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      Kochen mit Kräutern

      Lech Zürs Tourismus GmbH / Daniel Zangerl
      Lech Zürs am Arlberg

    Rezepte zum Nachkochen

    “Was soll ich heute schon wieder kochen?” - eine der Fragen, die während der Zeit daheim wohl am schwierigsten zu beantworten ist. Darum haben wir ein paar einfache Rezepte für euch, die den Duft und Geschmack von Österreich ins Haus bringen.

    Kochschürzen umbinden und los geht’s mit einfachen Rezepten zum Backen und Nachkochen aus der österreichischen Küche. Mit wenigen Zutaten aber viel Liebe gelingt’s im Nu. Und während die Speisen im Rohr vor sich hin brutzeln, unterhalten wir euch mit tollen Geschichten – vom “Knödelkosmos” bis hin zur “Wiener Tortenschlacht”. #austrianhomestories

    In fünf Schritten zum Genuss

    Rezept Sachertorte

    Mit diesem Rezept schmeckt und gelingt die Sachertorte wie das Original aus Wien. 

    Zutaten: 7 Eidotter, 150 g weiche Butter, 125 g Staubzucker, 200 g dunkle Schokolade, 1 Pkg. Vanillezucker, 7 Eiklar, 125 g Kristallzucker, 1 Prise Salz, 150 g Mehl, Butter und Mehl für die Form, 150 – 200 g Marillenmarmelade zum Bestreichen, Schlagobers für die Garnitur. 

    Für die Schokoladeglasur: 200 g dunkle Kuvertüre oder Kochschokolade, 250 g Zucker 150 – 170 ml Wasser 

    Backzeit: ca. 1 Stunde

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    Sachertorte

    Sachertorte

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Während die Torte im Ofen vor sich hin bäckt, ist genug Zeit, um den Tortenkrimi zu erzählen, der sich in Wien zugetragen hat.  

    Wiener Tortenschlacht um Original Sachertorte  

    Am Anfang der Geschichte stand Franz Sacher, ein junger Mann im zweiten Lehrjahr am Hofe des Fürsten Metternichs, der im Jahr 1832 - statt seines plötzlich erkrankten Küchenchefs - unerwartet den süßen Abschluss für ein abendliches Fest herbeizaubern sollte.  

    Also vermischte der pfiffige Lehrling Mehl, Butter, Zucker, Eier und Schokolade zu einem kompakten Teig, bestrich ihn nach dem Backen mit warmer Marmelade und überzog alles mit flüssiger Schokolade. So simpel – und so erfolgreich bei Metternichs Gästen.  

    Nach diesem Vorbild wurden in ganz Wien Schokotorten à la Sacher gebacken. Auch beim k. u. k. Hofzuckerbäcker Demel, die Lehrstätte des jungen Eduard Sacher, wurde die „Original Sachertorte“ angeboten. Wie zu erwarten dauerte es nicht lange, bis das Haus Sacher Einspruch erhob und das Originalrezept für sich reklamierte. Damit kam ein jahrzehntelanger erbitterter Streit um das Urheberrecht ins Rollen. Schlussendlich ging dieser zugunsten der Sacherfamilie aus und die Fede wurde beigelegt. Heute unterscheiden sich die Torten der beiden Häuser durch die Marmeladebeschichtung: Während die Sachertorte zwei Schichten Marmelade hat (in der Mitte und unter der Kuvertüre), besitzt die Torte des Hauses Demel lediglich eine Marmeladenschicht unterhalb der Schokoladenkuvertüre.

    Innen flaumig, außen knusprig

    Rezept Kaiserschmarren

    Mit diesem Rezept gelingt der Kaiserschmarren, eine einfache Teigmasse aus Eiern, Mehl, Milch und ein wenig Zucker, ganz einfach. 

    Zutaten: 6 Eier, 350 – 400 ml Milch, 180 – 200 g glattes Mehl, 3 EL Rosinen, 1 Pkg. Vanillezucker, etwas abgeriebene Zitronenschale, Prise Salz, ca. 50 g Butter zum Backen, Staubzucker und Zimt zum Bestreuen. 

    Ein heißer Tipp: Kristallzucker und Butterflöckchen über den fertigen Kaiserschmarren streuen und im Backrohr karamellisieren lassen. 

    Garzeit: 8 – 10 Minuten

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    Kaiserschmarrn

    Kaiserschmarrn

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Den Kaiserschmarren am besten gleich mit der Pfanne auf den Tisch stellen und heiß servieren. Und wenn man schon so gemütlich zusammensitzt und den Schmarren genießt, könnte man gleich eine passende Geschichte zum Gericht erzählen. 

