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Rundfahrt voller Entdeckungen

Was tun, wenn man in Linz ein bisschen Zeit übrig hat und die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt schon kennt?

Autorin: Michaela Schwarz

Als ich mir auf dem Steyrer Stadtplatz genüsslich ein Stück Torte auf der Zunge zergehen lasse, gratuliere ich mir selbst. Nicht nur zur Bestellung dieses süßen Traums aus Schokolade, Nüssen und Ribiselmarmelade, sondern auch zu der Idee, einen Tagesausflug in diese Stadt zu machen. Zu Recht wird der historische Ortskern als einer der schönsten Plätze Europas bezeichnet: Allein das gotische Bummerlhaus ist ein architektonisches Juwel, das man gesehen haben muss. Benannt wurde es nach dem goldenen Löwen vor der Fassade, den die Steyrer liebevoll spöttisch „Bummerl“ – also Hündchen – nannten. Die gesamte historische Altstadt mit ihren verwinkelten Innenhöfen und auch die malerische Mündung des Flusses Steyr in die Enns machen diese Stadt zu etwas ganz Besonderem. Innerlich bedanke ich mich bei jenem Linzer Gastwirt, der mir beim Plaudern diesen Tipp gegeben hat. „Was, Sie waren noch nie in Steyr?“, meinte er und schien fast ein bisschen beleidigt. „Dann haben Sie etwas versäumt – und wenn wir schon dabei sind: Enns und Gmunden sollten Sie sich auch einmal anschauen.“

Steyr

Mit dem Auto ruck, zuck dort

Ich schaue mir allerdings zuerst einmal die Straßenkarte an. Doch siehe da: Auch diese beiden Städte sind in bequemer Autofahr-Distanz erreichbar. Meine Neugier ist geweckt – und so stehe ich kurze Zeit später mitten in Enns. Stadtplan? Brauche ich keinen. Schließlich mag ich es, einfach draufloszumarschieren und mich davon überraschen zu lassen, was mir über den Weg läuft. Schließlich stehe ich vor dem mächtigen Stadtturm, der einen wunderbaren Ausblick auf die Altstadt bieten soll. Und den kann man sogar eine ganze Nacht lang bewundern – als Gast in dem Hotel, das hoch oben inmitten der alten Mauern seine Pforten geöffnet hat. Ich überlege: Eigentlich wollte ich ja nach Linz zurück. Doch wie oft hat man schon die Chance auf so ein Erlebnis? Das Schicksal entscheidet für mich, denn es ist tatsächlich noch ein Zimmer frei. Gezählte 71 Steinstufen steige ich empor, bis ich in dem außergewöhnlichen Hotelzimmer lande, dann gehört der Turm für eine Nacht mir ganz allein. Ich fühle mich dementsprechend königlich und wundere mich beinahe, dass keine Hofdame auftaucht, um mir das Nachtgewand anzulegen.

Enns

  • Enns mit Schloss und Stadtturm © TSE GmbH Enns Enns mit Schloss und Stadtturm © TSE GmbH Enns

Stadtplatz am Seeufer

Am nächsten Morgen, die Sonne fällt bereits durchs Turmfenster, habe ich plötzlich eine Riesenlust, schwimmen zu gehen. Also fahre ich kurz entschlossen weiter an den Traunsee, einem der schönsten und auch erfrischendsten Badeseen Europas. Das Wasser ist kristallklar und hat je nach Lichtstimmung eine sattgrüne bis dunkelblaue Farbe. Direkt am Seeufer liegt der Stadtplatz der alten Keramikstadt Gmunden und zu meiner Freude stelle ich fest, dass das alljährliche Lichterfest genau an diesem Wochenende stattfindet. Also stehe ich am Abend nach einem herrlichen Badetag gemeinsam mit vielen anderen Schaulustigen an der Esplanade und staune wie ein Kind über das Schauspiel, das sich mir bietet: Die leuchtenden Farben der am Himmel explodierenden Feuerwerkskörper spiegeln sich auf der nächtlichen Seeoberfläche wider.  

Unglaublich, denke ich so für mich, wie viele neue, wundervolle Bilder im Kopf ich an diesem Wochenende gesammelt habe. Schon überlege ich, ob ich noch einen weiteren Tag anhängen und auf den Traunstein wandern soll. Doch dann hebe ich es mir doch lieber fürs nächste Mal auf. Schließlich gibt es noch so vieles zu entdecken.

Mehr zu historischen Städten in Österreich: www.khs.info

Gmunden

  • Schloss Ort © brainpark Schloss Ort © brainpark

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