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Donauauen

Nationalparks und Naturparks in Österreich
Schutzgebiete für Wanderungen und Tiererlebnisse

Österreichs streng geschützte Nationalparks und Naturparks sind für Gäste zugänglich und machen die Natur und ihre Tierwelt erlebbar.

Österreich gehört zu den grünsten Ländern Europas. Fast die Hälfte der Fläche ist bewaldet, geprägt von artenreichen Laub- und Mischwäldern. In diesen Landschaften entfaltet sich eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Rund ein Drittel Österreichs besteht aus geschützten Naturlandschaften und naturnahen Kulturlandschaften, die die Biodiversität sichern. Zusätzlich sind etwa ein Viertel der Landesfläche gesetzlich geschützt – teilweise überschneiden sich diese Gebiete.

Der Aufwand dahinter ist groß, das Ziel klar: Einzigartige Landschaften bewahren, sensible Lebensräume und Biodiversität schützen und gleichzeitig Raum für Erholung schaffen. Naturschutzgebiete sichern nicht nur ökologische Vielfalt, sondern auch jene Orte, an denen Natururlaub, Wandern und stille Naturbeobachtungen möglich sind.

In den Nationalparks hat der Schutz natürlicher Ökosysteme oberste Priorität. Hier kann sich die Natur weitgehend unbeeinflusst entwickeln – nach strengen internationalen Kriterien. Naturparks hingegen verbinden Naturschutz mit nachhaltiger Nutzung: Kulturlandschaften, die über Jahrhunderte gewachsen sind, bleiben lebendig und zugänglich. Biosphärenparks sind Modellregionen des UNESCO-Programms. Sie zeigen, wie Naturschutz, regionale Entwicklung und menschliches Leben im Einklang funktionieren können. Und in den wenigen Wildnisgebieten Österreichs bleibt die Natur vollkommen sich selbst überlassen – ein seltener Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserschutz

Geschützte Natur in Österreich erleben

Die Hälfte Österreichs steht unter Naturschutz. Zwischen Hochgebirge, Auen und Kulturlandschaften entstehen faszinierende Naturräume mit klaren Regeln und Freiraum für besonders facettenreiche Erlebnisse.

In Österreich gibt es 47 Naturparks in acht Bundesländern. Sie erstrecken sich über mehr als 6.000 km² und umfassen über 200 Naturpark-Gemeinden mit rund 760.000 Einwohner:innen. Jeder Naturpark hat eine eigene landschaftliche und kulturelle Prägung.

Österreichs Nationalparks

Die Nationalparks in Österreich decken eine außergewöhnliche Bandbreite an Lebensräumen ab: Steppen und Auen, ursprüngliche Wälder, alpine Täler, Kalkgebirge und Gletscherlandschaften. Jeder Nationalpark folgt eigenen ökologischen Bedingungen und Schutzschwerpunkten.

Auf 2.395 km² schützen Österreichs Nationalparks wertvolle Naturräume. Das entspricht rund 3 % der Landesfläche.

Wenn ich im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel Vögel beobachte, habe ich das Gefühl, angekommen zu sein. Alles ist vollkommen ruhig, und ich höre und sehe nur mehr die fantastischen Schauspiele der Natur.

Elena TuracRangerin Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel im Burgenland
Nachhaltiger Erlebnisraum

Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich über Regionen in Tirol, Kärnten und im SalzburgerLand. Diese einzigartige Naturwelt ist von zahlreichen Wanderwegen durchzogen – das Wanderwegenetz mit Alpinsteigen umfasst rund 4.300 Kilometer. Schutzhütten und Jausenstationen bieten einige Stützpunkte für ausgedehnte Touren.

Die Region ist wie gemacht für Erlebnisse, die Augen und Herz öffnen für die Schönheit der Natur:

Engagement für Mensch, Tier und Natur

Wie wird man Nationalpark-Ranger:in?

