
Die Wiener passten den Jodler dem städtischen Umfeld an und entwickelten daraus den „Wiener Dudler“, der in die Schrammelmusik einging.
Das Dudeln ähnelt dem ländlichen Jodeln: An Stelle des Textes treten Silben, die die Melodie tragen. Im Gegensatz zum Jodler findet das Dudeln allerdings nicht im Freien, sondern meist in geschlossenen Räumen statt, wie etwa beim traditionellen Wiener Heurigen.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der Jodler nur vokal gesungen wird, das Dudeln hingegen oft musikalisch von Instrumenten wie Klarinette, Gitarre oder Harmonika untermalt und begleitet wird. Viele Dudler sind zweistimmig, wobei oft eine Männerstimme mit einer Frauenstimme kombiniert wird.
Als letzte große Interpretin des Dudelns gilt die 2009 verstorbene Trude Mally, die die Tradition des Dudelns als Kind von ihrer Tante erlernte. Zu den jungen Künstlern, die die Tradition des Wiener Dudlers weiterführen, zählt beispielsweise die Wiener Sängerin Agnes Palmisano.
www.agnes-palmisano.at

Was urwienerisch klingt, muss nicht unbedingt in Wien entstanden sein - wie das Dudeln und die Schrammelmusik, die aus dem ländlichen Raum nach Wien gebracht wurden.
Wiener Lieder und Schrammelmusik