    Ein Schmarren für die Kaiserin    

    Kaiser Franz Joseph und die kaiserliche Familie verbrachten ihre Sommerfrische gerne in Bad Ischl in Oberösterreich. Eine Legende besagt, dass der k. u. k. Küchenchef etwas Neues, Leichtes für die Kaiserin Elisabeth kreieren wollte. Da er wusste, dass „Sisi“ Probleme mit den Zähnen hatte, bereitete er einen Schmarren zu. Er verfeinerte dabei den „Kaserschmarren“ aus Oberösterreich – ein einfaches Gericht aus Mehl, Milch und Eiern von Kasern (Sennern) – mit Rosinen und servierte ihn als Nachspeise. Der Kaiser verstand den Namen schlecht und meinte, der Koch habe ihm zu Ehren die neue Mehlspeise „Kaiserschmarren“ genannt.  

    Die Bezeichnung „Kaiser“ für Gerichte – wie z.B. Kaisersemmel – wurde im 19. Jahrhundert von österreichischen Köchen gewählt, wenn es galt, Speisen von besonderer Güte auszuzeichnen.

    Am Lieblingsplatz zuhause genießen

    Rezept Marmorgugelhupf

    Ein großzügig mit feinem Staubzucker berieseltes Stück Gugelhupf, vielleicht eine kleine Portion Schlagobers dazu und eine Tasse duftender Melange – das ist österreichische Mehlspeiskultur vom Feinsten!  

    Zutaten: 200 g Butter, 4 Eier, 400 g glattes Mehl, 250 ml Milch, 100 g Kristallzucker, 80 g Staubzucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 1 Pkg. Backpulver, 3 – 4 EL gesiebtes Kakaopulver, abgetriebene Zitronenschale 

    Backzeit: 50 – 55 Minuten

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    Marmorgugelhupf

    Marmorgugelhupf

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Gugelhupf: Ein Stück vom Glück    

    Das fröhliche Kuchenbacken ist erst ab dem Mittelalter nachweisbar, durch den Fund typischer Gugelhupfformen. Ab da ging die Karriere des luftigen Biskuit- und flaumigen Briochegugelhupf auch steil bergauf. Dass er so problemlos gestürzt werden kann, liegt an der schrägen Einkerbung der Form – und vor allem an dem Loch in deren Mitte. So kann die Hitze auch von innen vorbeistreichen und der Kuchen wird von allen Seiten her gleichmäßig gebacken. Dafür sorgt auch die kreisrunde Form, die als Symbol für die Sonne steht. Die Sonne ist nach altem Glauben das Sinnbild für Glück. Insofern ist ein Gugelhupf quasi pures „Glück zum Anbeißen“.

    Ein echter Kosmopolit

    Rezept Wiener Schnitzel

    Mit diesem Rezept gelingt das Original aus der Wiener Küche. 

    Zutaten: 4 Kalbsschnitzel zu je 150 – 180 g (ersatzweise auch Schwein oder Pute), 2 Eier, ca. 100 g griffiges Mehl, ca. 100 g Semmelbrösel, Salz, Pfeffer, reichlich Butterschmalz und/oder Pflanzenöl, Zitronenschreiben zum Garnieren 

    Garzeit: je nach Stärke und Fleisch 4 – 8 Minuten 

    Dazu serviert man Petersilkartoffeln, Reis, Kartoffelsalat oder gemischten Salat

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    Wiener Schnitzel

    Wiener Schnitzel

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Das Aushängeschild der Wiener Küche    

    Der Vorläufer des Wiener Schnitzels zählt zu jenen Gerichten, die ursprünglich repräsentative Zwecke erfüllten: Um einen gehobenen Lebensstil zu demonstrieren, belegten die Venezianer in der Renaissance Speisen – vor allem Süßwaren – mit Blattgold. Als die katholische Kirche diesen Ausschweifungen 1514 einen Riegel vorschieben wollte und das Vergolden von Speisen gesetzlich untersagte, besannen sich die italienischen Köche auf ein älteres, alternatives Zubereitungsverfahren: die goldgelbe Panier. 

    In Berührung mit Österreich kam das frittierte Fleischgericht angeblich um das Jahr 1857, und zwar durch den österreichischen Feldmarschall Radetzky. Der Legende nach hatte es ihm das „Costoletta alla milanese“ angetan und er importierte quasi höchstpersönlich die Rezeptur an die Donau. Die erste bekannte Erwähnung des Wiener Schnitzels in Österreich stammt allerdings schon aus dem Jahr 1831.

    Der Geschmack der Alpinen Küche

    Rezept Tiroler Knödel

    Mit diesem Rezept gelingen die Knödel einfach und schnell. 

    Zutaten: (für ca. 10 mittlere Knödel): 200 g Knödelbrot, ca. 200 ml Milch, 100 – 150 g Geselchtes und/oder deftige Wurst (Dauerwurst etc.), 3 Eier, 2 Jungzwiebeln oder 1 kleine Zwiebel, Butter oder Schmalz zum Anschwitzen, 2 EL frisch gehackte Petersilie, 2 – 3 EL Mehl, Salz, Pfeffer, Prise Muskatnuss 

    Für die Garnitur: Geschmolzene Butter, gehackte Petersilie 

    Garzeit: 8 – 20 Minuten 

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    Tiroler Knödel

    Tiroler Knödel

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Österreichischer Knödelkosmos  

    Woher der Knödel eigentlich stammt, darüber scheiden sich die Geister. Die Südtiroler verweisen auf die erste bildliche Knödel-Darstellung auf einem Fresko in der Burgkapelle von Hocheppan aus dem 13. Jahrhundert. Es zeigt die nach der Geburt Jesu sichtlich erschöpfte Maria, die sich im Liegen einer Frau zuwendet, die aus einer Pfanne über offenem Feuer mit einem langen Löffel einen dampfenden Knödel heraushebt. 

