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    Tiroler Knödel

    Österreich Werbung / Wolfgang Schardt

    Tiroler Knödel

    Mit diesem Rezept schmeckt und gelingt der Knödel wie das Original aus Tirol. Serviervorschlag: klein geformte Tiroler Knödel werden in der Rindsuppe serviert, größere mit warmen Sauerkraut oder Salat.

    Zubereitung

    (Autorin: Renate Wagner)

    Jungzwiebeln fein, Geselchtes bzw. Wurst sehr kleinwürfelig schneiden. Etwas Butter oder Schmalz erhitzen und die Zwiebeln darin hell anschwitzen. Geselchtes sowie Petersilie zugeben und alles kurz anrösten. Vom Herd nehmen.

    Das Knödelbrot in eine Schüssel geben. Milch mit den Eiern verschlagen und mit Salz, Pfeffer sowie Muskatnuss kräftig würzen. Über das Knödelbrot gießen. Wurst-Zwiebel-Masse einrühren und das Mehl untermischen. Zu einer relativ festen Masse vermengen (evtl. noch Semmelwürfel oder Mehl zugeben) und nochmals abschmecken Glatt streichen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

    In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen. Aus der Masse je nach Verwendung kleinere Knödelchen (als Suppeneinlage) oder mittelgroße Knödel formen. Dabei die Hände wiederholt mit kaltem Wasser befeuchten, damit die Knödel schön glatt werden.

    Ins kochende Wasser einlegen, einmal aufkochen lassen und dann bei reduzierter Hitze je nach Größe 8 – 20 Minuten leicht wallend ziehen lassen.

    Herausheben, gut abtropfen lassen und anrichten. Mit nussbraun aufgeschäumter Butter und gehackter Petersilie bestreut anrichten.

    Klein geformte Tiroler Knödel werden gerne in kräftiger, heißer Rindsuppe serviert, größere Exemplare kommen mit warmem Sauerkraut oder Salat auf den Tisch.

     

    Wussten Sie...?

    Über politische Grenzen hat sich die Kulinarhistorie seit jeher erfolgreich hinweggesetzt. So lässt sich auch die Entstehungsgeschichte des Tiroler Knödels keineswegs nur auf das heutige Tirol beschränken. Schriftlich erstmals im 16. Jahrhundert in einem Tiroler Kochbuch festgehalten, waren deftige Knödel allerdings bereits 400 Jahre zuvor auch im heutigen Italien in aller Munde. Das beweist ein „Fresko mit Knödel“ in der Burgkapelle von Hocheppan. Was sonst als ein saftiger Tiroler Knödel hätte den Künstler dazu inspirieren sollen?