Kulinarik auf der Alexanderalm in Millstatt am See

Genusswandern in Österreich
Kulinarische Wanderungen zu Almen, an Seen und zum Wein

Beim Genusswandern ist die Gaumenfreude das Ziel: Brettljause auf der Alm, frischer Fisch am See oder Wein in der Region. Tipps für kulinarische Wanderungen.

Wer gerne Genusswanderungen zu Almen, an Seen oder durch Weinregionen unternimmt, findet in Österreich zahlreiche Touren mit Einkehr: Den Tag mit einem Almfrühstück auf 2.000 Metern Höhe beginnen. Almgerichte probieren, kreiert von einer Spitzenköchin oder einem Sternekoch. Einen Süßwasserfisch auf der Seeterrasse bei Sonnenuntergang genießen. Oder bei einer Heurigen-Jause in einer urigen Buschenschank mitten im Weinberg sitzen.

Eine Tour von Hütte zu Hütte ist eine Möglichkeit, das Land am Teller kennenzulernen – vom hausgemachten Holzofenbrot mit Almbutter über Tiroler Gröstl mit Kräutern und Spiegelei bis zum Apfelstrudel mit Vanillesauce. So vielfältig wie die Landschaft, so beeindruckend wie der Bergblick auf 2.000 Metern oder der Weinberg in der Abendsonne, sind auch die Wanderwege und ihre regionalen Spezialitäten.

Genusswandern zu Almen: Hütten, Jausen und Aussicht

Kulinarische Events auf Hütten und Almen

Leben auf der Alm

Wie Almwirtschaft die Berge prägt

Wer eine Almwanderung unternimmt, bewegt sich durch eine Kulturlandschaft, die über viele Generationen entstanden ist. Die Bewirtschaftung der Almen und die Beweidung mit Kühen, Schafen oder Pferden tragen dazu bei, dass viele Almflächen offenbleiben und weniger stark mit Sträuchern oder Bäumen zuwachsen. So entstehen Lebensräume, in denen zahlreiche alpine Pflanzen- und Tierarten vorkommen.

Auf Wanderungen ist zu beobachten, wie eng Landschaft, Almwirtschaft und regionale Lebensmittel miteinander verbunden sind. Bei eurer Einkehr könnt ihr den Almalltag miterleben: Die Tiere verbringen den Sommer auf den Weiden, während auf vielen Almen Milch direkt zu Butter oder Käse verarbeitet wird. In den Almhütten kommen diese und weitere Spezialitäten aus eigener Erzeugung oder aus der Umgebung auf den Tisch.

5 Fragen zu Almwanderungen

Highlights für Almwanderer und Almwanderinnen sind das Großarltal, Schladming-Dachstein, der Bregenzerwald oder der Naturpark Karwendel mit der Eng Alm. Hier verbinden sich eindrucksvolle Landschaften mit regionalen Spezialitäten und gemütlichen Einkehrmöglichkeiten.

Die meisten Almen sind von etwa Juni bis September bewirtschaftet. In dieser Zeit habt ihr die größte Auswahl an geöffneten Hütten und regionalen Spezialitäten. Je nach Region und Höhenlage kann die Saison auch etwas früher beginnen oder länger dauern.

Auf Almen begegnet ihr oft Weidetieren wie Kühen – besonders Mutterkühe mit Kälbern reagieren sensibel auf Störungen. Bleibt auf den markierten Wegen, haltet Abstand zu den Tieren und schließt Weidezäune hinter euch. Hunde sollten immer angeleint werden. Nehmt euren Abfall wieder mit ins Tal. So könnt ihr das Genusswandern auf den Almen entspannt und sicher erleben.

Senner:innen sind Hirt:innen, die während des Sommers auf einer Alm das Vieh von anderen Landwirt:innen oder von einer Genossenschaft hüten und die Milch zu Käse und oft auch zu Butter verarbeiten. Eine Alm wird auch Senne genannt, daher kommt die Berufsbezeichnung.

Die Brettljause entwickelte sich aus der Jause der Bauersfamilien und wird traditionell auf einem Holzbrett serviert. Aufgetischt werden dabei herzhafte, meist selbstgemachte Produkte wie Speck, Schinken, Wurst, Käse, Aufstriche, Butter und Brot, garniert mit Essiggurken, Tomaten und Pfefferoni. Jede Almhütte hat ihre eigenen Spezialitäten, die als Brettljause serviert werden.

Seenwandern

Kulinarische Wanderungen am Wasser

Entlang des Seeufers oder rund um den See führen Wanderwege über sanfte Hügel, durch schattige Wälder und zu Aussichtspunkten am Wasser – unterwegs in abwechslungsreicher Bewegung mit Badepausen und Einkehrmöglichkeiten.

Viele Touren verbinden Gasthäuser, Almen oder Buschenschanken mit Schiffsanlegestellen, sodass sich der Rückweg auf manchen Seen mit einem Linienschiff zurücklegen lässt. Auf den Speisekarten stehen regionale Spezialitäten – vom Fisch aus dem See über Käse von der Alm bis zu hausgemachten Mehlspeisen. Badeplätze und Stege entlang der Strecke bieten Gelegenheit für eine Erfrischung, Sitzbänke am Ufer stehen für eine Pause mit Blick aufs Wasser oft zur Verfügung. So verbindet ihr eine Seenwanderung mit Naturerlebnis, regionaler Küche und entspannten Stunden am See.

Weinwandern

Genusswandern in Weinregionen

Wanderwege in Österreich führen durch Weinberge, Kellergassen und entlang der Donau. Unterwegs bieten Buschenschänken und Heurige Gelegenheit für eine Einkehr. Auf den Speisekarten stehen regionale Spezialitäten, dazu werden Weine aus der jeweiligen Region ausgeschenkt. Ob in der Wachau, im Weinviertel, im Burgenland, in Wien oder in der Steiermark – viele Touren verbinden Bewegung in der Natur mit Weingenuss, Einblicken in den Weinbau und Ausblicken über die Reblandschaft.

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