milchprodukte kommen von regionalen Herstellern, und das Brot wird hier noch selbst gebacken.

Die 7 Etappen am Venediger Höhenweg Süd

Die 7 Etappen am Venediger Höhenweg Süd
Bei Wetterumschwung lässt sich von jeder Hütte Richtung Tal absteigen. Hüttentaxi-Shuttles von allen Parkplätzen im Tal. Infos unter www.huettentaxi.at.
 

“Besteigung Nummer 1.000 ist vielleicht nächstes Jahr fällig. Vielleicht auch nicht. Ich hab’s nicht eilig. Der Berg steht sicher noch länger da.”

Bergführer Sigi Hatzer © Österreich Werbung / Martin Betz Bergführer Sigi Hatzer © Österreich Werbung / Martin Betz Sigi Hatzer, Bergführer

Die FAQs zum Venediger-Höhenweg erklärt von Bergführer Sigi Hatzer

Sigi Hatzer ist seit 1987 Bergführer – im Winter für Skitouren, im Sommer für Berg- und Gletschertouren, Kletterkurse etc. Aber das Hauptziel ist natürlich der Großvenediger – mit bereits 962 Besteigungen.

austria.info: Was sind die Highlights des Venediger Höhenwegs?

Sigi Hatzer: Highlights sind die sagenhaften Aussichten, Panoramen und Seen, wie der Bergersee, Simonyisee oder Eissee. Diese sind von den Hütten aus leicht zu erreichen. Am Höhenweg begegnet man auch einer vielfältigen Tierwelt: Murmeltieren, Gämsen, Steinböcken, aber auch Steinadler und Bartgeier kann man erspähen.

austria.info: Was braucht man alles für den Venediger Höhenweg?

Sigi Hatzer: Eine gute Tourenplanung ist die halbe Miete: den Wetterbericht verfolgen, die Ausrüstung früh genug zusammenstellen, an warmer Kleidung und Jause denken. Im Frühling sollten nur erfahrene Wanderer auf den Höhenweg: Man muss mit Schneefeldern beim Queren oder Absteigen rechnen, da braucht man dann Grödel oder Steigeisen. Aber im Hochsommer ist alles schneefrei, und die schwierigeren Passagen kann man einfach mit Seilversicherungen überwinden.

austria.info: Können auch Hobbywanderer den Großvenediger besteigen?

Sigi Hatzer: Der Höhenweg an sich ist auch für Familien mit Kindern (ab ca. acht Jahren) geeignet. Anders ist es beim Erklimmen des Gipfels. Technisch ist der Großvenediger eigentlich recht leicht, bis auf den letzten Gipfelgrat: Die letzten 50 Meter, wo’s doch recht schmal ist, kann es eisig sein. Da muss man absolut trittsicher sein und mit Steigeisen oder Grödel und Sicherung gehen.

Sigi Hatzer ist zu erreichen über www.venediger-bergfuehrer.at.

Weitere Höhenwege in Osttirol

  • Adlerweg Osttirol © TVB Osttirol / Fabian  Pimminger Adlerweg Osttirol © TVB Osttirol / Fabian Pimminger
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  • Adlerweg Osttirol © TVB Osttirol / Claudia Isep Adlerweg Osttirol © TVB Osttirol / Claudia Isep
  • Lasörling Hohenweg © TVB Osttirol / Claudia Isep Lasörling Hohenweg © TVB Osttirol / Claudia Isep
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Lasörling Höhenweg

Lasörling Hohenweg © TVB Osttirol / Claudia Isep Lasörling Hohenweg © TVB Osttirol / Claudia Isep Facts

Dauer 5 Tage

Länge 68,4 km

Etappen 5

Höhenlage bis zu 2.586 m

Höhenmeter 3.812 bergauf

Ausgangspunkt Matrei in Osttirol

Endpunkt Parkplatz in Ströden in Osttirol

Schwierigkeit mittel

Lasörling Höhenweg
Von Hütte zu Hütte wandern heißt es auch am Lasörling Höhenweg. Das erste Ziel ist die Zunigalm (1.846 m) oberhalb von Matrei. Nach einer verdienten Brettljause wandert man weiter zum Zunigsee und zur Arnitzalm (1.848 m). Für geübte und schwindelfreie Wanderer bietet sich auch die Besteigung des 2.776 Meter hohen „Großen Zunig“ an. Ansonsten macht man sich auf den Weg zum malerischen Lackensee – in Richtung Zupalseehütte (2.350 m). Hier bietet sich einem ein atemberaubender Blick auf das Venedigergebiet – die größte zusammenhängende Gletscherfläche der Ostalpen.
Weiter geht es zur Lasörling Hütte, Ausgangspunkt für die Besteigung des 3.098 Meter hohen Lasörlings. Die allerschönste Sicht auf den Großvenediger hat man – laut Hüttenwirt – von der Lasnitzenalm. Anstrengend wird der Weg über die Scharten und Lenken zur Neuen Reichenberger Hütte am Bödensee. Doch ist der Weg einmal geschafft, macht sich eine unvergleichliche Zufriedenheit breit. Mit der mächtigen Rötspitze als „Begleiter“ an der Seite geht es zur Clara Hütte und von dort aus entlang der faszinierenden Umbalfälle wieder hinab ins Tal zur Pebell- und Islitzeralm (1.513 m), wo man nicht nur ausgezeichnet speisen, sondern sich auch gemütlich zurücklehnen kann.

