Marktraum am Naschmarkt, Außenansicht

Wiener Naschmarkt
Kulinarische Vielfalt trifft auf Jugendstil

Seit über 100 Jahren pulsiert der Wiener Naschmarkt zwischen Gewürzduft und Großstadtklang. Rund 120 Stände und Lokale machen ihn zum genussvollen Treffpunkt.

Schon im 18 Jahrhundert existierte am Ufer des Wienflusses ein Bauernmarkt, auf dem vorwiegend Milchprodukte gehandelt wurden. Von dieser ursprünglichen Nutzung des Areals als Milchmarkt leitet sich wohl auch der Name Naschmarkt ab. Denn das aus Eschenholz gefertigte Gefäß, in dem Milch transportiert wurde, wurde traditionell „Asch“ genannt.

Mit der Regulierung des Wienflusses zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt der Markt seine charakteristischen Jugendstilstände, die bis heute unter Denkmalschutz stehen. Schon damals fanden sich neben Grundnahrungsmitteln exotische Gewürze und Delikatessen, ein Versprechen von Weltoffenheit mitten in Wien. Heute ist der Naschmarkt weniger Versorgungsort als Bühne für Kulinarik und Vielfalt. Zwischen historischen Marktständen, Lokalen, Flohmarkt-Schätzen und dem neu gestalteten Naschpark entsteht Raum für Begegnung und Genuss. Schlendert, kostet, staunt und entdeckt Wien von seiner offenen, überraschenden Seite.

Quick-Infos zum Naschmarkt
Lage:Im 6. Bezirk an der Wienzeile
Anreise: Kettenbrückengasse U4
Größe:mit ca. 2,3 Hektar, der größte Markt in Wien
Marktstände:ca. 120
Öffnungszeiten:wochentags 6:00 Uhr bis max. 21:00 Uhr, samstags bis 18:00 Uhr

Der Naschmarkt aus allen Perspektiven

Marktstände am Wiener Naschmarkt

Zwischen Wiener Secession und Kettenbrückengasse reihen sich über hundert Marktstände. Düfte von Gewürzen, frischem Brot und reifem Obst liegen in der Luft. Ein lebendiger Ort, an dem sich Markttradition und internationale Küche treffen.

Der Marktraum am Wiener Naschmarkt

Die moderne Markthalle bildet das westliche Entrée des Naschmarkts. In ihrem Inneren präsentieren 13 sorgfältig ausgewählte Stände eine kuratierte Vielfalt: von feinen Käsesorten über delikate Pilze wie den Igelstachelbart, saisonales Gemüse, Bio-Fleisch und Wildfangfisch bis zu frisch geröstetem Kaffee, Honig, Schokolade und Naturwein. Viele Produzent:innen kommen direkt aus Wien und bringen ihre Spezialitäten persönlich auf den Markt – mit klarem Fokus auf Herkunft, Qualität und handwerkliche Herstellung. 

Besonders angenehm ist die begrünte, barrierefrei zugängliche Dachterrasse. Über dem Marktgeschehen entsteht hier ein ruhiger Ort mit Pflanzen, viel Licht und Blick über das Wiental. Auf Augenhöhe zeigen sich die Jugendstilfassaden der Linken Wienzeile. Ein Platz zum Kosten, Plaudern und Verweilen – und ein Beispiel dafür, wie sich Wiener Markttradition und zeitgemäße Esskultur begegnen. 

Marktstände im Marktraum am Wiener Naschmarkt

Cafés und Gasthäuser

Rund um den Naschmarkt warten urige Cafés und Wiener Gasthäuser. Vom schnellen Espresso über ein klassisches Gulasch bis zu hausgemachten Mehlspeisen – ein lebendiger Treffpunkt für Wiener Küche und Kaffeehauskultur.

5 Tipps für den Besuch am Naschmarkt

Früh kommen lohnt sich

Am Vormittag ist der Naschmarkt noch angenehm ruhig. Dann bleibt Zeit, die Stände in Ruhe zu entdecken, mit Händler:innen zu plaudern und sich durch Spezialitäten zu kosten. 

Bargeld dabeihaben

Viele Stände akzeptieren mittlerweile Karten, aber nicht überall ist Kartenzahlung möglich. Ein wenig Bargeld erleichtert den spontanen Einkauf.

Samstag einplanen

Am Samstag findet neben dem Naschmarkt auch der beliebte Flohmarkt statt. Zwischen Antiquitäten, Büchern und Vintage-Funden lässt sich wunderbar stöbern. 

Erst schauen, dann kosten

Die Auswahl ist groß. Am besten einmal über den Markt schlendern, bevor ihr euch entscheidet – viele Händler:innen bieten gerne kleine Kostproben an. 

Zeit zum Verweilen nehmen

Ob Kaffee, ein Wiener Schnitzel oder ein Glas Wein: Rund um den Markt laden zahlreiche Lokale dazu ein, das bunte Treiben in aller Ruhe zu beobachten. 

Naschpark & Flohmarkt

Wo früher Autos parkten, breitet sich heute auf rund 7.000 m² der Naschpark aus – eine grüne Antwort auf die dichte Stadt. 70 Bäume und mehr als 50.000 Pflanzen bringen Schatten und spürbare Abkühlung. Dazwischen: Liegewiesen, Picknicktische, Hängematten. Kinder balancieren, jemand spannt die Slackline, andere lehnen sich einfach zurück. Drei Brunnen und vier Wasserspiele glitzern in der Sonne, zwei Pergolen schaffen ruhige Rückzugsorte. Vom Aussichtspunkt öffnet sich der Blick ins Wiental.  

Und gleich nebenan lockt am Samstag von 6:30 bis 15:00 Uhr der Flohmarkt – ein Streifzug zwischen Vintage-Funden, Anitiquitäten und Kuriositäten. 

Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe

FAQs

Der Naschmarkt ist Wiens bekanntester Markt und ein lebendiger Treffpunkt zwischen Kulinarik, Kultur und urbanem Lebensgefühl. Entlang der Marktstände begegnen euch internationale Spezialitäten und Wiener Klassiker. 

Der Naschmarkt liegt im Zentrum von Wien, im 6. Bezirk zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse, entlang der Wienzeile. Am einfachsten erreicht ihr ihn mit der U-Bahn U4 Kettenbrückengasse, die direkt am Markt liegt. 

Die Öffnungszeiten am Naschmarkt unterscheiden sich je nach Bereich. Marktstände haben montags bis freitags maximal von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr sowie samstags von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
Gastronomie ist montags bis samstags bis 23:00 Uhr geöffnet, sonntags und an Feiertagen ab 9:00 Uhr.
Der Flohmarkt findet samstags von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.

Am Naschmarkt probiert ihr euch einmal um die Welt. Orientalische, mediterrane und asiatische Küche treffen auf frisches Obst, Gemüse, Gewürze und Delikatessen. Daneben locken Wiener Klassiker und moderne Street-Food-Konzepte.

Nein. Der Eintritt zum Wiener Naschmarkt ist kostenlos. Ihr könnt jederzeit über den Markt schlendern, schauen, probieren und genießen.

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