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Gipfeltour mit Ausblick nach innen

Einen Gipfel auf einer Tour zu erobern ist mehr als nur sportliche Leistung und grandioses Naturerlebnis.
Eine Geschichte über eine Reise zu sich selbst:

Das Auto holpert über die schmale Bergstraße, an weiten Almwiesen und verlockend rauschenden Bergbächen vorbei. Ich fahre durch die Innere Kelchsau zum Startpunkt meiner Gipfeltour. 1.200 Höhenmeter liegen vor mir, vier Stunden Aufstieg vorbei an drei Bergseen, dann werde ich den Gipfel des Schafsiedels erreicht haben: 2.447 Meter hoch, mitten in den Kitzbüheler Alpen. Während ich in eine Rechtskurve einlenke, kommt ein Anruf aus dem Büro. Ich soll mir doch bitte diese und jene Excel-Tabelle anschauen. Dass ich auf Urlaub in Tirol bin, wird tunlichst übergangen, dann bricht die Verbindung ab. Ich komme am letzten Parkplatz an, blicke aufs Handy und sehe, dass ich hier keinen Empfang habe. Ich bin gerettet und kann los!
Auf einem mit Farnen gesäumten Weg wandere ich durch einen dichten grünen Fichtenwald. Von den Bergbächen strömt erfrischend kühle Luft herauf. Ich kann endlich wieder frei atmen! Mit einem Mal sind alle Sorgen vergessen, das Zeitdiktat, der Zwang, immer und überall erreichbar sein zu müssen. Ich bin allein auf dieser Bergwanderung, mit mir allein. Ich genieße die Stille, genieße es, einem vorbeifliegenden Falter mit seinem herrlichen orangen Muster nachzuschauen, von einer Quelle zu trinken und von den Heidelbeersträuchern zu naschen. Das lässt mich wieder mich selbst spüren und diese Verbundenheit mit der Natur.

Gipfeltour mit Weitblick

  • Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Natur am Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Natur am Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Blumen am Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Blumen am Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Schafherde - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Schafherde - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Mitten in der Natur © Österreich Werbung / Martin Betz Mitten in der Natur © Österreich Werbung / Martin Betz
Vor der Neuen Bamberger Hütte kommen alle Wildbäche zusammen und rauschen ohrenbetäubend ins Tal. Mit dem Blick auf die schroffen Gipfel vor mir lege ich eine Rast ein. Ich habe fast zu viel Ausrüstung mit für meine Gipfeltour: Handschuhe, Haube, Stirnlampe – aber immerhin bin ich gegen alle Unwägbarkeiten des Bergwetters gerüstet. Durch den Verzehr eines belegten Brotes verringere ich gleich Gewicht des Rucksacks.
Auf dem nun steiler werdenden Weg über der Baumgrenze der Kitzbühler Alpen begegnet mir ein gelb-lila Meer von Alpenblumen. Ich fühle, dass ihre Farben nun – am Höhepunkt des Sommers – geradezu explodieren.
Mit jedem Höhenmeter meiner Wanderung tut sich ein weiterer Ausblick auf: Links liegen die alpinen Gletscher der Hohen Tauern und rechts scharwenzelt eine Eidechse vorbei. Ich erhasche gerade noch ihr braun-schwarzes Muster. Das ist genau der Reiz des Immer-Höher-Steigens: der Blick für die Weite einerseits und für die vielen Details andererseits. Aber auch in sich selbst schaut man während des Bergwanderns wie mit einer Lupe hinein – fast wie eine Reise nach innen. Diese Achtsamkeit und Gelassenheit könnten das Credo meines weiteren Lebens sein.
 

Genussvolle Bergwanderung

Ich erreiche den Unteren Wildalmsee, der wie ein blau schimmerndes Auge in der Landschaft liegt. Kühe sonnen sich am Ufer, als wäre es die Karibik. Nach einer zweiten Höhenstufe komme ich zum mittleren See, wo ich meine Füße ins kühle Wasser tauche, die sich dann anfühlen wie neugeboren.
Am dritten See begegnen mir endlich die Schafe, die auf den saftigen Bergwiesen weiden. Auf sie habe ich schon so gewartet – der Schafsiedel muss ja von irgendwoher seinen Namen haben! Ein Pfad führt hinauf zum Gipfel – zwar kein besonders schwieriger, dennoch kostetet er mich Kraft. Mehr Sorgen bereiten mir die dunklen Wolken. Habe ich da einen Regentropfen gespürt? Muss ich jetzt kurz vor dem Gipfel umkehren? Ich packe das Smartphone aus, habe zum Glück Empfang und befrage meine Regen-App: Die Front zieht an mir vorüber. Das sind gute Nachrichten. Neben 17 anderen aus dem Büro. Schnell weg mit dem Ding! 