Es heißt, Menschen machen gut, was sie gerne machen. Hermann Jansesberger, einer von über 200 Ranger:innen im Nationalpark Kalkalpen macht seine Sache exzellent. Herm ann ist mit Leib und Seele ein „Naturversteher“. Kein Moos, das er nicht benennen, kein Gestein, über dessen Urgeschichte er nicht lebhaft erzählen könnte. Jeder Käfer ist eine Pause wert, der ihm über den Weg läuft. Doch wie wird man Nationalpark-Ranger:in?

Naturverbundenheit und Freude an der Arbeit mit Menschen gehören auf jeden Fall zum Rüstzeug für alle, die als Ranger:in arbeiten möchten. Die Einsatzmöglichkeiten variieren von Nationalpark zu Nationalpark. Begleitung von Gästen und Schulgruppen, Kontrolle und Instandhaltung von Lehrpfaden und Beobachtungshütten sowie Vortragstätigkeit, Gebietsaufsicht, und Monitoring-Aufgaben sind Teil des verantwortungsvollen Jobs.

Österreichs Biosphärenparks

In den UNESCO-Biosphärenparks steht der Umweltschutz an erster Stelle. Gleichzeitig nutzt der Mensch in Biosphärenparks die Natur für die Landwirtschaft ebenso wie für Sport und Erholung. Und doch geht es den Ökosystemen bestens.

Österreichs vier UNESCO-Biosphärenparks umfassen zusammen rund 2.872 km² – Modellregionen, in denen Mensch und Natur im Einklang zusammenwirken.

Österreichs Naturparks

Die Natur wird in Naturparks als Kulturlandschaften vielfältig genützt – hauptsächlich für Landwirtschaft und als Erholungsgebiet. Dabei wird darauf geachtet, dass das biologische Gleichgewicht und die Biodiversität geschützt und erhalten werden.
Nationalparks, Baumarten und Waldflächen im Überblick
Alle Sinne auf Empfang!

Warum erholt uns die Natur?

Das Wohlfühlpaket der Natur ist schlicht und selbstverständlich – und bewirkt dennoch großes Entspannungs-Kino für Körper und Geist: Saubere Luft, Sonnenwärme, das Grün von Wald und Wiesen sowie Licht.

Besonders gut können wir unsere Sinne auf Wiesen mit vielen verschiedenen Blumen und großer Biodiversität entfalten. Je artenreicher, desto besser für unser Wohlgefühl. Außerdem erdet uns die Natur. Denn Sinne und Seele sind am Schreibtisch nicht voll ausgenützt – der Mensch ist schließlich auf Natur ausgerichtet und nicht auf den Computer. Und am besten können wir uns in den Bergen und in alten Laubwäldern erholen. Denn die Bindung zu Holz und Bäumen ist evolutionstechnisch bei Menschen „einprogrammiert“.

Nachhaltigkeit

Warum ist Biodiversität so wichtig für den Klimaschutz?

In einem intakten Ökosystem leben unzählige Arten von Mikroorganismen, Pilzen, Pflanzen und Tieren. All die Lebewesen und der Kreislauf, in dem sie sich befinden, brauchen einander und sind gegenseitig abgestimmt. Sie tragen als eigene Ökosysteme maßgeblich zu einem funktionierenden Klima bei und sorgen für frische Luft und sauberes Wasser. Ein gesunder Wald etwa filtert aus der Luft das Treibhausgas CO₂. Deshalb ist die Artenvielfalt für Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswichtig. 

Wird das Gleichgewicht der Organismen durch äußere Einflüsse gestört, kommt die intakte Biosphäre ins Wanken. Ein stabiles Klima braucht jedoch eine gesunde Tier- oder Pflanzenwelt. Österreich und seine engagierten Regionen sind sich der Verantwortung bewusst und setzen zahlreiche Maßnahmen, um die kostbaren Lebensräume in der Natur zu schützen und die Biodiversität zu stärken.

FAQs

Ein Nationalpark ist ein besonders wertvoller Naturraum, der nach den Kriterien der Weltnaturschutzunion (IUCN) als Schutzgebiet ausgewiesen wird. Hier hat der Schutz von Ökosystemen oberste Priorität – in den Kernzonen kann sich die Natur weitgehend ungestört entfalten, während Besucher:innen die Landschaft achtsam erleben können.

