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Weihnachtliches Brauchtum rund um die Stille Nacht

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… – so beginnt ein Sprüchlein, das jeden Adventsonntag vor dem Anzünden einer weiteren Kerze am Adventskranz von den Kindern aufgesagt wird. Eine von vielen kleinen und großen Traditionen, die in Österreich zur Weihnachtszeit hochgehalten werden.

„Die stillste Zeit im Jahr“, wie der Advent in Österreich auch liebevoll genannt wird, besinnt sich auf teils uralte Bräuche, die seit Generationen an die Kinder weitergegeben werden: Kekse backen, Wohnung und Haus weihnachtlich schmücken, Lieder singen und viele andere liebgewordene Traditionen begleiten die Familien in den Wochen vor dem Weihnachtsfest.

Nikolaus und Krampus besuchen die Kinder

Perchtenmaske aus dem SalzburgerLand © SalzburgerLand TourismusPerchtenmaske aus dem SalzburgerLand © SalzburgerLand Tourismus

Adventszeit ist Familienzeit! Sich über den ersten Schnee freuen, mit Schlitten und Skiern die Natur erleben, einen Brief voller Wünsche an das Christkind ins Fenster legen, Geschichten vorlesen und gemeinsam Kekserl, Kipferl und Busserl backen. Wie herrlich ist die Weihnachtszeit!

Es kann aber auch sein, dass im Advent ganz spezielle Gesellen an die Tür klopfen. Nikolaus – eine historische menschenfreundliche Figur – und Krampus, ziehen durchs Land. Der Krampus ist der finstere Begleiter des Nikolaus, der sich erkundigt, wie “brav“ die Kinder in diesem Jahre gewesen waren. Dabei werden die Kinder traditionell mit Süßigkeiten, Erdnüssen und Mandarinen beschenkt – und manchmal gibt es auch mahnende Worte für die „Schlimmen“.

In den Stille-Nacht-Orten Oberösterreich, Tirol und im Salzburger Land findet dieser Brauch am 6. Dezember statt. Einen Tag zuvor erwarten die Kinder den viel gefürchteten Krampustag: Furchterregende Figuren mit Ziegenhörnern, Schafspelzen und geschnitzten Masken treiben ihr Unwesen in den dörflichen Straßen.

Traditionen aus uralter Zeit:

Brauchtum am Land:

  • Am 4.12, dem Barbaratag, werden Kirschzweige gepflückt und eingewässert. Öffnen sich die Blüten bis zum 24.12, bedeutet das Glück und Fruchtbarkeit.
  • Eine „Kripperlroas“ durchs SalzburgerLand führt in die Krippenausstellungen ins Salzburger Heimatwerk oder auf den Salzburger Christkindlmarkt.
  • Zum Weihnachtsfest wird mit dem Christbaum ein Stück Natur ins Haus geholt und geschmückt mit Kugeln, Kerzen und Süßigkeiten.
  • Der Legende nach, geht in den winterlichen „Raunächten“ ab Dezember „Frau Perchta“ um, eine Art Alpengöttin, die als Beschützerin der Frauen gilt.
  • Bis zu „Maria Lichtmess“ am 2. Februar bleiben in vielen Familien die Christbäume in den Wohnzimmern stehen.

„Kripperlroas“ im Salzkammergut

Jedes Jahr von 24. Dezember bis 2. Februar (Maria Lichtmess) öffnen viele Bauernhäuser und Krippenschnitzer ihre Türen und präsentieren ihre kunstvoll aufgebauten Familienkrippen. Der traditionelle Brauch pflegt die liebevolle Anfertigung und Erweiterung von „Volkskrippen“. Dargestellt wird die biblische Geschichte von der Geburt Christi, eingebettet in regionale Szenerien.
 

Der Ursprung des Krippenhandwerks

Ursprung hat das Krippenhandwerk und deren „private“ Ausstellungen im Salzkammergut übrigens in einem Erlass von Joseph II. Der Kaiser verbot 1782 den Kirchen per „Hofdekret“ das Aufstellen der oftmals sehr prunkvollen Krippen. So bauten und schnitzten sich so manche handwerklich Begabte eben ihre eigenen Krippen und Figuren und stellten sie zuhause auf. Daraus entwickelten sich später die aufwendigen „Landschaftskrippen“.

Böse Wintergeister und gute Perchten

  • Krampus / Perchten © Österreich Werbung / Gregor Semrad Krampus / Perchten © Österreich Werbung / Gregor Semrad

Perchtenläufe in den Alpen

Zu Jahresbeginn haben in Tirol und im Salzburger Land die Perchten ihre beeindruckenden Auftritte: Oft furchteinflößend und immer lautstark mit Glocken und Schellen behängt, ziehen Schön- wie Schiachperchten durch die Orte, um die bösen Wintergeister zu vertreiben. Die verkleideten Burschen tragen geschnitzte Holzmasken und wilde Gewänder aus zotteligem Fell. Die „Tresterer“ in Stuhlfelden im Salzburger Pinzgau sind prächtige Schönperchten, die stampfend und singend für die Fruchtbarkeit tanzen. Und in vielen Tiroler Orten werden aufwendige Perchtenläufe veranstaltet – wie etwa im Tiroler Unterland mit spektakulären Feuer-Darbietungen.
Salzburger Christkindlmarkt © Österreich Werbung / Reinhart Bryan Salzburger Christkindlmarkt © Österreich Werbung / Reinhart Bryan

Adventmärkte in den Stille-Nacht-Ländern

Stille Nacht aus allen Perspektiven

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