
Die Hauptakteure in seinem "Theater der Genüsse" sind rot, gelb oder grün und schmecken nach Bananen, Melone oder Zuckerrübe. Sie tragen exotische Namen wie "Bulgarischer Triumph", "Rose vom Libanon" oder "Schlesische Himbeere" und wuchern in Hülle und Fülle auf seinen Feldern am Rande des Neusiedlersees in Frauenkirchen. Die Rede ist von Tomaten. Ein wunderbares Gemüse, wie Erich Stekovics meint, und "kein Wunder, dass es in Österreich 'Paradeiser', das sich vom Wort Paradiesapfel herleitet, genannt wird."
Alte Paradeisersorten
Die besondere Liebe von Erich Stekovics gilt alten Paradeisersorten. "Die ersten Tomaten wurden 1498 von Christoph Columbus aus Südamerika nach Europa gebracht", erzählt Stekovics. Das, was heute in Supermärkten verkauft wird, erinnert seiner Meinung nach allerdings nur noch optisch an Tomaten. Die unglaubliche Aromen-Vielfalt der Pflanzen ist bei der !industriellen" Zucht im Glashaus abhandengekommen. Auf der Suche nach dem verloren gegangenen Geschmack sammelt Stekovics seit 2002 auf der ganzen Welt Tomatensamen - und züchtet heute, nach nur wenigen Jahren, die unvorstellbare Menge von über 3200 alten Sorten. Damit besitzt Stekovics die weltweit größte kultivierte Sammlung an Tomatensamen!
Führungen über die Felder
Wie unglaublich lecker die Tomaten-Raritäten schmecken, kann jeder vor Ort verkosten. Der "Kaiser der Paradeiser" führt im Sommer von Juli bis September jeden Tag Besuchergruppen in einer dreistündigen Führung über seine Felder. Immer wieder greift der Genuss-Bauer dabei in die Tomatensträucher, schneidet die Paradeiser halb durch und erzählt etwas zur Geschichte, zur Verwendung oder zum Geschmack. So erfahren Gourmets und Hobbygärtner beispielsweise, dass man aus "Black Plum", die nach Zwetschken schmeckt, das beste Sugo machen kann, dass die schönste Tomate, die "Russische Reisetomate" in Wahrheit aus Guatemala stammt und bei der Sorte "Dattelwein" zwei unterschiedlich geformte Früchte auf einer Rispe wachsen. Auch seine persönlichen Vorlieben macht Stekovics klar: "Alle nicht-roten Sorten schmecken besser als die roten."
Besonders stolz ist er auf seine Tomaten-Pflanzen aus dem Himalaya und die "Gelbe Johannisbeere". Diese kleinste aller bekannten Tomaten trägt im Sommer pro Pflanze 6.000 Früchte. Ihre Samen werden seit 1.400 Jahren nur von Züchter zu Züchter weitergegeben.
Entdecken Sie hier das Geheimnis von Erich Stekovics' Paradeisern
Kontakt:
Erich Stekovics
Schäferhof 13
7132 Frauenkirchen
Tel.: +43 2172 22690
Öffnungszeiten Hofladen: 1. Mai bis 15. November: Mo.-Fr. 10 bis 17 Uhr
16. November bis 30. April: Mi. + Fr. 13 bis 17 Uhr, Sa. 10 bis 17 Uhr.
Führungen:
23.7.-6.9.2009, jeweils 16 Uhr
Dauer der Führung: ca. 3,5 Stunden
Die Führungen finden bei jedem Wetter statt.
Bequeme Schuhe werden empfohlen.
Die Mitnahme von Hunden durch die Kultur ist leider nicht möglich.
Kosten: 35 Euro pro Person
Kinder bis 14 Jahre frei
Ein Warengutschein im Wert von 15 Euro ist im Preis inbegriffen.
Anmeldung: unbedingt erforderlich!
Per E-Mail: office@stekovics.at
Per Fax oder Tel.: +43 2172 22690
Per Handy: +43 676 9660705
Pflanzenverkauf: im gesamten Mai
www.stekovics.at