Ein Naturpark schützt und erhält eine Kulturlandschaft, in der Mensch und Natur seit Jahrhunderten zusammenwirken. Naturparks sind Lebensraum vieler Arten, werden aber auch nachhaltig genutzt – etwa durch Landwirtschaft – und sind Orte für Erholung, Naturvermittlung und regionale Entwicklung.

Die ökologische Vielfalt der insgesamt sechs Nationalparks Austria ist beeindruckend: Weite Steppen, wild wuchernde Ur- und Auwälder, sanfte Tallandschaften, zerklüftetes Kalkgebirge und das Eis der Gletscher. Jeder Nationalpark zeigt seine ureigene Charakteristik in der Tier- und Pflanzenwelt: 

In den UNESCO-Biosphärenparks nutzt der Mensch die Natur auf nachhaltige Weise. Die ökologische Forschung für eine nachhaltige Entwicklung in den Biosphärenparks ist ebenso berücksichtigt wie die klimaschonende wirtschaftliche Nutzung. Die Ökosysteme von Biosphärenparks, die nach einheitlichen, international festgelegten Kriterien definiert sind, werden entsprechend geschützt und gepflegt.

In Österreich gibt es vier anerkannte Biosphärenparks: 

Ein Wildnisgebiet ist vom Eingriff des Menschen vollkommen verschont, bietet als Urwald ungestörte Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten und spielt eine Rolle in der Senkung von CO2. Wildnisgebiete sind zunehmend vor dem Hintergrund des Klimawandels von Bedeutung. Unberührte und naturnahe Gebiete in Österreich gibt es in den Göstlinger Alpen in Niederösterreich in Dürrenstein-Lassingtal, dem einzigen ausgewiesenen Wildnisgebiet des Landes. Auf einer Fläche von 4,2 km2 wächst der „Urwald Rothwald“, der schrittweise als geschütztes Resort erweitert wird. Seit 2003 ist das Wildnisgebiet unter IUCN–Schutz als strict nature reserve gestellt.

Es gibt weitere Schutzgebiete, die dem Nicht-Eingreifen (non-intervention management) und damit dem Urwald als Naturlandschaftstyp ähnlich sind: beispielsweise die Kernzonen der streng geschützten Nationalparks, in denen sich die Natur ohne menschlichen Einfluss entwickeln darf, oder die Naturwaldreservate.

Der 1.856 km2 große Nationalpark Hohe Tauern teilt sich in eine 1.213 km2 große Kern- und eine 643 km2 große Außenzone und erstreckt sich über drei Bundesländer.

  • Darf man im Nationalpark Radfahren?

    Markierte Radrouten, die durch das Nationalparkgebiet führen, dürfen selbstverständlich genutzt werden. Abseits der Wege ist das Radfahren nicht erlaubt.

  • Darf man im Nationalpark Bootfahren und Schwimmen?

    An bestimmten, ausgewiesenen Plätzen sind Bootfahren und Schwimmen erlaubt. An allen anderen Gewässern stehen Flora und Fauna unter Schutz. Gewässern stehen Flora und Fauna unter Schutz.

  • Sind im Nationalpark Hunde erlaubt?

    Ja, Hunde sind in allen 6 österreichischen Nationalparks erlaubt. Zum Schutz von Wildtieren gilt jedoch durchgehend Leinenpflicht – in sensiblen Bereichen können zusätzliche Regeln gelten.

  • Darf man im Nationalpark Blumen pflücken und Pilze sammeln?

    Nein, Nationalparks sind wertvolle Naturreserven. Naturmaterialien dürfen deshalb nicht entnommen werden.

  • Darf man im Nationalpark campen?

    Camping ist nur auf offiziellen und explizit dafür ausgewiesenen Campingplätzen erlaubt.  

  • Darf man im Nationalpark die Wege verlassen?

    Nein, die ausgewiesenen Routen müssen unbedingt eingehalten werden. Denn dann ist ein Nationalparkerlebnis im Einklang mit der Natur möglich.

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