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Heurigen & Buschenschenken

Einkehren wie im Wohnzimmer der Eigentümer. Gemütliche Buschenschenken laden mit guten Weinen und kulinarischen Köstlichkeiten zum Verweilen ein. Mit Witz und Charme werden dann auch gern Geschichten aufgetischt...

Jause: Ferien am Bauernhof
Nach einer langen Wanderung oder Velotour in eine gemütliche Buschenschenke einkehren und sich vom Wirt mit heimischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Die Geschichte der Buschenschenke reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Kaiser Josef II. schaffte durch eine Zirkularverordnung die rechtliche Grundlage für die Buschenschenke. Diese Verordnung erteilte jedermann die Erlaubnis, die von ihm selbst erzeugten Lebensmittel, Wein sowie Obstmost zu allen Jahreszeiten, wie, wann und zu welchem Preis er will, zu verkaufen oder auszuschenken. Als man sich Jahrhunderte später nicht mehr immer an die Verordnung hielt, wurde sie erneuert. Der Ausschank wurde nun anzeigepflichtig und musste von den Bezirksbehörden kontrolliert werden. Heute hat jedes Bundesland ein eigenes Buschenschenkegesetz, welches Öffnungszeiten, Namen und das Angebot regelt.

Das hervorragende kulinarische Angebot und die international ausgezeichneten Weine der Winzer haben Buschenschenke zu beliebten Ausflugszielen gemacht. Traditionell ist die Buschenschenke ein Betrieb, in dem ein Landwirt seine Erzeugnisse (Getränke und kalte Speisen) ausschenken und servieren darf. Der Name geht auf die althergebrachte Sitte zurück, einen Wacholderstrauss, den sogenannten "Buschen", während der Öffnungszeiten über den Eingang zu hängen. Nur Besitzer bzw. Pächter von Wein- oder Obstgärten dürfen eine Buschenschenke betreiben. Meldet der Betreiber zusätzlich ein „freies Gastgewerbe" an, darf er ohne Befähigungsnachweis bestimmte warme Produkte wie etwa grillierte Würstchen, Fleisch und Geflügel, Fleisch- und Wurstsalate sowie Flaschenbier und nichtalkoholische Getränke servieren. Jedoch darf der Betrieb dann den Namen „Buschenschenke" nicht mehr führen. Der Begriff 'Heuriger' bezeichnet sowohl die Buschenschenke, die den Wein ausschenkt als auch den Jungwein des Jahres.

Typische Speisen und Getränke
In der Buschenschenke dürfen ausschliesslich kalte Speisen und hausgemachte Mehlspeisen serviert werden. Das typische Buschenschenke-Gericht ist die „Brettljause". Sie besteht aus einem Aufschnitt (zum Beispiel Geselchtes, Schweinsbraten, Schinken, Trockenwürstel, Speck, Lendbratl, Selchwürstel) und Aufstrichen (etwa Verhackert, Leberstreichwurst, Grammelfett, Bratfett, Kürbiskernaufstrich) mit Kren und Schwarzbrot und wird auf einem Holzbrettl serviert. Der Bauer darf in der Buschenschenke Getränke anbieten, die aus eigener Produktion stammen bzw. von bäuerlichen Betrieben zugekauft werden. Dazu gehören insbesondere der "Heurige", Sturm, Traubenmost und Traubensaft, Obstwein und Obstmost sowie selbstgebrannte geistige Getränke.


Unter den angeführten Links entdecken Sie zahlreiche Heurigen/Buschenschenken in ganz Österreich:

Genussland Oberösterreich
Mostschänken Oberösterreich

Heurige Niederösterreich

Wiener Heurigen Kalender

Buschenschenken in der Steiermark

Heurige und Buschenschenken im Burgenland