    „Sicher nicht!“, tönt es da jedoch kämpferisch von der oberösterreichischen Knödelfront. Aus kunsthistorischer Sicht mögen die Südtiroler vielleicht die Nase vorne haben in Sachen Knödel - der älteste „Urknödel“ wurde jedoch am Mondsee in einem jungsteinzeitlichen Pfahlbaudorf gefunden. Bereits vor mehr als 4.000 Jahren schätzte man dort also offenbar schon den Genuss der köstlichen Teigbällchen und sicherte Oberösterreich somit eindeutig das Copyright als das „Knödelland“ schlechthin.

    Das Herzstück der Wiener Küche

    Rezept Tafelspitz

    Gutes Rindfleisch, ein wenig Gemüse, aromatische Gewürze und reichlich Wasser zum Kochen – das sind die nötigen Zutaten dafür. 

    Zutaten: ca. 1,5 kg Tafelspitz (oder anderes gutes Rindfleisch zum Kochen, wie etwa Hieferscherzel, Kruspel- oder Kavalierspitz), Rindsknochen nach Belieben, 1 Bund Wurzelgemüse, ½ Lauchstange, 1 große Zwiebel mit Schale, 1 – 2 Lorbeerblätter, einige Pfefferkörner, Salz 

    Zum Anrichten für die Suppe: Suppeneinladen wie Grießnockerln oder Frittaten, frisch gehackter Schnittlauch 

    Als Beilage passen Rösterdapfel, Semmelkren, Dillfisolen oder Cremespinat und Schnittlauchsauce.

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    Tafelspitz

    Tafelspitz

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Tafelspitz und Kaisertafel    

    Kaiser Franz Joseph liebte Tafelspitz und aß ihn fast täglich – und mit ihm das ganze Kaiserreich! Eine Spezialität, die aufgrund der Popularität dieses Gerichts auch Österreichs einzigartige Vielfalt bei den Suppeneinlagen mit sich brachte. Auch Beilagen wie Rösterdäpfel, Dillfisolen, Cremespinat, Schnittlauchsauce und Semmelkren gab es in Hülle und Fülle. 

    Den Gästen, die die Ehre hatten, an der kaiserlichen Tafel zu speisen, nützte diese Opulenz recht wenig. Das Hofzeremoniell sah nämlich vor, dass das Mahl beendet war, sobald der Kaiser sein Besteck aus der Hand legte. Da diesem als Erstem serviert wurde und er deswegen bald fertig war, blieb der Großteil der Beamten und Offiziere oft hungrig zurück. Die legendäre Patronne, Anna Sacher, verlegte die inoffizielle kaiserliche Tafel einfach ins nahegelegene Hotel Sacher und tröstete die leeren Mägen dann mit einem rund um die Uhr vor sich hin köchelnden saftigen Tafelspitz.

    Knöpfle aus Vorarlberg

    Rezept Vorarlberger Kässpätzle

    Zwischen Knöpfle, Spätzle und Nockerln gibt es feine Unterschiede. Die Knöpfle sehen aus wie kleine Tupfen und sind kugelrund, die Spätzle dagegen streifenartig. Der Teig wird mit einem Spätzlehobel sanft ins Wasser gerieben. Im Gegensatz zum Nockerlteig, der mit einem Kaffeelöffel gestochen und vom Brett geschnitten wird.

    Zutaten: 5 Eier, 500 g griffiges Mehl, 1/8 l Wasser, Prise Salz, Muskatnuss, 100 g Vorarlberger Bergkäse, 100 g Vorarlberger Alpkäse (alternativ Emmentaler), 100 g Vorarlberger Räßkäse, 1 Gemüsezwiebel, geschält und in Scheiben geschnitten, 150 g Butter

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    Kässpätzle in Gebse

    Kässpätzle in Gebse

    Vorarlberg Tourismus / Michael Gunz

    Kochvideos: Nachkochen leicht gemacht.

    • Frittatensuppe

      Frittatensuppe

      Frittatensuppe

      ÖW/AMA / Christian Kremser
      Hotel Restaurant am Hochfuchs
    • Gulasch

      Fiakergulasch

      Fiakergulasch

      Österreich Werbung / Wolfgang Schardt
    • Marillenknödel

      Wachauer Marillenknödel

      Wachauer Marillenknödel

      Österreich Werbung / Wolfgang Schardt
    • Apfelstudel

      Apfelstrudel

      Apfelstrudel

      Österreich Werbung / Wolfgang Schardt
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