9 besondere Kraftplätze in Österreich

Steinkreis auf grüner Almwiese mit Nadelbäumen und Bergpanorama im Hintergrund, bewölkter Himmel.
Kraftplätze sind Orte, denen eine besondere Atmosphäre und Bedeutung zugeschrieben wird. In Österreich liegen neun Kraftplätze an Quellen, Wasserfällen oder alten Bäumen.

Kraftplätze sind Orte, die für Menschen aus unterschiedlichen Gründen eine besondere Bedeutung haben. Manchmal ist es ihre außergewöhnliche Lage, manchmal eine Quelle, eine Felsformation oder eine Geschichte, die seit Generationen mit dem Ort verbunden ist.

Im Waldviertel liegen etwa tonnenschwere Granitblöcke mitten im Wald, in Vorarlberg geben Steinkreise bis heute Rätsel auf, in Tirol tritt schillerndes Wasser aus dem Boden und in Salzburg stürzt es über mehrere Fallstufen ins Tal. Viele dieser Kraftplätze sind über Wanderwege erreichbar. Die Routen führen durch Wälder, über Hochplateaus, zu Wasserfällen oder hinauf in die Berge. So wird nicht nur der Kraftplatz selbst zum Ziel, sondern auch der Weg zum Erlebnis.

Vorarlberg

Steinkreise auf dem Hochplateau Tschengla am Bürserberg

Auf rund 1.250 Metern Seehöhe liegen auf dem Hochplateau Tschengla im Brandnertal in Vorarlberg mehrere Steinkreise. Aufgrund ihrer astronomischen Ausrichtung wird vermutet, dass die Steinkreise im Neolithikum als Kalenderanlage dienten. Ihre genaue Entstehung und Bedeutung sind bis heute nicht geklärt.

Vier Standorttafeln geben vor Ort Einblick in die Geschichte und Bedeutung der Steinkreise. Ihre Blickrichtung führt jeweils über den angegebenen Stein zu markanten Punkten am Horizont.

Steinkreise auf der Tschengla
Tirol

Blaue Quelle in Erl

Das Kufsteinerland in Tirol besitzt mit der Blauen Quelle eine besondere Naturerscheinung, die Besucher:innen als Kraftplatz aufsuchen. In einer kleinen Talsenke in Erl sprudeln im Durchschnitt rund 700 Liter Trinkwasser pro Sekunde aus der Erde. An ihrer tiefsten Stelle ist die Quelle rund 4,5 Meter tief, Baden ist nicht erlaubt.

Je nach Licht und Reflexion verändert sich das Farbenspiel des Wassers. Bäume, Wiesen und der mit Algen bewachsene Grund spiegeln sich in unterschiedlichen Grüntönen, an anderen Stellen schillert das Wasser helltürkis. Und unter Rosskastanien, Buchen, Eichen, Linden und Birken ist das Plätschern der Quelle zu hören.

Blaue Quelle in Erl
Tirol

Kraftplatz Himmelschauen Kufstein

Hoch über Kufstein im Tiroler Kufsteinerland liegt am Gamskogel der Kraftplatz Himmelschauen. Eine spiralförmige Bank aus Lärchenholz ist speziell für das „Himmelschauen“ gedacht – eine Form der Meditation, bei der der Blick bewusst in den Himmel gerichtet wird. Rundherum reicht die Aussicht über das Kaisertal und die Gipfel des Kaisergebirges.

Der Kraftplatz lässt sich mit einer Wanderung verbinden. Vom Brentenjoch sind es rund 45 Gehminuten bis zum Gamskogel. Das Brentenjoch ist von Kufstein aus zu Fuß oder mit dem Kaiserlift erreichbar.

Kraftplatz Himmelschauen Kufstein
SalzburgerLand

Krimmler Wasserfälle in Krimml

Über drei Fallstufen stürzen die Krimmler Wasserfälle im SalzburgerLand insgesamt 380 Meter in die Tiefe. Das Wasser zerstäubt dabei zu feinem Sprühnebel, das Rauschen ist schon aus der Entfernung zu hören. Die Wasserfälle liegen in der Nationalpark Region Hohe Tauern und zählen mit ihrer großen Fallhöhe zu den markanten Naturerscheinungen der Region.

Wer näher herankommen möchte, folgt dem 4,15 Kilometer langen Wasserfallweg. Vom Parkplatz sind es etwa 10 bis 15 Gehminuten bis zum untersten Wasserfall. Danach führt der Weg über 431 Höhenmeter und zahlreiche Aussichtspunkte bis zum obersten Wasserfall.

Krimmler Wasserfälle
Kärnten

Kraftplatz Mirnock am Millstätter See

Der Mirnock im Biosphärenpark Nockberge am Ostufer des Millstätter Sees in Kärnten gilt als Kraftplatz und wird auch „Weltenberg“ genannt. Die Bezeichnung ist mit Geschichten über sogenannte geomantische Linien am Berg verbunden. Der Mirnock ist außerdem Schauplatz der Sage vom Mirnock-Riesen, der einst den Gipfel zum Einsturz gebracht haben soll. So soll die sanfte Kuppe entstanden sein.

