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Holzarchitektur in Vorarlberg

Was in der Baukultur anderer Länder edle Steine und handgemachte Ziegel sind, ist in Vorarlberg Holz. Im Bregenzerwald wird das Wissen um den jahrtausendealten Werkstoff bewahrt und zeitgemäß angewandt.

Bregenzerwaldhaus © Österreich Werbung/Wiesenhofer
Seine Schönheit zur Geltung zu bringen, ist nur ein Grund, warum sich so viele Handwerker, Baumeister und Architekten in Vorarlberg mit Herz und Hand diesem besonderen Material verschrieben haben. Sie alle fasziniert, dass Holz aus der Region die Antwort auf so viele drängende Fragen unseres Lebens ist – vom nachhaltigen Naturschutz bis zum wohlig-sinnlichen Wohngefühl: Holz entlastet die Umwelt und entschleunigt die Zeit. Es schafft ein gesundes Raumklima, ist feuchtigkeitsausgleichend und lädt sich elektrostatisch nicht auf. Es wächst nach, ist einfach zu gewinnen, ohne Rückstand zu entsorgen und spart Energie.

Dass Holz dazu auch haltbar ist und oft Jahrhunderte überdauert, hat mit der überlieferten Sorgfalt zu tun, mit der es ausgewählt, geschlagen, getrocknet und verbaut wird. So werden Dachschindeln aus wasserabweisendem Lärchenholz gemacht. Mit Tannenholz wird die Wetterseite verkleidet und mit Fichtenholz die Sonnenseite, während sich Zirbenholz für Terrassenböden eignet. Beim Schlagen des Holzes spielen Mondphasen eine ebenso wichtige Rolle wie die Jahreszeit.

Auf einer Holzkultur-Wanderung in Hittisau kann man den Spuren der handwerklichen Kunstfertigkeit mit Holz folgen: Der Bogen spannt sich vom Besuch eines Bregenzerwälder Bauernhauses bis zur Begehung der ältesten gedeckten Holzbrücke Vorarlbergs, führt weiter in einen modernisierten Gasthof und zum neu erbauten Feuerwehr- und Kulturhaus. Holz spielt dabei immer die Hauptrolle: Es ist schlicht, elegant, spektakulär und es riecht gut.

In der Holzwerkstatt von Markus Faißt werden mit Liebe, Engagement, Ernsthaftigkeit und höchstem Einsatz Möbel für das gute Leben gebaut – von Zürich bis Athen, von Washington bis Wien. Essen, Wohnen, Arbeiten, Schlafen – darauf konzentriert er sich und so hat er auch ein Bett entworfen, das ohne Metall und Klebstoff auskommt. Die einzelnen Teile sind mit "Schwalbenschwanz", einer einfachen wie raffinierten Zimmermannstechnik, verbunden.

In Andelsbuch hingegen ist der Werkraum Bregenzerwald entstanden, ein Kompetenzzentrum in Sachen Holz. Im werkraum depot, dem Schauraum in Schwarzenberg, sind neue Möbel und Objekte aus Holz ausgestellt. Besonders fasziniert ein verdübelter Brunnen aus Tanne in klarem Design: Die hölzernen Dübel quellen bei Kontakt mit Wasser auf und der Brunnen, der zugleich auch Badewanne sein kann, wird dicht. Entzückend sind die "Hölzler", traditionelle Schuhe, die man früher zur Arbeit am Hof trug. Mit langlockigem Ziegenfell als Oberleder bespannt, sind sie zum modischen Trend geworden.

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