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Gustav Mahler – Stationen seines Lebens

Ob Höllengebirge, Attersee oder Wörther See – Gustav Mahlers Werke sind tief mit österreichischen Landschaften verbunden. Und die Landschaften mit Mahlers Musik.

Grab Gustav Mahlers am Grinzinger Friedhof © Österreich Werbung

Mahler und Wien
Als Fünfzehnjähriger kommt Gustav Mahler nach Wien und besucht das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, wo er seine Ausbildung „förmlich in Sprüngen“ absolviert, wie ein Mitschüler bewundernd feststellt. In den Musikverein kehrt Mahler erst wieder als Leiter der Wiener Philharmoniker zurück, eine Stellung, die er 1901 aufgibt.

Während seiner Zeit als Hofoperndirektor wohnt Mahler in dem vom Jugendstilarchitekten Otto Wagner errichteten Haus Auenbruggergasse 2 im 3. Bezirk. Mahler lernt Alma Schindler im Salon der Mäzenatin und Kunstkritikerin Berta Zuckerkandl kennen und schon wenige Monate nach ihrer ersten Begegnung heiraten die beiden in der Karlskirche.

Mahler liebt es, täglich dreimal in sehr raschem Tempo um das Belvedere oder über die Ringstraße zu gehen. Dabei wird er von Alma begleitet, die sogar noch als Hochschwangere mit ihm Schritt halten muss. Mahler leitet in dem von Joseph Olbrich erbauten Secessionsgebäude Konzerte und wird von Gustav Klimt auf dem berühmten Beethovenfries als Ritter in goldener Rüstung dargestellt.

Seine letzte Ruhe fand Gustav Mahler – wie übrigens auch seine Frau Alma und deren Tochter Manon Gropius – am Grinzinger Friedhof im 19. Wiener Gemeindebezirk. Sein Grab ist auch heute noch Anziehungspunkt für Musikfreunde aus Nah und Fern.


Urlaubsdomizile abseits des Trubels
Mahler war extrem lärmempfindlich, weshalb er Urlaubsdomizile in großer Abgeschiedenheit weitab vom geschäftigen Trubel Wiens bevorzugte. Das erste dieser Domizile befand sich in Steinbach am Attersee, wo Mahler in den Sommermonaten der Jahre 1893 bis 1896 im „Gasthof zum Höllengebirge“ (heute Föttinger) residierte. Trotz des beschaulichen Lebens wurde der Lärmpegel im Gasthof durch einkehrende Wanderer zu hoch. Also beschloss Mahler bereits im ersten Sommer am Attersee, direkt am Ufer ein eigenes Komponierhäuschen errichten zu lassen.

Nach einigen Sommern im Ausseerland bezog Mahler im Juni 1901 die „Villa Mahler“ in Maiernigg bei Klagenfurt mit Blick auf den Wörthersee. Hier ließ Mahler nach dem Atterseer Vorbild im Wald nahe der Villa ein Komponierhäuschen erbauen, in dem heute ein kleines Museum untergebracht ist.

Alma Mahler machte sich 1908 auf die Suche nach einer neuen Sommerresidenz und wurde in Alt-Schluderbach bei Toblach in den Sextener Dolomiten fündig. In einem eigens errichteten Rückzugs-Häuschen komponierte Mahler „Das Lied von der Erde“, die neunte Symphonie sowie das Fragment der zehnten Symphonie.

Mahler-Stätten