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Spektakuläre Aussichtsplattformen

In Österreichs Alpen entstand in den letzten Jahren eine Vielzahl von Aussichtsplattformen, die nicht nur atemberaubende Ausblicke bieten, sondern auch durch ihre aussergewöhnliche Architektur bestechen.

Nervenkitzel ist garantiert, wenn man, auf einem Glasboden stehend, hunderte Meter über dem Abgrund schwebt und dabei in die Tiefe blickt. Auf 1.933 Metern Seehöhe bietet der Airwalk an der Kölnbreinsperre in Kärnten einen fantastischen Tiefblick von Österreichs höchster Staumauer. Die 2010 eröffnete Attraktion befindet sich am Ende der Malta Hochalmstrasse. Eine filigran wirkende, über die Staumauer hängende Plattform aus Metall und Glas schwebt über dem Abgrund. Sitzstufen in der Mitte des Skywalks laden zum Verweilen ein und der eingearbeitete Glasboden ermöglicht freie Sicht auf 200 Meter Tiefe unterhalb der Plattform.

Auf dem Pyramidenkogel bei Maria Wörth in Kärnten befindet sich der höchste aus Holz hergestellte Aussichtsturm der Welt. Die 100 m hohe, aufsehenerregende Konstruktion schraubt sich spiralförmig in den Himmel über dem Wörthersee. Die Spiralform ermöglicht den Besuchern beim Treppenaufstieg und auf den Aussichtsebenen einen imposanten 360-Grad-Ausblick auf die herrliche Seen- und Berglandschaft Kärntens. Der transparente Panoramalift bringt die Besucher auf die Aussichtsplattform in 70 m Höhe und bietet ebenfalls einen Rundumblick in die Landschaft. Eine besondere Attraktion des neuen Turmes ist die höchste Gebäuderutsche Europas, auf der man mit bis zu 30 Stundenkilometern 120m in die Tiefe saust. Spannend im Sommer: Der so genannte „Fly-100“ ist ein Flying Fox, eine Seilbahn, die eine Länge von 100 Metern hat und über 70 Meter in die Tiefe führt.

Erhöhte Adrenalinwerte bescheren auch die 5fingers auf dem Krippenstein im Dachstein-Massiv. Diese Plattform liegt in unmittelbarer Nähe der Bergstation der Dachstein-Krippenstein-Seilbahn und ist auf einem informativen Lehrpfad bequem zu erreichen. Die einer Hand nachempfundene Konstruktion ragt bis zu acht Meter aus einer 400 Meter hohen Felswand und bietet eine wunderbare Aussicht auf das UNESCO-Weltkulturerbe Hallstatt und den Hallstätter See. Darüber hinaus überrascht jeder der fünf Stege durch seine unterschiedliche Gestaltung. So besteht beispielsweise der Boden eines der „5fingers“ durchgehend aus Glas und gibt den Blick frei auf den 400 Meter darunter liegenden Ort Krippenbrunn. Oberhalb der 5fingers, direkt auf dem Gipfel des Krippensteins, liegt die nicht weniger spektakuläre Welterbespirale. Die futuristische Stahlkonstruktion wurde mit gemütlichen Rastplätzen ausgestattet und bietet einen einzigartigen Blick auf die UNESCO-Welterberegion Hallstatt - Dachstein/Salzkammergut. Während die "5fingers" spektakuläre Aussichten aus hochalpinen Höhen bieten, nimmt die Aussichtsplattform "Welterbeblick" die Vogelperspektive über Hallstatt ein. In 360 Metern Höhe liegt sie auf dem Hallstätter Salzberg über dem Welterbeort im Salzkammergut und ermöglicht einzigartige Ausblicke auf Hallstatt und den See.

Am Hochkar sorgt die 360 Grad Skytour für faszinierende Rundumblicke. 8,5m ragt die spektakuläre Stahlkonstruktion der Panorama-Plattform am Hochkar aus der Felswand hinaus. Wer sich das Herz nimmt und auf sie hinaustritt, sieht nicht nur 120 Meter steil nach unten, sondern vor allem viele Kilometer ins Land hinein: von Niederösterreichs höchstem Aussichtspunkt reicht der Blick vom Hochschwabmassiv bis hin zum Grossglockner - man überblickt also dem kompletten Ostalpenraum! 

Der höchste Berg der Steiermark, der Dachstein, bietet fantastische Aussichten. Auf der Treppe ins Nichts, der Hängebrücke oder dem Sky Walk kann man die Bergwelt bewundern. Besonders der Sky Walk garantiert einen Nervenkitzel, den die spektakuläre Aussichtsplattform besteht aus Glas und man kann die abfallende Felswand des Hunerkogels unter seinen Füssen betrachten. Bei schönem Wetter reicht die Sichtweite sogar bis nach Slowenien und Tschechien.

