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Goiserer Schuhmacher

Was in Bad Goisern vor 140 Jahren mit der Erfindung des ersten technisch ausgereiften Bergschuhs begann, ist heute Inbegriff höchster Qualität. Und die Goiserer sind inzwischen sogar fürs Stadtleben tauglich.

Goiserer Schuhe © Leo Himsl
Noch heute erinnert das sogenannte Schusterloch im Gebirge über dem Kurort im Salzkammergut an ein Missgeschick: Ein Bergführer rutschte in dieses Schneeloch und musste sich, weil seine sperrigen Schuhe ihn mehr behinderten als ihm nützten, barfuß daraus befreien. Das war die Geburtsstunde der nach ihrem Entstehungsort benannten Goiserer. Denn der Mann war auch Schuhmacher und erfand, zurück in seiner Werkstatt, die legendäre Zwienaht. Der lederne Oberteil wird zweimal mit dem Sohlenboden des Schuhs vernäht. Das macht ihn robust, geschmeidig und stabil. Es war ein Jahrhundertwurf: Einzigartig in seiner Qualität, hielt der halbhohe, mit Eisennägeln beschlagene Schnürstiefel schon bald Einzug in die Jagdgarderobe. Und sogar Kaiserin Sisi trug ihn zum Bergsteigen.

Wer Goiserer besitzt, weiß, welches Vergnügen das für die Füße ist. Rudolf Steflitsch-Hackl erzeugte sie nach den Vorgaben ihres Erfinders, mit Werkzeug, das schon sein Vater und sein Großvater benutzte. Seit 2013 führt Sebastian Leitner den Betrieb. Der gebürtige Goiserer hat bei Steflitsch-Hackl gelernt und im Anschluss internationale Erfahrung in der Schuhentwicklung des alpinen Skirennsports gesammelt. Als Goiserer Schuhmachermeister, der Innovation und Tradition zusammenführt,  tritt er nun in die Fußstapfen seiner Vorgänger.


LINKTIPPS

Goiserer 
Heimat- und Landlermuseum Bad Goisern
Wanderung zur Goiserer Hütte