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    • Martin Mathies mit dem Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    „Mir ist wichtig, dass das Leben einen Sinn hat. Und den habe ich mit meinen Montafoner Steinschafen gefunden.“

    Martin Mathies hat sich der Schafzucht verschrieben – sein Ziel ist ganz klar: die vom Aussterben bedrohte Rasse zu retten. 

    "Ich bin stolzer Montafoner und da es eine Rasse aus unserem Heimattal ist, gibt es mir den Ansporn diese Rasse auch zu züchten. Das ist mir ganz, ganz wichtig.”

    Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    Das Steinschaf erobert das Montafon zurück

    Eigentlich ist dieses hübsche, etwa 70 cm hohe Tier recht robust und widerstandsfähig, ja sogar bemerkenswert anspruchslos. Mit rauem Wetter kommt es ebenso gut zurecht, wie mit wenig Futter. Heu, Wasser und Brot stehen auf dem Speiseplan. Als kleine Belohnung gibt es für die handzahmen Tiere hin und wieder etwas Kleie. “Jetzt in der Winterzeit müssen wir zwei Mal am Tag in den Stall zum Füttern. Die Schafe bekommen nur reinstes Bergheu, das wir selbst im Sommer ernten”, so Mathies. Mehr braucht das Montafoner Steinschaf, das es in allen Naturfarben, von weiß, über gefleckt bis hin zu schwarz gibt, nicht zu seinem Glück. Und trotzdem wäre es fast ausgestorben, weil es andere Rassen gibt, die für die Fleischproduktion besser geeignet sind. Ein Jammer, wenn man bedenkt, dass es neben dem Montafoner Braunvieh die einzige Tierrasse ist, die aus dem Vorarlberger Montafon stammt. So gründeten der gelernte Gartengestalter mit seinem Kollegen Peter Kasper 2011 die Initiative „Montafoner Steinschaf“.

    Martin Mathies mit dem Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    Wie sehr ihm die Tiere am Herzen liegen, betont Mathies immer wieder: “Mit einer besonderen Nutztierrasse, die vom Aussterben bedroht ist, zu arbeiten, ist für mich etwas ganz Besonderes."

    Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    Das Montafoner Steinschaf

    Das Montafoner Steinschaf gilt als eigenständige Rasse des Montafons, die hochgefährdet und vom Aussterben bedroht ist. Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es sie nur noch vereinzelt. Und da nach dem Zweiten Weltkrieg die landwirtschaftliche Produktion auch im Montafon immer mehr auf Rinder- und Schweinefleisch umgestellt wurde, wurde das Steinschaf durch größere und mastfähigere Rassen verdrängt. Die Tiere sind relativ klein und leicht, besitzen einen natürlichen, wildtierartigen Körperbau. Sie zeichnen sich durch gute Berggängigkeit aus – früher wurden sie den Sommer über auf den Hochalpen gehalten und im Winter unter einfachsten Bedingungen mit Magerheu gefüttert. Dadurch entwickelte sich das Montafoner Steinschaf zu einem anspruchslosen, widerstandsfähigen und robusten Tier. 

    Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    Die Initiative “Montafoner Steinschaf”

    Martin Mathies und Peter Kasper gründeten die Initiative „Montafoner Steinschaf“ im Jahr 2011 und schafften es, weitere Landwirte für die Rasse zu begeistern.

    Inzwischen gibt es ca. 15 Züchter und etwa 400 Tiere in Vorarlberg, davon 150 bis 200 im Montafon. 

    Das Ziel ist, gemeinsam mit Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus und der Talschaft Montafon einen Weg zu finden, dieser besonderen heimischen Schafrasse das Überleben, speziell im Heimattal Montafon, zu sichern. 

    Übrigens ist es möglich, sich ein bisschen Montafoner Steinschaf-Flair ins eigene Zuhause zu holen: Auf der Website zur Initiative Montafoner Steinschaf kann man Filz- und Woll-Produkte kaufen.

    Montafoner Steinschafe / St. Gallenkirch
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    Nachhaltige Produkte aus Qualitätswolle

    Mathies Schafe werden im Frühjahr und im Herbst geschoren. Aus der daraus gewonnenen Wolle entwickeln und produzieren Martin Mathies und Peter Kasper zahlreiche Produkte, rund 20 haben sie derzeit im Sortiment. Das Angebot variiert laufend – von Schuhen bis hin zu Taschen, Fellen und Teppichen oder Fleisch – und sogar Tierpatenschaften kann man übernehmen.

    Dass man auf sein Produkt manchmal etwas länger warten muss, stört die Kundschaft nicht – denn sie weiß, dass sie in ein nachhaltiges Produkt investiert. 

    Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    “Im Leben ist mir wichtig, dass es, meiner Meinung nach, einen Sinn hat und ich habe meinen Sinn gefunden – mit meinen Montafoner Steinschafen. Man kann so viel mit diesen Tieren erleben, das ist ganz etwas Besonderes. Jeder Tag ist nicht der gleiche wie der nächste und das ist sehr spannend.” 

    Martin Mathies mit dem Montafoner Steinschaf / St. Gallenkirch
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    Das Zuhause von Martin Mathies

    Das Montafon erkunden

    Das Montafon ist ein Tal: eine Senke zwischen Bergen, von Gletschern geformt, nach hinten ansteigend. Doch das Montafon ist dabei vor allem eines: einzigartig. Denn zwischen den schroffen Gipfeln der umgebenden Alpen konzentrieren sich lebendiges Dorfleben, kulturgeschichtliche Attraktionen und authentisches Brauchtum. Natürlich haben auch Gastfreundschaft und Lebensfreude hier ihre Heimat.

    Alles über das Montafon finden Sie hier
    Montafon
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