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Zillertaler Sängerfamilien tragen das Lied in die Welt

Vielleicht wären die sanfte Melodie und der hoffnungsvolle Text wieder aus der Erinnerung der Menschen verschwunden. Dass „Stille Nacht, heilige Nacht“ zum berühmtesten Weihnachtslied der Welt wurde, dafür sorgten zwei Familien aus dem Zillertal.

Ein Priester und sein Gedicht, ein Lehrer und seine Komposition, eine Kirche in Oberndorf, Weihnachten 1818 und die Sehnsucht nach Frieden – das ist der Stoff, aus dem das weltweit bekannte Friedenslied entstand.

Für die unglaubliche Verbreitung sorgten die Tiroler Familie Rainer aus Fügen und die Geschwister Strasser aus Hippach. Sie gingen mit einem Repertoire an österreichischen Liedern auf Reisen und begeisterten Menschen neben vielen anderen Orten in New York und St. Petersburg für volkstümliche Musik.

Die Geschichte beginnt mit dem Orgelbauer Carl Mauracher aus Fügen. Er war in den Jahren 1824/25 in der St. Nikola Kirche in Oberndorf bei Salzburg mit dem Neubau der Orgel beschäftigt. So entdeckte er die Stille-Nacht-Noten und brachte sie in seine Heimat im Tiroler Zillertal. Dort verbreitete sich das Lied schnell und wurde gerne um die Weihnachtszeit gesungen.

Die ersten Stille-Nacht-Sänger: Geschwister Strasser

Weihnachtsbaum im Schnee © Österreich Werbung /  DiejunWeihnachtsbaum im Schnee © Österreich Werbung / Diejun

Die Geschwister Strasser waren die ersten, die das Lied nachweislich als Sängergruppe vortrugen. Die Familie stammte aus Laimach bei Hippach, dort lebte Lorenz Strasser mit seinen Kindern im heute noch erhaltenen „Strasser-Häusl“.

Strasser war fahrender Händler und zog während der Wintermonate mit seiner musikalischen Familie auf deutsche Märkte. In Tracht gekleidet, sangen sie Tiroler Nationallieder, um auf ihre Waren aufmerksam zu machen. Bereits 1831 sangen die Geschwister erstmals am Weihnachtsmarkt in Leipzig „Stille Nacht! Heilige Nacht!“.   

Nach großem Erfolg in Leipzig zogen die Strasser-Geschwister als reisende Sängergruppe durch Deutschland, wo ihre Darbietungen des Weihnachtsliedes auch andere inspirierten. Nach 1835 trat die Truppe nicht mehr öffentlich auf – das Musikstück aber setzte seine Reise um die Welt weiter fort.

Sänger mit Erfolgsgeschichte: Die Ur-Rainer

Ludwig Rainer aus Fügen war ein weiterer Zillertaler, der sich 1839 auf den Weg machte, um die volkstümliche Musik in die Welt hinauszutragen. Er war damals erst 18 Jahre alt und bereiste mit seinem Quartett „The Rainer Family“, Amerika.

Ludwig Rainer, geboren 1821, entstammte der berühmten Sängerfamilie Rainer. Die „Ur-Rainer“ traten von 1824 bis 1839 gemeinsam auf und hatten in dieser Zeit großen Erfolg als reisende Sängergruppe. Der Familiengesang entstand, als die Ur-Rainer auf Schloss Fügen für den österreichischen Kaiser Franz I. und den russischen Zaren Alexander I. sangen. Begeistert von ihrem Talent, lud sie der Zar nach St. Petersburg ein.


Die Reise wurde zwar nie angetreten, aber die Geschwister Rainer konnten über Empfehlungsschreiben in ganz Europa von Hof zu Hof reisen und traten vor Fürsten und Königen auf. Sogar vor der künftigen Königin Victoria brachten die Ur-Rainer ihre Darbietungen vor, zu deren Krönungsfeierlichkeiten sie 1838 nach England reisten. 1839 traten sie das letzte Mal öffentlich auf.

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