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styriarte

Sommer für Sommer ruft Nikolaus Harnoncourt zur styriarte nach Graz. „Alte Meister neu interpretiert“ ist das Motto des Festivals, das die heutige Vielfalt an spannenden Zugängen zur alten Musik zwischen Mittelalter und Romantik widerspiegelt.

Styriarte © Graz Tourismus
Nikolaus Harnoncourt, styriarte © Graz Tourismus

Es ist der umtriebige Forschergeist, der Nikolaus Harnoncourt mit seinem Ururgrossvater Erzherzog Johann verbindet. Der eine legte mit seinen naturhistorischen Sammlungen die Grundlage für das Landesmuseum Joanneum in Graz, den anderen trieb die Entdeckerfreude zur Gründung des Concentus Musicus Wien, der unter Harnoncourts Leitung die Aufführungspraxis von Renaissance- und Barockmusik revolutionierte.

Harnoncourts künstlerischer Anspruch bildet auch den Massstab für die Aufführungen der 1985 in seiner Heimatstadt Graz ins Leben gerufenen styriarte. Seither ermöglichen die steirischen Festspiele für jeweils einen Sommer-Monat Begegnungen mit verloren gegangenen Sichtweisen unseres musikalischen Erbes und spiegeln die heutige Vielfalt an Zugängen zur Musik zwischen Mittelalter und Romantik wider.

Das prunkvolle kaiserliche Mausoleum, das Landhaus in Graz, einer der bedeutendsten Renaissancebauten nördlich der Alpen, Open-Air-Veranstaltungen in der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Grazer Altstadt und nicht zuletzt das imposante Schloss Eggenberg, dessen komplexes ikonographisches Programm selbst einer barocken Partitur gleicht, sind nur einige der Veranstaltungsorte. Einmal verlässt das Festival die steirische Landeshauptstadt, um in Stainz Station zu machen. Harnoncourt bewegt sich hier auf den Spuren seiner Geschichte, denn in Stainz war Erzherzog Johann nicht nur der erste gewählte Bürgermeister, hier hat das Geschlecht der Grafen von Meran ihren Sitz, dem auch Nikolaus Harnoncourts Mutter angehörte.

Neben dem von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Concentus Musicus Wien und dem Chamber Orchestra of Europe gehören die führenden Interpreten der Alten-Musik-Szene – etwa Jordi Savall, das Quatuor Mosaiques und Armonico Tributo Austria – zu den Stammgästen des Festivals. Hier wird ebenso konzentriert wie entspannt an den Werken grosser Meister gefeilt, wie sich jedes Jahr ein neugieriges Publikum einfindet, um die neuen Wege mitzugehen.

Standen zu Beginn einzelne Komponisten im Mittelpunkt, so stellte die styriarte seit 1992 ihr Programm in thematische Zusammenhänge. Eröffnet werden die Festspiele 2011 mit der halbszenischen Aufführung von Smetanas „Die verkaufte Braut“ unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

Termin: 22. Juni - 22. Juli 2012

Weitere Informationen:
styriarte


So klingt die styriarte:

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