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Joseph Haydn

Geb.: 31. März 1732 in Rohrau bei Eisenstadt
Gest.: 31. Mai 1809 in Wien

„Da mir Gott ein fröhlich Herz gegeben hat, so wird er mir schon verzeihen, wenn ich ihm fröhlich diene.“

Franz Joseph Haydn war der Sohn eines Wagners. Sein musikalisches Talent wurde früh bemerkt und gefördert.

1740 reiste Georg von Reutter, der Musikdirektor des Wiener Stephansdoms, auf Talentsuche durch die Provinz. Er entdeckte Haydn und brachte ihn als Sänger in den Domchor. Dort wurde er schlecht behandelt und musste mitunter sogar hungern, wurde jedoch gut ausgebildet. Als er in den Stimmbruch kam, entließ man ihn.

Schwierige Jahre folgten, in denen er etwa als Geiger, Musiklehrer oder Kammerdiener eines Komponisten von Gelegenheitsarbeiten lebte. Dennoch trieb er seine Ausbildung voran und komponierte. Er arbeitete sich beharrlich nach oben und kam schließlich an den Hof des Fürsten Esterhazy, wo er 1766 Kapellmeister wurde. Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy de Galantha „der Prachtliebende“ unterhält ein eigenes Orchester, in dem er mit Begeisterung auch selbst dilettiert. Dreißig glückliche Jahre lang komponiert Haydn für diesen Klangkörper, reist als livrierter Diener mit dem fürstlichen Tross und bewältigt als Kapellmeister ein enormes Arbeitspensum.

Die erhaltenen Portraits des kleinen, pockennarbigen Genies dürften stark geschönt sein. Er besticht jedoch mit seiner optimistischen Warmherzigkeit und einem schelmischen Humor. Haydn ist tief religiös. Seine Ehe mit einer zänkischen, unmusikalischen Friseurstochter steht unter keinem guten Stern, dafür hat er eine Liebesbeziehung zu einer Sängerin am Hof. Haydn ist gut mit Wolfgang Amadeus Mozart befreundet, die beiden spielen gerne gemeinsam Streichquartette.

1790 stirbt der schillernde Fürst Nikolaus und hinterlässt monströse Schulden. Sein unmusikalischer Nachfolger löst das Orchester auf und entlässt Haydn in die Pension. Es folgen zwei überaus lukrative und erfolgreiche Konzertreisen nach London, man versucht ihn dort zu halten, was er auch ernsthaft erwägt.

Im musikalischen Umbruch nach dem Hochbarock ist das Werk des „Vaters der Klassischen Sinfonie und des Streichquartetts“ wegweisend, besonders seine Sonaten sind hochgradig innovativ. Dass ab 1802 Krankheit und Alter seinem ungebrochenen, innigen Schaffensdrang Einhalt gebieten, dürfte ihn schwer getroffen haben.

Haydn stirbt kurz nach einem napoleonischen Kanonenangriff an „allgemeiner Entkräftung“. Auf seiner Gedenkfeier erklingt das Requiem seines Freundes Mozart.


Weitere Infos zu Joseph Haydn
Schloss Esterházy

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