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Weltmeisterlich Langlaufen

Begegnung mit dem nordischen Kombinierer Bernhard Gruber in Sportgastein

Autor: Martin Betz


Allmählich finden wir unseren Rhythmus. Die Diagonalschritte werden federnder, der Schnee staubt in immer kürzeren Abständen von den Stöcken weg. Tief atmen wir die klare frische Gebirgsluft ein. Langsam stellt sich von den Fuß- bis in die Fingerspitzen ein unvergleichliches Wohlgefühl ein. Langlaufen ist ein ganzheitlicher Sport, der nicht nur den gesamten Körper aktiviert, sondern ganz nebenbei auch die Alltagssorgen vergessen lässt. Mit den Allroundskiern, die wir beim Verleih ausgeborgt haben, bewegen wir uns auch auf den Steigungen halbwegs sicher, die Schuppen am Belag verhindern jedes Rutschen.
 

Weltmeisterlich Langlaufen

Eine Arena von Dreitausendern
Noch sind unsere Augen konzentriert auf die Spitzen der schmalen Latten gerichtet, die durch die Spur gleiten. Doch je flüssiger unser Bewegungsablauf wird, umso mehr öffnet sich der Blick für die imposante Umgebung der Loipe. Zug um Zug nähern wir uns einer ganzen Arena von Dreitausendern. Hier in Sportgastein, das bei den Menschen im Gasteinertal als Nassfeld bekannt ist, liegt wohl eine der schönsten Loipen Österreichs. Der Talschluss, der bereits zum Nationalpark Hohe Tauern gehört, ist in eine dicke, weiße Schneedecke gehüllt. Diese bleibt bis weit ins Frühjahr erhalten – die Höhenlage auf 1.600 Metern macht’s möglich.

Der Loipe auf der Spur

  • Langlauftipps vom Experten © © Österreich Werbung / Mayrhuber Langlauftipps vom Experten © © Österreich Werbung / Mayrhuber
Auf einer Bank mit dem Weltmeister
Neben der klassischen Spur treffen wir auf Bernhard Gruber in der Skating-Spur. Was heißt, treffen wir? In rasantem Tempo skatet er heran und würde wohl noch drei Runden ziehen, während wir vielleicht eine schaffen.  So setzt er sich lieber mit uns auf eine Bank an der Nassfeld-Alm und wir plaudern über das Langlaufen, den Spitzensport, die Region. Der Berni ist ein echter Gasteinertaler und seit 2015 Weltmeister im Einzelwettbewerb der nordischen Kombination. Der erste aus Österreich – und das ganze Gasteinertal ist mächtig stolz auf ihn.

„Hier sind die Loipen in die Berglandschaft hineingezogen“
 
Für Berni wiederum ist die Gegend, in der er schon als Kind trainierte, immer noch durch nichts zu überbieten. Denn hier sind die Loipen ja „praktisch in die Berglandschaft hineingezogen“, meint er. Auch außerhalb der Wettbewerbssaison trainiert er hier täglich. Die Höhenlage stärkt seine Kondition und überdies ist Bewegung in über 1.000 Metern Seehöhe ein wahrer Jungbrunnen, meint er.


 

Nützliches aus erster Hand

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Langlauftipps von Bernhard Gruber © © Österreich Werbung / Martin BetzLanglauftipps von Bernhard Gruber © © Österreich Werbung / Martin Betz

Langlauftipps von einem nordischen Weltmeister zu bekommen hat doch etwas ganz Spezielles, und so wir beginnen sogleich ein wenig zu üben:
Möglichst zentral sollen wir auf den Skiern stehen, nicht zu weit nach vorne und nicht zu weit nach hinten geneigt. Arme und Hände möglichst nah am Körper verstärken den Körperschwerpunkt, was besonders bei Abfahrten wichtig ist.
Für ein besseres Gleichgewichtsgefühl während des Fahrens mit beiden Beinen etwas hoch hüpfen und beim Landen weich abfedern oder in die Vor- und dann wieder in die Rücklage gehen, einmal tief in die Knie, dann wieder die Beine durchstrecken.
Berni beobachtet uns eine Weile, dann skatet er davon und ist bald nur mehr ein kleiner Punkt in der Landschaft.
 
Am Loipeneinstieg treffen wir ihn wieder. Entspannt plaudert er mit skandinavischen Fans. Sie wissen, wen sie vor sich haben. Schließlich ist der nordische Skisport längst nicht mehr eine Domäne der Nordländer. Dass auch die Österreicher mittlerweile kräftig mitmischen, hat vielleicht auch mit den besonders schönen Loipen des Landes zu tun.
 
 

  • Bei eisigen Verhältnissen:
    Wichtig ist, dass man zentral am Ski steht. Wenn der Schwerpunkt zu weit vorne ist, rutscht der Ski, man hat keinen Grip mehr und kippt nach vorne. Arme nah am Körper halten.
  • Die Abfahrt:
    Guter Halt im Schuh ist essenziell. Geduckte Haltung, Stöcke nach hinten rausstrecken, gerade am Ski stehen, nicht verkanten.
  • Der Anstieg:
    erfolgt im Grätenschritt - Breiter Beinstand, Beinabstoß links erfolgt gleichzeitig mit Armschub rechts. Arme so knapp wie möglich am Körper. Das verstärkt den Körperschwerpunkt.

  • Das Aufwärmen:
    Gezielte Übungen aktivieren die benötigten Muskeln: Beine strecken, Arme schwingen, Becken kreisen.
  • Das Material:
    Genuss-Sportler nehmen den breiten Allroundski mit Schuppen, der Rutschen verhindert. Der Skating-Ski mit durchgehender Lauffläche ist für ambitioniertere Läufer.

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