Der Glocknertreck

Grossglockner © Österreich Werbung / Peter Podpera Grossglockner © Österreich Werbung / Peter Podpera Facts

Dauer 2 Tage

Etappen 2 Tagesetappen - Rundtour

Länge 20 km

Höhenmeter 2.034

Höhenlänge 1.324 - 3.798 m

Ausgangspunkt Lucknerhaus in Kals

Endpunkt Die geführte Tour endet auf der Stüdlhütte – dann selbstständiger Abstieg zum Lucknerhaus

Schwierigkeit schwer

Der Glocknertreck
Beim Glocknertreck hat man einen tierischen Gepäcktransport: Ein Bergführer und maximal 12 Personen machen sich mit ihren Packpferden vom Lucknerhaus, am Ende der Kalser Glocknerstraße, auf zur zweitägigen Wanderung. Die trittsicheren Haflinger übernehmen allerdings nur am ersten Tag den Transport. Endstation für die Pferde ist die auf 2.638 Metern gelegene Salmhütte, eine der ältesten Schutzhütten der Region. Diese erreicht man, nachdem man ein kleines Lärchenwäldchen durchquert hat und sich die Landschaft zur Hochgebirgssteppe verwandelt hat.
Die Gruppe bricht von da alleine zum Nachtlager auf Österreichs höchstgelegener Schutzhütte – der „Adlersruhe“ (3.451 m Seehöhe) auf.
Der zweite Tag beginnt zeitig mit einem kräftigen Frühstück. Das braucht man auch, damit einem auf dem firnigen Eisrücken nicht die Energie ausgeht. Gut gesichert vom Bergführer, steigt die Gruppe zur Gipfelschneide des Kleinglockners. Eine schmale Firnbrücke – die die Alpinisten vom Gipfelsieg trennt – ist selbst für .nervenstarke Bergfexe eine Herausforderung. Doch der Mut wird belohnt: Solche Momente und Ausblicke sind rar im Leben und unendlich kostbar.
 

Adlerweg

Auf dem Adlerweg © Tirol Werbung / Hans Herbig Auf dem Adlerweg © Tirol Werbung / Hans Herbig Facts

Dauer 9 Tage

Länge 93 km

Etappen 9

Höhenlage 2.000 - 2.500 m

Höhenmeter 7.750

Ausgangspunkt Parkplatz in Ströden

Endpunkt Lucknerhaus - Parkplatz in Ströden

Schwierigkeit mittel/teilw. schwer

Adlerweg
Der Adlerweg gleicht im Wegverlauf der Silhouette eines Adlers, der mit weit ausgebreiteten Schwingen in den Lüften schwebt.
Insgesamt verlaufen neun der 33 Tagesetappen durch Osttirol. Die ersten 4 Etappen überschneiden sich dabei Großteils mit dem Venediger Höhenweg.
Die Routen des Osttiroler Adlerweges führen vom Fuße des Großvenedigers bis nach Kals am Großglockner. Dabei gilt es 93 Streckenkilometer mit rund 8.000 Höhenmetern zu bewältigen.
Ein einzigartiges Erlebnis, das Kraft, Mut und Ausdauer erfordert.

Was packe ich in meinen Wanderrucksack?

Königsetappe © Österreich Werbung / Martin Betz Königsetappe © Österreich Werbung / Martin Betz

Bei einer eintägigen Wanderung sollten dabei sein:

  • Wanderschuhe
  • Funktionssocken oder Merinowollsocken
  • Regenhose und -jacke
  • Sonnenschutz: Brille, Creme, Kappe
  • Haube
  • Erste-Hilfe-Set
  • Notfallnummern (Notruf Bergrettung: Tel. 140)
  • Akkupack fürs Handy
  • Karte
  • Insektenspray
  • Wasserflasche
  • Jause (Brote, Energieriegel, Apfel)
  • Fernglas
  • Geld und Ausweis
  • Trekkingstöcke
Gipfelsieg, Alpines Lebensgefühl © Österreich Werbung / Sebastian Stiphout Gipfelsieg, Alpines Lebensgefühl © Österreich Werbung / Sebastian Stiphout

Bei der mehrtägigen Wanderung kommen noch hinzu:

  • Schlafsack
  • Kulturbeutel
  • Taschenlampe
  • Pyjama
  • Wechselkleidung (Socken, Unterwäsche, T-Shirts)

Ist eine schwierige Tour geplant, kann man auch mitnehmen:
  • Helm
  • Steigeisen und Grödel
  • Kletterseil und Gurt
Bei einer Tageswanderung genügt ein Rucksack mit 10 l Volumen. Ist man bis zu fünf Tage unterwegs, empfiehlt sich ein Rucksack mit max. 35 l. Wichtig ist, dass der Rucksack das Gewicht gleichmäßig auf den Rücken verteilt. Deswegen schon beim Kauf auf die Passform achten, damit auch der Tragekomfort gegeben ist.

Am Berg braucht man aber nicht nur einen optimalen Rucksack, sondern auch die nötige Ausdauer und Kondition. Am besten trainiert man regelmäßig vorab, um fit zu werden. Dabei ist es besser, zwei- bis dreimal die Woche eine halbe Stunde zu trainieren als einmalig drei Stunden. Mit Radfahren, Joggen, Schwimmen oder Nordic Walken bereitet man sich optimal auf eine Wanderung vor.

Weitere Informationen:
www.osttiroler-hoehenwege.at
www.tirol.at/osttirol

Gipfelerlebnis in Osttirol – 360° Video

Osttirol: Wanderung zum höchsten Gipfel

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