Auch die Bürgeralm Panoramastrasse ermöglicht schöne Aussichten. Der Blick schweift auf das Aflenzer Tal sowie in Richtung Hochschwabmassiv.


Wandert man in der Landschaft rund um Hinterstoder, stösst man auf ein seltsames Objekt: Die Aussichtsplattform Stoderblick ist mit ihrem roten Stahlrahmen ein weithin sichtbares Zeichen. Schaut man vom Inneren des Quaders auf das vor einem liegende Panorama, gliedert der Würfel die Landschaft in vier Ausschnitte und rahmt so den Blick auf die Gipfel des Toten Gebirges, die Warscheneckgruppe und das Stodertal.

Wer den Gang über eine spektakuläre 140 m lange Hängebrücke wagt, erreicht die am Gipfel des Stubnerkogels bei Gastein gelegene Aussichtsplattform Glocknerblick. Das runde, filigran wirkende Aussichtsplateau besteht aus Stahl und Holz. Seitlich wird es durch ein blickdurchlässiges Maschendrahtgitter gesichert. Der Boden der Plattform bietet durch eine eingelassene Glasöffnung einen freien Blick in den Abgrund.

Die "Koralle" auf der Steinplatte im Triassic Park Waidring nahe St. Johann in Tirol ist eine elegant gelöste Konstruktion, die an eine Fächerkoralle erinnert. Drei verschiedene Bodenbeläge sorgen hier für Nervenkitzel: Besucher können sich über undurchsichtige "Korallenäste" und einen grobmaschigen Gitterrost langsam an einen völlig transparenten Boden herantasten. Dieser gehört zu den grössten begehbaren Glasflächen Europas und verlangt selbst Höhenerprobten ein gewisses Mass an Überwindung ab.

Die Gemeinde Sölden im Ötztal hat mit den sogenannten BIG 3 gleich auf drei Bergen, alle über 3.000 Meter hoch, Aussichtsplattformen errichtet. Die höchste davon ist die Plattform auf der "Schwarzen Schneid", von der man die Gebirgswelt bis hin zu den Dolomiten überblickt. Aus dem Tiefenbachkogl ragt ein 25 Meter langer, frei schwebender Stahlsteg über den Abgrund. Die auf mehreren dünnen Pfostenstehende Aussichtsplattform auf dem Gaislachkogl ermöglicht die Sicht ins Ötztal und auf die das Tal umgebenden Alpenkämme.

Die Panoramaplattform Top of Tyrol auf dem Stubaier Gletscher hält, was sie verspricht, denn sie befindet sich auf 3.210 Metern. Den exponierten Aussichtspunkt erreicht man mit der Panorama-Gondelbahn Schaufeljoch, und vom höchstgelegenen Bergrestaurant Österreichs, der Jochdohle, ist es nur mehr ein Katzensprung zur Plattform. Der Steg aus Stahl und Holz zieht sich in einer sanften Linie über den gezackten Grat. Von dort aus schweift der Blick weit über die Stubaier Alpen, die Dolomiten und bis zum Ortlermassiv.

Der am Gipfel des Wurmkogls auf 3.080 Metern gelegene Top Mountain Star in Hochgurgl ist wohl die extravaganteste Erscheinung unter den Panoramaplattformen. Im Aussenbereich angebrachte Swarovski-Kristalle lassen das pagodenartige Gebäude in der Sonne glitzern und funkeln. Im Inneren befindet sich eine Panorama-Bar mit einem herrlichen 360-Grad-Rundblick über die Ötztaler Alpen.

Eine weitere tolle Aussicht bietet die Gipfelwelt 3000. Der Top auf Salzburg auf über 3.000 Meter Höhe ist der für jedermann erreichbare höchste Punkt des SalzburgerLandes und eignet sich hervorragend, um die Natur zu geniessen.

Als Geheimtipp gilt der Adlerhorst im Tiroler Rofangebirge. Die einem Adlernest nachempfundene Plattform auf dem Gschöllkopf bietet faszinierende Ausblicke in die Bergwelt des Rofan um den Achensee. Wem der Nervenkitzel dort nicht reicht, kann sich auch 800 Meter mit dem AirRofan Skyglider, einer Seilbahnkonstruktion, auf den Gschöllkopf ziehen lassen. Nach einer kurzen Verschnaufpause gleitet man mit ungefähr 85 km/h wieder hinunter zur Bergstation. Fast wie Ikarus, möchte man meinen.

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Euro-Notruf: 112 - gilt in ganz Europa
Bergrettung: 140

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