An den Hängen des Mirnocks verläuft der 3,1 Kilometer lange Slow Trail Mirnock. Die Waldwanderung über 160 Höhenmeter startet beim Alpengasthof Bergfried und führt zu mehreren Aussichtspunkten mit Blick auf den Millstätter See und die umliegenden Berge. Ein Highlight ist der Sternenbalkon, der besonders zum Sonnenuntergang aufgesucht wird. Vom Slow Trail lässt sich die Wanderung weiter in Richtung Mirnockgipfel verlängern.

Slow Trail Mirnock am Millstätter See
Steiermark

Grüner See in Tragöß-Sankt Katharein

Ein See, der mit den Jahreszeiten kommt und geht und als besonderer Kraftplatz in der Steiermark gilt: Erst mit der Schneeschmelze in den umliegenden Bergen beginnt sich der Grüne See in Tragöß-Sankt Katharein im Frühjahr zu füllen. Der Wasserstand kann auf bis zu zehn Meter steigen. Wanderwege, Wiesen, Bänke und eine Brücke liegen dann zeitweise unter der Wasseroberfläche.

Je nach Wasserstand und Lichteinfall schimmert der See türkisblau bis grün. Im Lauf des Sommers sinkt der Wasserstand wieder, im Herbst und Winter verschwindet der See fast vollständig. Ein Wanderweg führt rund um den Grünen See, Baden und Schwimmen sind nicht erlaubt.

Grüner See in der Steiermark
Steiermark

1000-jährige Eiche in Bad Blumau

Rund 1.000 Jahre soll die mächtige Eiche in Bad Blumau in der Steiermark alt sein. Ihr Stamm misst 8,75 Meter im Umfang – sieben Erwachsene werden benötigt, um ihn gemeinsam zu umfassen. In Bad Blumau wird der Baum auch liebevoll „dicke Oachn“ genannt.

Mit rund 30 Metern Höhe und einem Kronendurchmesser von etwa 50 Metern ist die Eiche schon von Weitem zu erkennen. Ihr Alter und ihre ungewöhnliche Wuchsform haben dazu beigetragen, dass sie als Kraftplatz gilt.

1.000-jährige Eiche in Bad Blumau
Niederösterreich

Kraftweg Maria Laach am Jauerling

Auf 591 Metern Seehöhe führt der Kraftweg Maria Laach in Niederösterreich durch die Waldlandschaft des Naturparks Jauerling-Wachau. Ausgangspunkt ist der alte Trinkbrunnen am Marktplatz. Von dort verläuft der Waldweg über elf Stationen – darunter eine Klangstation, ein Terrassenweg und ein Steintor.

Am Ende führt der Weg zurück nach Maria Laach zur gotischen Wallfahrtskirche, die als Kraftplatz bekannt ist. So verbindet der Kraftweg die einzelnen Stationen in der Landschaft mit dem historischen Wallfahrtsort.

Kraftweg Maria Laach am Jauerling
Niederösterreich

Kraftarena Groß Gerungs im Waldviertel

Fünf ungewöhnliche Steinformationen und Plätze bilden die sogenannte Kraftarena rund um Groß Gerungs im niederösterreichischen Waldviertel. Zu ihnen gehört der Kierlingstein, ein rund sechs Meter langer Granitblock, der aufgrund seiner Lage auch als Wackelstein bezeichnet wird. Der Wackelsteinweg führt durch die Granitlandschaft des Waldviertels zu einem anderen markanten Wackelstein.

Der Opferstein ist etwa drei Meter hoch und besitzt eine der größten Steinschalen des Waldviertels. Die Weltkugel verdankt ihren Namen ihrer rundlichen Form: Der Härtling misst etwa sieben Meter im Durchmesser und wiegt rund 500 Tonnen. Bei der Klause führt ein Wanderweg entlang eines Waldbachs und mehrerer Steingebilde zur Klauskapelle, die ursprünglich als Badehaus errichtet wurde. Rätsel gibt die Steinpyramide auf – wann und zu welchem Zweck sie errichtet wurde, ist bis heute ungeklärt. Ihre kreisförmig angelegten Stufen erreichen insgesamt 6,8 Meter Höhe.

Kraftarena Groß Gerungs

FAQs

Als Kraftplätze werden Orte bezeichnet, denen eine besondere Atmosphäre oder Bedeutung zugeschrieben wird. Kraftplätze können in der Natur, etwa an Quellen, Wasserfällen, Felsformationen oder alten Bäumen, aber auch an historischen oder religiösen Orten liegen. Häufig werden sie auch als Kraftorte bezeichnet. In Österreich gibt es zahlreiche solcher Plätze, die mit Sagen, Überlieferungen oder besonderen Landschaftsformen verbunden sind.

In Österreich gibt es zahlreiche Kraftplätze in der Natur. Dazu zählen etwa die Krimmler Wasserfälle im SalzburgerLand, der Grüne See in der Steiermark und die Blaue Quelle in Erl im Tiroler Kufsteinerland.

Das könnte euch auch interessieren

Entdeckt das Beste von Österreich

Holt euch aktuelle Ferientipps und Angebote in euer Postfach:

  • Geheimtipps für eure nächsten Ferien

  • Kulinarische Highlights und Rezepte

  • Veranstaltungstipps für Top-Events

  • Aktuelle Ferienangebote und Wettbewerbe