Eintauchen in die Stille

  • Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Schafsiedel - See © Österreich Werbung / Martin Betz Schafsiedel - See © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz Kitzbühler Alpen - Schafsiedel © Österreich Werbung / Martin Betz
  • Eintauchen in die Stille © Österreich Werbung / Martin Betz Eintauchen in die Stille © Österreich Werbung / Martin Betz

Je höher ich auf meiner Gipfeltour steige, umso ruhiger wird es – nur das Blöken der Schafe dringt herauf. Die Stille und die Einsamkeit wirken reinigend. Jeder Schritt auf dieser Bergtour drückt meine neu gewonnene Einstellung aus: gelassener und bewusster durch die Welt zu gehen. Das Gipfelkreuz ist zum Greifen nah. Ich atme tief durch, bündle meine Kräfte und stehe plötzlich auf dem Gipfel. Ein Gefühl der Freiheit und der inneren Ruhe breitet sich aus. Ich schaue auf die Spitzen der Hohen Tauern, die ihr majestätisches Antlitz preisgeben. Die Welt unter mir wirkt dagegen klein, fast bedeutungslos. 

Nachdem ich mich ins Gipfelbuch eingetragen habe, lasse ich mich unter dem Gipfelkreuz nieder und denke an meine Arbeitskollegen. Die sollten einmal hier raufkommen. Hier kann man sich mit sich selbst auseinandersetzen und Kraft sammeln. In solchen Momenten kann man entscheiden, wie man in der Welt leben will. Das erkennt man oft erst, wenn man ganz oben gestanden hat.

Autor: Martin Betz

“Wenn Berge da sind, weiß ich, dass ich da hinaufgehen kann, um mir von oben eine neue Perspektive vom Leben zu holen.”

Hubert von Goisern © Konrad Fersterer Hubert von Goisern © Konrad Fersterer Hubert von Goisern, Liedermacher

Warum heißt ein Berg, wie er heißt?

Kahlenberg, Mittagskogel oder Gjaid Alm – die Namensgebung eines Berges scheint willkürlich – doch hier ist nichts dem Zufall überlassen. Zuerst ist die Form ausschlaggebend für die Benennung: Ist es eher ein Gupf, ein Spitz oder ähnelt die Erhöhung einem „Kopf“ oder „Rücken“? Auch die Flora, die auf ihm wächst, ist ein wichtiger Faktor – das wissen etwa der Grasberg oder Zirbenkogel. Manche Berge – wie der Nebelstein oder das Wetterkreuz – sind nach der Witterung benannt. Andere hingegen bekommen ihren Namen nach dem Stand der Sonne, wie der Mittagskogel oder Zwölferspitz

Hallo, mein Name ist Berg

In Österreich gibt es unzählige Berge. Aber ab wann darf sich eine Erhöhung Berg nennen? Ausschlaggebend dafür sind die Dominanz und die Prominenz. Ersteres ist ein Alleinstehungsmerkmal und gibt an, wie groß der Abstand zum nächsten Berg ist. Der Grimming sticht relativ isoliert zwischen Ennstal und Salzkammergut hervor. Mit einer Höhe von 2.351 Metern gilt er als der höchte frei stehende Berg Europas.  Zudem zählt auch die Prominenz zum Status eines Berges: Es wird bemessen, wie viele Höhenmeter der nächste Gipfel darunter liegt. In den Alpen muss der Gipfel etwa 100 bis 300 Meter über dem Nachbarn liegen, um als eigenständiger Berg zu gelten.

Wenn ich groß bin, werde ich ein Berg

Auch wenn Berge scheinbar unendlich in den Himmel wachsen, so haben sie bei etwa 9.000 Metern ihre Obergrenze erreicht. Warum? Wenn Berge durch das Zusammenprallen der Kontinentalplatten in die Höhe wachsen, hinterlässt das bei einem Berg auch seine Spuren: Er zerreißt, bekommt Furchen oder fängt an zu bröckeln. Auch die Witterung trägt zum Zerfall bei, denn Regen, Wind und Wetter tragen das Gestein ab. Außerdem: Wären Berge größer, wären sie auch schwerer, sodass sie durch die Erdkruste brechen würden – die Erde ist eben auch kein Dickhäuter.

  • PeakFinder Earth © PeakFinder Earth PeakFinder Earth © PeakFinder Earth

    Earth

    Der Berg ruft! Aber welcher genau? Der Peakfinder verrät Ihnen, wie die Berge im Umkreis von 300 km heißen. Die App verfügt über GPS, Maps und einen Kompass und kann auch offline abgerufen werden.

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  • Bergfex-Wetter © Bergfex Bergfex-Wetter © Bergfex

    Bergfex-Wetter

    Bergfexe sollten immer das Wetter im Auge behalten. Am besten mit der passenden App: Diese liefert detaillierte Tagesvorhersagen für den Alpenraum zu Temperaturen (min./max.), Wind, Niederschlag, Sonnenscheindauer, Webcams, Neuschnee und Schneefallgrenzen u. v. a. m.

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    Essbare Pflanzen PRO

    Gegen alles ist ein Kraut gewachsen. Damit man dieses am Wegesrand auch erkennt, gibt es die Wildkräuter-App mit hilfreichen Tipps zum Sammeln, Konservieren und Zubereiten essbarer Kräuter und Wildpflanzen.

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