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Schladminger Loden

Loden ist seit Jahrhunderten das Hightech-Produkt der alpinen Bevölkerung und ein zur nationalen Identität verdichteter Stoff. Nichts schützt so natürlich vor Regen, Kälte und Wind.

Schladminger Loden © Jörg Steiner

Der Perl-Loden, das unregelmäßig gesprenkelte hellgraue Tuch, war die passende Antwort einer Region auf die Herausforderungen von Gebirge und Witterung. Eingesetzt wurde diese Art von Loden zunächst bei Hosen: Reißfest und robust haben sie 1909 die Brüder Steiner bei der riskanten Erstbesteigung der Dachstein-Südwand, einer fast 1.000 Meter senkrecht abfallenden Felswand, vor den scharfen Steinkanten geschützt. Der Stoff zu dieser Pionier-Tat, mit dem später Expeditionen zu den höchsten Gipfeln der Welt ausgestattet wurden, kam aus der familieneigenen Lodenwalke. Der Ursprung des Schladminger Lodens geht auf die Lodenwalke in Ramsau-Rössing zurück, die bereits vor 500 Jahren erstmals in Betrieb genommen wurde, was die gleichnamige FirmaLodenwalker“ nebenbei zum ältesten Gewerbebetrieb der Steiermark macht – bereits erwähnt im Admonter Urbar aus dem Jahr 1434, dem Güterverzeichnis der Mönche. Und zwar hinsichtlich von „Loden, der in der Gegend in vorzüglicher Güte erzeugt wird“.

Ein echter Schladminger Rock - eine robuste Herrenjacke mit Hirschhorn-Knöpfen und den charakteristischen grünen Aufschlägen und Paspeln - ist eine gewichtige Sache: Bis zu drei Kilogramm ist er schwer. Die Wolle dazu stammt bis heute vom am Dachstein heimischen Bergschaf. Sie ist feuchtigkeitsabweisend, atmungsaktiv und wärmeisolierend, außerdem feuerresistent, sodass daraus auch Einsatzkleidung für die Feuerwehr entsteht.

LINKTIPPS:

Steiner 1888 Wollwelt
Loden-Steiner Schladming
Firma Lodenwalker