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Die styriarte: Klassik im Grünen

Wo Kultur und Zwanglosigkeit kein Widerspruch sind: Das Grazer Musikfestival „styriarte“ verbindet sommerliche Leichtigkeit mit höchstem künstlerischen Anspruch. Und setzt auf alte Musik.
Autor: Günter Kaindlstorfer


Ein Blick hinter die Kulissen der styriarte bringt einen Nachmittag voller abwechslunsgreicher Eindrücke. Die Gelegenheit, diese aus erster Hand wahrzunehmen, liess Autor Günter Kaindlstorfer nach Graz reisen.


Er gehört zu den prachtvollsten Sälen Europas – der „Planetensaal“ im Schloss Eggenberg vor den Toren der Stadt Graz. Heute tritt hier das „Ensemble Zefiro“ auf, ein Bläser-Oktett, das der Römer Alfredo Bernardini vor dreissig Jahren gegründet hat. Auf dem Programm steht Mozart, gespielt auf historischen Instrumenten. 

Die styriarte in Graz hat sich in den letzten Jahren zu einem der renommiertesten Festivals für alte Musik in Europa entwickelt. Ensembles wie der „Concentus Musicus“ aus Wien und der „Giardino Armonico“ aus Mailand geben sich bei der styriarte die Klinke in die Hand. Auch Weltstars wie Jordi Savall und Markus Schirmer kommen immer wieder gern nach Graz und absolvieren hier unvergessliche Konzerte.

  • styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Austria © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Austria © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner

Eine einzigartige Atmosphäre mit farbenfrohen Begleitern


„Ich liebe die Atmosphäre bei der styriarte“, sagt Oboen-Virtuose Alfredo Bernardini. „Bei diesem Festival sind absolute Vollprofis am Werk, aber zugleich geht es hier immer locker und entspannt zu. Wie in einer grossen Familie.“

Und jedes Jahr aufs Neue begrüssen einen die Eggenberger Pfauen im romantischen Schlosspark.
Nicht selten passiert es, dass während eines Picknickkonzerts im Park ein Pfau in würdevoller Eleganz über die Wiese stolziert. Fast könnte man meinen, das edle Tier gehöre zur Inszenierung. Aber das ist nicht der Fall. Die Ziervögel leben das ganze Jahr über hier.
 

“Die Tiere lassen sich von den Konzerten hier nicht aus der Ruhe bringen“, beruhigt Alfredo Bernardini nach seinem Auftritt. „Man muss sich da keine Sorgen machen: Die Pfauen in Eggenberg sind an Mozart gewöhnt.”

styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner Alfredo Bernardini, Oboen-Virtuose
  • styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Austria © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Austria © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner
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  • styriarte auf Schloss Eggenberg, Planetensaal, Graz, Austria © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner styriarte auf Schloss Eggenberg, Planetensaal, Graz, Austria © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner
styriarte, Schubert in Stainz © Styriarte / Werner Kmetitsch styriarte, Schubert in Stainz © Styriarte / Werner Kmetitsch

DIE STYRIARTE

Klein, aber fein: Die styriarte zählt zu den renommiertesten Musikfestivals Europas. 30.000 Besucher kommen jedes Jahr zu den etwa 40 Aufführungen und Konzerten in Graz und Umgebung.

Die Geschichte der styriarte ist untrennbar verbunden mit dem Namen Nikolaus Harnoncourt. Seit der Gründung des Festivals im Jahr 1985 hat der Maestro mit steirischen Wurzeln unzählige Konzerte und Opernproduktionen dirigiert – von Mozarts „Idomeneo“ bis zu George Gershwins „Porgy und Bess“. 

Seit Harnoncourts Tod (2016) beschreitet Intendant Mathis Huber neue Wege.
Der Italiener Alfred Bernardini, Gründer des „Ensembles Zefiro“, soll dabei eine prominente Rolle spielen – unter anderem als musikalisches Mastermind eines Johann-Josef-Fux-Schwerpunkts, der das Programm der styriarte bis 2024 bestimmen soll.

styriarte, Fux. OPERNFEST © Styriarte / Werner Kmetitsch styriarte, Fux. OPERNFEST © Styriarte / Werner Kmetitsch

JOHANN JOSEF FUX

„Wir verfolgen ein ehrgeiziges Ziel“, erklärt styriarte-Chef Mathis Huber. „Wir wollen nichts weniger als eine internationale Fux-Renaissance einleiten.“

Wer aber war dieser heute fast vergessene Komponist?

Johann Josef Fux war ein Bauernbub aus dem Hochbarock und hat es dafür weit gebracht. Im Jahr 1660 in der Nähe von Graz geboren, stieg er schon in jungen Jahren zum kaiserlichen Hofkomponisten und später zum einflussreichen Hofkapellmeister in Wien auf.

Die österreichische Barockmusik erreichte mit Fux ihren Höhepunkt. Mehr als 500 Vokal- und Instrumentalwerke hat der geniale Tonsetzer geschaffen, darunter 18 Opern.
 

 

“Zu seinen Lebzeiten war Johann Josef Fux eine Berühmtheit von europäischem Rang. Jetzt wartet der einstmals gefeierte Barockkomponist auf seine Wiederentdeckung. Und die soll von Graz ihren Ausgang nehmen.”

styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner Alfredo Bernardini, Oboen-Virtuose

Klassik unter freiem Himmel

Alfredo Bernardini im Interview

Die Frage ist: ALT oder NEU?

Die musikalische Ausrichtung der styriarte lautet stets: „Alte Meister, neu interpretiert“. Aber wird auch mit historischen Instrumenten gespielt, oder mit neuen?

Alfredo Bernardini

styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagnerstyriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner

Kommt ausRom

Wohnt inSalzburg, AT

ProfessionUniv.-Prof. für Barockoboe; Universität Mozarteum Salzburg, Gründer des Ensembles Zefiro

Kontaktwww.ensemblezefiro.it

austria.info: Ein schönes Instrument haben Sie da.

Bernardini: Ja, das ist eine Oboe vom Ende des 18. Jahrhunderts.

austria.info: Wie viel bezahlt man dafür?

Bernardini: Im Vergleich zu alten Geigen sind historische Holzblasinstrumente spottbillig. Eine Oboe wie diese bekommen Sie um fünf- bis zehntausend Euro. Allerdings müssen Sie vorsichtig damit umgehen. Sie dürfen das Instrument auf keinen Fall zu oft spielen.

austria.info: Warum nicht?

Bernardini: Die Feuchtigkeit schädigt das Holz, vor allem, wenn die Oboe schon zwei- bis dreihundert Jahre alt ist. Aus diesem Grund spielen wir auch häufig mit Kopien.

austria.info: Was unterscheidet eine historische Oboe von einem heutigen Instrument?

Bernardini: Heutige Konzertoboen haben ungefähr 22 Klappen, diese hier hat nur zwei. Das passt besser zur Musik Mozarts und Beethovens, finde ich, diese Komponisten haben für genau diese Art von Oboen komponiert. Deshalb gebe ich historischen Instrumenten den Vorzug.

  • styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner styriarte auf Schloss Eggenberg, Graz, Alfredo Bernardini © Unesco Welterbe Schloss Eggenberg, Graz, Austria / Christof Wagner

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styriarte

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