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Spuren ziehen

In Mühlbach am Hochkönig lohnt es sich manchmal früh aufzustehen.

Autor: Florian Nussbaumer


Wer hätte gedacht, dass ich noch zum Frühaufsteher werde? Nein, ich bin kein begeisterter Skifahrer, der unbedingt die erste Bergbahn erwischen muss und sich dafür beim Frühstück hetzt. So einer, der nichts verpassen will. Ich hab’s gern gemütlich. Aber einmal als Erster auf der Piste sein, das muss man erleben: das ganze Skigebiet für sich allein zu haben, die Aussicht, das Gefühl - und auch den Geruch. So riecht eben nur die prickelnde Luft kurz nach Tagesanbruch.  Um mich herum: nichts. Nur die Berge, die Piste.  Als im Morgengrauen der Wecker läutete, konnte ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwartet. Und hier oben war mir klar: Das hätte ich mir sowieso nicht vorstellen können.
 
Die Lifte für mich allein – fast.
Wir trafen uns  kurz nach sieben bei der Bergbahn, nur ein paar Leute. Allein das ist ein Erlebnis: Beim Lift nicht anstehen müssen, sondern gleich hinauf, ohne Stress und Hektik, mit einer gemütlichen Gruppe. Schon der Blick beim Rauffahren: keine einzige Spur im Schnee, nur ab und an die Pfotenabdrücke eines Hasen.  Fast schon kitschig ist es, romantisch und idyllisch. Eigentlich hätten wir uns jetzt nicht so angeregt unterhalten sollen und lieber der Stille der Natur zuhören.  Aber bei  so viel Begeisterung ist das schwer möglich.

Sonnenaufgang am Hochkönig

  • Sunrise over Hochkönig © Hochkönig Bergbahnen Sunrise over Hochkönig © Hochkönig Bergbahnen
Ankommen, aussteigen, aufatmen
Wahrscheinlich  haben sich die meisten ja schon sehr lang auf heute gefreut, den Insider-Tipp schon ewig im Kalender notiert, oder sich am Handy einen Alarm gesetzt.  Aber ich muss sagen: Das ist es auch wert. Denn wenn man da oben aussteigt, verschlägt es einem  dann doch die Sprache: die unberührten Pisten, die aufgehende Sonne, der glitzernde Schnee – all das lässt einen stumm werden. Und die Gedanken, die einem sonst gerne im Kopf herum schwirren, sind plötzlich verschwunden.
 
Spuren ziehen, die Spuren hinterlassen
So sehr hab’ ich das Skifahren noch nie genossen, Spuren in den unberührten Schnee zu ziehen. Schwungvolle Abfahrten gibt es ja viele, aber hier oben in der Ruhe macht’s noch mehr Spaß. Von unserer kleinen Gruppe war jeder auf seine Art begeistert: Da waren die Profis, die gleich die Qualität von Schnee und unbefahrenen Hängen begutachteten. Die anderen freuten sich, dass auf der Piste endlich einmal nicht so viel los war. Ich selbst habe einfach nur gestaunt. Auf einmal ist man vollkommen eins mit der Natur! Nicht einmal die Wadenkrämpfe nahm ich wahr – gewöhnlich bin ich ja kein großer Sportler. Doch ich vergaß einfach alles. Und alleine das ist unvergesslich.
 
 

Einmal der Erste auf der Piste

  • Erste Spur © Österreich Werbung, Peter Podpera Erste Spur © Österreich Werbung, Peter Podpera
Ich bin auf den Geschmack gekommen
Nach etwa zwei Stunden Skifahren vor traumhafter Bergkulisse und auf famosen Pisten erinnerte ich mich, dass ich noch kaum etwas gegessen hatte. Wie gut, dass man mit dem Early-Morning-Skiing-Paket auf der malerischen Karbachalm-Hütte einkehren kann. Auch von hier war der Blick auf die Berge umwerfend! Und dazu dieses sagenhafte Frühstück! Lag es an der Bewegung, an der eiskalten Luft oder war es wirklich so köstlich? Es schmeckte jedenfalls großartig!  
 

