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Osterbräuche & Ostermärkte

Seit 2.000 Jahren wird im Christentum das Osterfest und damit die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Ostern gehört zu den beweglichen Festen, der Ostersonntag ist immer der Sonntag, der dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang am 20. März folgt.

Osterhasen
Osterhasen
 © WienTourismus_Karl Thomas
© WienTourismus_Karl Thomas

Tirol: feurige Volltreffer in Zams, Landeck und Stanz
Das Glück für ein ganzes Jahr sichern sich die Bewohner der Gemeinden Zams, Landeck und Stanz mit einem fulminanten Brauchtum: Begleitet vom Spruch „Dia Scheiba, dia Scheiba, die will i iatzt treiba. Schmolz in d´r Pfonna, Kiachla in d´r Wonna. Pfluag in d´r Erd, dass dia Scheiba weit aussi geaht.“ schlagen sie glühende Holzscheiben ins Tal. Um dieses „Scheibenschlagen“ auszuüben, kommen die Einwohner der Gemeinden am ersten Fastensonntag, dem sogenannten „Kas-Sunti“, auf einer Anhöhe zusammen. Bei Einbruch der Dunkelheit bringen die Einwohner der Gemeinden fünf bis zehn Zentimeter grosse Holzscheiben in einem lodernden Feuer zum Glühen. Dann stossen sie die Scheiben mit einem Haselstock an und lassen sie wie Sternschnuppen durch den nächtlichen Himmel sausen. Wer anderen Menschen Glück wünschen möchte, widmet die Scheibe beispielsweise einer geliebten Person – und wer es weniger gut meint, kann auch eine „Schimpfscheibe“ verschiessen.
www.tirolwest.at

Osttirol: tierische Tradition in Virgen
Jedes Jahr am ersten Samstag nach Ostern hat ein Osttiroler Widder seinen grossen Auftritt: Mit Blumen und bunten Bändern geschmückt wird er beim „Widderzug“ in Virgen in einem Bittgang nach Obermauern geführt – hinter ihm eine grosse Menschenschar. Das gemeinsame Ziel der Prozession: die Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ in Obermauern, wo dem Widder zu Ehren ein feierlicher Gottesdienst stattfindet. Das Tier wird dreimal um den Altar geleitet und nach der Messe verlost. Der glückliche Gewinner darf den prächtigen Widder mit nach Hause nehmen. Der Erlös aus der Versteigerung des Widders, der jedes Jahr aus verschiedenen Ortsteilen von Virgen oder Prägraten stammt, kommt seit jeher der Wallfahrtskirche zugute. Die Tradition geht auf die Zeit des Dreissigjährigen Krieges zurück, als im Virgental die Pest herrschte und die Einwohner aus Dankbarkeit über die Erlösung von der Plage zur Wallfahrt nach Lavant aufbrachen – dort wurde der Widder feierlich geopfert.
www.virgen.at

SalzburgerLand: Ölberg- und Leiden-Christi-Singen
„Merkt auf Ihr Herrn und lasst euch sag´n, der Hammer hat 8 Uhr gschlag´n“ klingt es jedes Jahr am Gründonnerstag und Karfreitag durch Grossarl – und bis 4.00 Uhr früh wird so jede Stunde ausgerufen. Beim "Ölberg- und Leiden-Christi-Singen" halten Sänger zusammen mit ihren Zuhörern Nachtwache und erheben ihre Stimmen an unterschiedlichen Stationen im Ort, beginnend von der Kirche bis hinunter ins Dorf vor dem Gemeindeamt. Am Gründonnerstag singen die Bauern des Ortes vom Leiden Christi am Ölberg. Am Karfreitag sind es hingegen die „Dorfer“, also die Bürger Grossarls, die in ihrem Gesang über die Ereignisse nach dem Kreuzestod Jesu berichten und die Auferstehung verkünden.
www.grossarltal.info

Niederösterreich: Mostviertler „Godnküpfi“
Rund um Ostern feiern katholische Mostviertler den „Godntag“:  An diesem Tag kommen die Taufpaten – im Mostviertel „Godn“ genannt – zu Besuch und haben ein flaumiges Mitbringsel für die Kinder im Gepäck: das „Godnküpfi“. Hergestellt aus zartem Hefeteig, kunstvoll geflochten und zu einem grossen Kipferl geformt, ist die süsse Köstlichkeit fester Bestandteil des kulinarischen Brauchtums an den Osterfeiertagen. Das Brioche wird mit einer Münze gespickt, zusammen mit den Ostereiern überreicht und kommt am Ostersonntag neben dem traditionellen Osterschinken auf den Tisch.
www.mostviertel.info

