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Most: Durstlöscher für Geniesser

Most heisst der vergorene Obstsaft, nach dem in Niederösterreich eine ganze Region benannt ist – das Mostviertel. Einst ein eher rustikales Getränk, haben ambitionierte Erzeuger den Most längst auch für Feinschmecker interessant gemacht.

Mostbauer mit einem Krug Most und Speck

Wissenswertes zum Most
Was ist es überhaupt, das Kultgetränk Most, und wie schmeckt es? Allgemein versteht man darunter einen Obstwein aus vergorenem Apfel- oder Birnensaft. Der Most wird hier zu 70 bis 90 Prozent aus Birnen hergestellt, was ihm ganz spezielle Geschmacksaromen verleiht: von mild bis herb variieren die Nuancen. Am besten ist der Most in der Regel dann, wenn er leicht, aber nicht zu säuerlich schmeckt. So lässt er sich sowohl pur als auch mit Mineralwasser verdünnt wunderbar geniessen. Er ist natürlich, erfrischend und stellt aufgrund seines relativ geringen Alkoholgehalts von 4 bis 8 Prozent eine gute Alternative zum deutlich schwereren Wein dar. Und gesund ist er obendrein: reich an Vitamin C, Kalium, Calzium und Magnesium.

Moststrasse
Wie aber kann der Österreich-Besucher herausfinden, welcher Most am besten zu ihm passt – Speckbirne oder Pichlbirne, Dorschbirne oder Stieglbirne, Knollbirne oder Rosenhofbirne? Da gibt es nur eine Methode: probieren, probieren und noch einmal probieren. Am besten nimmt man dazu die rund 200 Kilometer lange Moststrasse, die quer durch das Land der Mostbirne führt. Ohne Hast schlängelt sie sich durch das hügelige Land, das durch seine Natur bezaubert und wie ein einziger, riesiger Garten wirkt. Der Weg führt von Mostbauern in typischen Vierkant-Bauernhöfen, die einem gern etwas über die Erzeugung ihres Getränks erzählen und ihre Produkte auch ab Hof anbieten, zu Heurigen und Wirtshäusern, wo sich Genuss und Gemütlichkeit erleben lassen. Apropos Gemütlichkeit: Beim ersten Schluck Most wünscht man seinem Gegenüber nach der Mostviertler Etikette "G’sundheit", worauf dieser erwidert: "Sollst leben" Und zwar sehr gut, versteht sich.
www.moststrasse.at

Mostviertel
Erstaunt sein darf man nicht nur über die Gastfreundschaft im Mostviertel, sondern auch über die Vielfalt der angebotenen Produkte. Neben den verschiedensten Mostsorten – darunter leichte Jungmoste als Durstlöscher – werden aus den Schätzen des grossen Obstgartens auch Mostschaumweine, Naturfruchtsäfte (hochwertiger Apfel- und Birnensaft, aber auch Apfel-Karotten- oder Apfel-Johannisbeere-Mischungen), Essig, Liköre und Edelbrände (etwa der Pielachtaler Dirndlbrand) hergestellt.
www.mostviertel.info

Das Pielachtal ist eine besonders schöne Region, in der aus den so genannten Dirndln (Kornelkirschen) Marmeladen, Gelées, Sirup und vieles mehr hergestellt wird. Kein Wunder, dass die vor der Ernte im Herbst leuchtend roten Früchte zum Symbol der Gegend wurden, stehen sie doch für den Reichtum, den die Natur den Menschen hier geschenkt hat. Es bietet sich an, die Schönheiten des Pielachtals zu Fuss zu erkunden und den Pielachtaler Pilgerweg zu gehen. Sollten die 90 Kilometer von der Maria Lourdes Kirche in St. Pölten nach Mariazell, für die drei Tage veranschlagt werden sollten, doch zu lang werden, lässt sich mit der Mariazellerbahn ein Stück des Weges abkürzen.
www.pielachtal.info

Übrigens: Guten Most und Artverwandtes findet man auch, das geben sogar die meisten Mostviertler zu, im Nachbarbundesland Oberösterreich, das in den letzten Jahren durch das Gütesiegel "Genuss-Region" ebenfalls einen gewaltigen Qualitätsschub erfahren hat.

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