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Burg Hochosterwitz

Die Burg Hochosterwitz thront auf einem 150 Meter hohen Kalksteinfelsen in der Gemeinde St. Georgen am Längsee. Auf einem gewundenen Weg gelangt man durch 14 historische Burgtore zur Hauptburg, die Einblick in die Geschichte dieser faszinierenden Wehranlage gibt.

Burg Hochosterwitz © Österreich Werbung / Trumler
In einer Schenkungsurkunde König Ludwig des Deutschen aus dem Jahr 860 erstmals urkundlich erwähnt, war die Burg bis Mitte des 12. Jahrhunderts im Besitz des Erzbistums Salzburg. Im Jahr 1571 erwarb Georg Khevenhüller die Burg und ließ sie zu jener imposanten und uneinnehmbaren Festung ausbauen, wie sie auch heute noch zu sehen ist.

Eine Besonderheit von Hochosterwitz sind die Befestigungsanlagen mit 14 Toren entlang des in mehreren Windungen angelegten Burgweges, der in mäßiger Steigung tiefe Schluchten überbrückt oder sich zu Waffenplätzen erweitert, bevor er die eigentliche Burg erreicht. Ein zweiter Weg, der sogenannte "Narrensteig", führt über den steilen, felsigen Westhang zur Burg.

In der Anlage finden sich sowohl eine mittelalterliche als auch eine Festung im neuzeitlichen Sinn. Eine Urkunde aus dem Jahr 1388 erwähnt die ursprüngliche Bauform, bestehend aus einem quadratischen Turm oder Bergfried, die daran anschließenden Wohnräume, die kleine Burgkapelle und Schutzmauern mit Zinnen und Scharten.

Der eigentliche Kern der Anlage ist die Hochburg, deren ältester Teil aus der Zeit um 1540 stammt. Spätere Zubauten umfassen den Laubengang, den Burghof mit Ziehbrunnen und die mit Deckenfresken und Wandmalereien ausgestattete Burgkapelle. In den Räumlichkeiten der Hochburg sind die Rüstkammer, die Waffensammlung und die Bildersammlung aus der Renaissancezeit zu besichtigen. Mittelalterliche Handwerkkunst wird noch heute in der zur Burg gehörenden Schmiede und Zimmerei gepflegt.

Burg Hochosterwitz