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Paradeiser von Erich Stekovic

Durchschnittlich 300 Sonnentage pro Jahr machen die Region um den Neusiedlersee zu einem verlockenden Geheimtipp für Besucher aus aller Welt. Das milde Klima sorgt dafür, dass rund um den grössten Steppensee Mitteleuropas ein Schlaraffenland für Geniesser entstand. Der bekannteste Genuss-Produzent der Region heisst Erich Stekovics.

Paradeiser von Erich Stekovics © www.stekovics.at
Theater der Genüsse
Wenn Erich Stekovics über seine Felder geht, sieht man ihm die Begeisterung an. Immer wieder bückt er sich, greift sich eine Frucht und isst sie mit sichtlichem Genuss. Der Gourmet, der eigentlich Theologie studiert hatte, übernahm 1999 den kleinen Gemüsebaubetrieb seines Vaters. Heute zählt Stekovics zu den innovativsten und erfolgreichsten Landwirten des Burgenlandes.

Die Hauptakteure in seinem "Theater der Genüsse" sind rot, gelb oder grün und schmecken nach Bananen, Melone oder Zuckerrübe. Sie tragen exotische Namen wie "Bulgarischer Triumph", "Rose vom Libanon" oder "Schlesische Himbeere" und wuchern in Hülle und Fülle auf seinen Feldern am Rande des Neusiedlersees in Frauenkirchen. Die Rede ist von Tomaten. Ein wunderbares Gemüse, wie Erich Stekovics meint, und "kein Wunder, dass es in Österreich 'Paradeiser', das sich vom Wort Paradiesapfel herleitet, genannt wird."

Alte Paradeisersorten
Die besondere Liebe von Erich Stekovics gilt alten Paradeisersorten. "Die ersten Tomaten wurden 1498 von Christoph Columbus aus Südamerika nach Europa gebracht", erzählt Stekovics. Das, was heute in Supermärkten verkauft wird, erinnert seiner Meinung nach allerdings nur noch optisch an Tomaten. Die unglaubliche Aromen-Vielfalt der Pflanzen ist bei der !industriellen" Zucht im Glashaus abhandengekommen. Auf der Suche nach dem verloren gegangenen Geschmack sammelt Stekovics seit 2002 auf der ganzen Welt Tomatensamen - und züchtet heute, nach nur wenigen Jahren, die unvorstellbare Menge von über 3200 alten Sorten. Damit besitzt Stekovics die weltweit grösste kultivierte Sammlung an Tomatensamen!

Führungen über die Felder
Wie unglaublich lecker die Tomaten-Raritäten schmecken, kann jeder vor Ort verkosten. Der "Kaiser der Paradeiser" führt im Sommer von Juli bis September jeden Tag Besuchergruppen in einer dreistündigen Führung über seine Felder. Immer wieder greift der Genuss-Bauer dabei in die Tomatensträucher, schneidet die Paradeiser halb durch und erzählt etwas zur Geschichte, zur Verwendung oder zum Geschmack. So erfahren Gourmets und Hobbygärtner beispielsweise, dass man aus "Black Plum", die nach Zwetschken schmeckt, das beste Sugo machen kann, dass die schönste Tomate, die "Russische Reisetomate" in Wahrheit aus Guatemala stammt und bei der Sorte "Dattelwein" zwei unterschiedlich geformte Früchte auf einer Rispe wachsen. Auch seine persönlichen Vorlieben macht Stekovics klar: "Alle nicht-roten Sorten schmecken besser als die roten."

Besonders stolz ist er auf seine Tomaten-Pflanzen aus dem Himalaya und die "Gelbe Johannisbeere". Diese kleinste aller bekannten Tomaten trägt im Sommer pro Pflanze 6.000 Früchte. Ihre Samen werden seit 1.400 Jahren nur von Züchter zu Züchter weitergegeben.

Entdecken Sie hier das Geheimnis von Erich Stekovics' Paradeisern

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