Verdiente Rast

  • Karbachalm Ausblick © Hochkönig Bergbahnen Karbachalm Ausblick © Hochkönig Bergbahnen
Zwei Stunden Vorsprung auf der Piste!
Ich schaute dann noch eine ganze Zeitlang durch das Fenster in die Berge, dann aber musste ich einfach wieder los. Raus auf die Piste, wo mittlerweile auch jene Skifahrer angekommen waren, die es sich am Morgen gerne etwas länger gemütlich machen. Wie gewöhnlich  auch ich - bislang.

 

Early-Morning-Skiing in Mühlbach am Hochkönig

Mühlbach am Hochkönig

Mühlbach am Hochkönig

  • Zeiten

    Jeden Mittwoch im Februar und März. Treffpunkt 07:15 Uhr bei der Kabinenbahn Karbachalm.

  • Personenanzahl

    Maximal 25 Personen, Voranmeldung wird empfohlen

  • Gruppen

    Gefahren wird in 3 Gruppen: Pro, Intermediate, Chill

  • Preise

    Preis: € 52,– inklusive Frühstück, exklusive Skipass

Ein Interview mit Skiguide Sebastian Nadeje

Die besten Pisten, frisch präpariert, und ein spektakulärer Sonnenaufgang

Sebastian "Basti" Nadeje ist 29 Jahre alt, Marketingleiter bei den Hochkönig Bergbahnen und immer begeistert, wenn er eine Early Morning Gruppe ins Skigebiet Hochkönig begleiten kann.

Austria Info: Basti, du bist einer der  Experten, der die Ski-Frühaufsteher beim Spuren ziehen begleitet.  Wie kam es zu dieser Idee?

Sebastian Nadeje: Alle  Mitarbeiter bei den Seilbahnen  haben eigentlich täglich ein kleines Early-Morning Skiing, wenn wir zu unseren Arbeitsstationen im Skigebiet fahren.  Die besten Pisten, frisch präpariert, ein spektakulärer Sonnenaufgang und der Berg noch menschenleer. Das wollen wir auch unseren Gästen zeigen.

Austria Info: 120 Pistenkilometer! Kann man die denn alle schon so früh befahren?

Sebastian Nadeje: Eigentlich schon, aber  wir wollen die Teilnehmer nicht aus den Augen verlieren.  Wir haben genau getestet, welche Pisten und Lifte in welcher Zeit zu schaffen sind. Und dann die besten 4, 5 Abfahrten ausgewählt.

Als erster seine Spur im Schnee ziehen zu können - das ist ein ganz besonderes Gefühl.”

Sebastian Nadeje, Skiguide

Austria Info: Wie ist es, wenn man schon so früh am Morgen auf Skiern unterwegs ist?

Sebastian Nadeje: Es ist ein ganz besonderes Gefühl. Man steigt aus dem Lift aus und bewundert als erstes die umliegende Bergwelt und die Pisten, die wie glatte Teppiche glänzen. Die Sonne blickt hinter den ersten Berggipfeln hervor und nach ein paar Fotos,  geht‘s auch schon los.

Austria Info: Und was gefällt dir persönlich am meisten?

Sebastian Nadeje: Die Ruhe und zu wissen, in den nächsten Stunden fast allein die besten und schönsten Schwünge der Saison in den Schnee ziehen zu können.

Austria Info: Sind die Pisten zu dieser Uhrzeit nicht noch sehr hart?

Sebastian Nadeje: Nicht härter als um neun Uhr wenn regulär die Lifte öffnen. Vor allem sind frisch präparierte, unbefahrene Pisten bei jedem Härtegrad leicht und perfekt zu fahren.

Austria Info: Wie alt war dein jüngster Teilnehmer, wie alt dein ältester?

Sebastian Nadeje: Schwer zu sagen. Aber wir sind immer sehr gut durchgemischt. Von Familien mit Kindern und Großeltern, Snowboardern bis hin zum sehr sportlichen Skifahrer ist alles dabei. Wir teilen die Teilnehmer  in drei Geschwindigkeitsstufen auf, da sind dann alle immer gut betreut.

Austria Info: Wie geht denn dein Tag weiter?

Sebastian Nadeje: Wie immer im Office.  Dort erwarten uns dann aber die neidischen Blicke der Kollegen. Eigentlich wäre ja jeder von uns gern dabei.

Wo man sonst noch frühmorgens Skifahren kann

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