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Natureislaufplätze in Österreich

Wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken und die Eisdecke dick genug ist, bieten Österreichs Seen ein besonderes Eissport-Vergnügen inmitten malerischer Naturlandschaften.

Eislaufen © Weissensee
Foto: Weissensee
Der Kärntner Weissensee ist die größte beständig zufrierende und präparierte Natureisfläche Europas. Von Mitte Dezember bis Anfang März tummeln sich auf der bis zu 40 cm dicken Eisdecke nicht nur Eissportler, man begegnet auch Pferdeschlitten und Winterwanderern, die die einzigartige Kulisse genießen. Ein eigener Eismeister sorgt mit seinem Mitarbeiterteam für die Pflege von bis zu 25 km Eislaufbahnen, Eisstockbahnen und Eishockeyplätzen.

Auch der Rauschelesee im Seental Keutschach, der Brennsee in Feld am See oder der Längsee, ein naturbelassenes Kleinod, der Pressegger See, der Turracher See oder der Turnersee in der Nähe des Klopeiner Sees laden mit zahlreichen Attraktionen zum Eisvergnügen für die ganze Familie.

Wenn es im Winter auf dem  Lunzer See in Niederöstereich knistert und knirscht, haben Eisläufer Hochsaison: Über dem See in der für ihre Tiefsttemperaturen bekannten Region – einmal wurden nahe Lunz minus 47,1 Grad gemessen – breitet sich eine dicke Eisdecke aus, die das Gewässer in die größte Natureislauffläche Niederösterreichs verwandelt. Und im Winter gewährt der See tiefe Einblicke: Durch die spiegelglatte, wie gläsern erscheinende Eisdecke reicht das Auge bis an den Grund des Sees, wo sich Fische und andere Wasserbewohner tummeln.

Wenn es lang genug kalt ist, wird der Neusiedlersee im Burgenland zum größten Eislaufplatz Mitteleuropas. Auf einer Fläche von 320 Quadratkilometern wird auf dem Eis nicht nur Schlittschuh gelaufen, sondern auch gesegelt und gesurft. Trotzdem muss man nicht auf Bequemlichkeit verzichten: Alle Eisflächen sind von den Strandparkplätzen aus zu erreichen, und zum Anziehen der Eislaufschuhe gibt es Sitzbänke. Für Notfälle liegen Seile und Leitern am Rand des Sees bereit.

Vor der mächtigen Kulisse des Toten Gebirges in Oberösterreich gleiten die Schlittschuhläufer lautlos über den gefrorenen Almsee, in dem sich das Bergmassiv spiegelt, und lassen den Blick über die bizarre Winterlandschaft des Naturschutzgebiets schweifen. Wer sich nicht aufs Eis wagt, kann den See auch einfach bei einer stimmungsvollen Winterwanderung umrunden.

Im Salzburger Land führt der 4,5 Quadratkilometer große Zeller See aufs Glatteis. Häufig friert auch der Irrsee zu. Dann entsteht eine der größten Eislaufflächen Österreichs, auf der alle Arten von Eissport (Eislaufen, Eissegeln, Eisstockschießen, Wanderungen) möglich sind. Direkt außerhalb der historischen Stadtmauer von Radstadt lädt ein Natureislaufplatz zu Spiel und Spaß ein.

Eine Besonderheit für Eisläufer ist der Turracher See an der Grenze Kärnten/Steiermark: Aufgrund seiner Lage in 1.763 Metern Seehöhe ist die Wahrscheinlichkeit, dass er zufriert, sehr hoch.

In Tirol frieren die vielen kleinen Seen im Alpbachtal recht schnell zu und bieten spiegelblanke Eisflächen. Am Fuße der Lienzer Dolomiten bietet der Tristachersee eine romantische Winterkulisse für sanfte Natursportarten. Als kostenloser Zubringer dient der Skibus, der mehrmals täglich zum Hotel Tristacher See fährt. Zwischen Ried und Prutz im Tiroler Oberland liegt ein Badesee, auf dem Besucher dank Flutlichtanlage bis 23.00 Uhr auf Kufen gleiten können.
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