Steiermark: Weihfeuertragen
Am Karsamstag, bevor die Osterspeisen geweiht werden, sind oststeirische Kinder bereits früh auf den Beinen. Als „Weihfeuerträger“ treffen sie einander mit sogenannten Gluttöpfen bei der Kirche, um ihren Zunder und die selbst gesammelten Baumschwämme mit dem geweihten Feuer zu entzünden. Danach heisst es schnell sein, denn es gilt, das Feuer als Erster von Haus zu Haus zu bringen. Der Brauch, das Weihfeuer zu überbringen, stammt aus jener Zeit, in der es noch keine Streichhölzer oder Feuerzeuge gab. Die Menschen konnten das Herdfeuer nicht ausgehen lassen, daher verwendeten sie eigene Gluttöpfe, damit das Feuer die ganze Nacht überdauerte. Nur einmal im Jahr, am Karfreitag, liess man das Feuer bewusst ausgehen. Am Karsamstag entzündeten die Oststeirer das Herdfeuer dann mit dem „geweihten Feuer“ aus der Pfarre. Aber nur die Burschen, die als Erster bei den Häusern eintrafen, erhielten besondere Gaben.
www.thermenland.at

Kärnten: Tresdorfer Kreuzziehen
Mit wenigen Worten, dafür mit umso mehr Emotion gehen alljährlich die Passionsspiele im Kärntner Tresdorf über die Bühne. In den Hauptrollen: Christus, Pilatus, Herodes, Simon von Cyrene, Judas und der Erzengel Gabriel. Die Laiendarsteller erzählen die Leidensgeschichte Christi aus der Sicht der bäuerlichen Menschen von damals. Die Aufführung beginnt am Gründonnerstag, wo sich alle Teilnehmer bei der „Krassnigmühle“ treffen. Von dort geht es weiter zum Ulrichs-Kirchl, das als höchster Punkt des Dorfes den Ölberg repräsentiert. Dorthin pilgert Jesus mit seinen drei Jüngern und wird von Judas verraten. Es kommt zur Festnahme durch die Häscher, Pilatus und Herodes führen ihn ab. Nach dem Urteil, der Geisselung und der Dornenkrönung bewegt sich die Gruppe wieder Richtung Ausgangspunkt. Am Karfreitag trägt Christus ein Holzkreuz und begibt sich mit seinem Begleitzug in die Kirche, wo er eine Viertelstunde betend verweilt. Die Passionsspiele gehen der Legende nach auf ein Gelübde zurück, wonach die Spiele das Dorf vor Hochwasser und Seuchen bewahren sollten. In ihrer Schlichtheit und stummen Gestik berühren sie jährlich zahlreiche Besucher.
www.rangersdorf.at

Burgenland: Stinatzer Ostereier bestaunen
Zu Ostern verschönern die Burgenländerinnen in Stinatz im südlichen Burgenland ihre Ostereier mit filigranen Gravierungen. Mit scharfen Messern und ruhigen Händen ritzen sie wunderschöne Muster in die bunt gefärbten Eier. Dafür wird die Schale mit besonderen Farben behandelt, die sie widerstandsfähiger macht. Diese alte Handwerkskunst stammt von den Kroaten in der Region und wird seit mehr als 100 Jahren weitergegeben. Ursprünglich verwendeten die Ostereier-Kratzerinnen meist rote, violette oder schwarz gefärbte Eier, die sie mit traditionellen Blumenornamenten oder religiösen Motiven verzierten. Heute darf es aber schon ein bisschen bunter und fantasievoller sein. Davon können sich Besucher gleich selbst überzeugen, wenn sie zu Ostern die kleinen Kunstwerke im Südburgenland bewundern.
www.suedburgenland.info

Ostermärkte
In vielen Orten laden Ostermärkte mit typischem Kunsthandwerk und österlichen Köstlichkeiten ein, ein Stück österreichische Kultur zu erleben.
Ostermärkte in Österreich