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Anton Bruckner

Geb.: 4. September 1824 in Ansfelden bei Linz Gest.: 11. Oktober 1896 in Wien „Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“

Anton Bruckner - Noten © Österreich Werbung/Trumler

Josef Anton Bruckner war der Sohn des Dorflehrers von Ansfelden. Da Lehrer damals auch als Kirchenorganisten und Tanzgeiger verpflichtet waren, kam Bruckner schon früh mit Musik in Berührung. Er lernte Violine, Klavier und Orgel und mit zehn Jahren schon arbeitete er als Aushilfsorganist. Mit zwölf, nach dem Tod des Vaters, wurde er Sängerknabe im nahen Stift Sankt Florian. Das Geld für die Schule und den Musikunterricht „ersang“ er sich im Chor.

Vor seiner Karriere als Musiker wird Bruckner zunächst Lehrer. Allerdings wird er strafversetzt, weil er für das Komponieren und das Improvisieren auf der Orgel seine Pflichten als Lehrer vernachlässigt. Seine musikalische Weiterbildung hingegen betreibt er über gut 30 Jahre mit enormem Eifer.

1868 gelingt ihm der Sprung nach Wien, seine Karriere beginnt. Er komponiert erfolgreich, lehrt am berühmten Konservatorium und feiert wahre Triumphe als Orgelvirtuose – besonders seine Fähigkeit zur Improvisation ist legendär. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch der Symphonie, und hier kämpft er lange vergeblich um Anerkennung: Beethovens Werke gelten damals als unübertreffbar, die Gattung als abgeschlossen. Zudem nehmen die Wiener Kritiker Bruckner seine Freundschaft zu Richard Wagner übel. Sie missverstehen seine Musik als wagnerianisch und bekämpfen sie polemisch. Mitunter verweigern die Wiener Philharmoniker Bruckners lange, technisch schwierige Kompositionen als unspielbaren Unsinn. Bei der Uraufführung der 3. Symphonie verlässt das Publikum noch während der Vorstellung den Saal. Nur wenige Bewunderer, darunter Gustav Mahler, sind begeistert.

Erst acht Jahre vor seinem Tod gelingt ihm mit der 7. Symphonie der ersehnte große Durchbruch – bezeichnenderweise in Leipzig.
Als Mensch liefert der sehr fromme, bescheidene Bruckner reichlich Stoff für skurrile Anekdoten, etwa über seinen Zählzwang oder seine späten Heiratsanträge an viel zu junge Frauen.

Als Musiker zählt er zu den großen Erneuerern, ist richtungweisend bis weit ins 20. Jahrhundert.
Anton Bruckner liegt – seinem Testament entsprechend – unter der Orgel der Stiftskirche von Sankt Florian begraben.

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