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    • Ostermarkt auf der Freyung

      Ostermarkt auf der Freyung

      Österreich Werbung / allOver/VSL

    Osterzeit in Österreich

    Viele sagen, es ist die schönste Zeit im Jahr, sicher ist es die farbenfrohste: Besonders zur Osterzeit ist Österreich bunt wie sonst nie – bunt an Kultur, Kulinarik, Brauchtum und Traditionen. Jedes Bundesland zeichnet sich durch regionstypische Besonderheiten aus. Wir beginnen unsere österliche Rundschau im SalzburgerLand.

    Ostern im SalzburgerLand

    Von Palmeseln und Osterfeuern

    Wer zu Ostern ins SalzburgerLand reist, findet viele ursprüngliche Bräuche vor, die mehrere Jahrhunderte zurückreichen, wie etwa die Palmesel-Prozessionen in Puch bei Salzburg. Um den Einzug von Jesus in Jerusalem darzustellen, entstand der Brauch, bei Prozessionen hölzerne Palmesel mit einer darauf sitzenden Christusfigur mitzuführen. Der Pucher Palmesel stammt aus dem 17. Jahrhundert. Jedes Jahr am Palmsonntag tragen vier Burschen vom örtlichen Trachtenverein den gut 100 Kilo schweren Esel mit Zaumzeug aus Kaurimuscheln und die Christusfigur mit einem Palmzweig durch den Ort.

    Eine ebenso alte Tradition sind die Osterfeuer. Sie kommen noch in manchen Teilen der Steiermark und in Kärnten vor, hier aber finden sie eine besondere Aufmerksamkeit: Über mehrere Wochen hinweg errichten Männer die oft kunstvoll gezimmerten Holztürme, die bis zu 10 Meter hoch werden. In der Nacht auf Ostersonntag werden sie dann abgebrannt. Dies ist – wie viele andere Osterbräuche – ursprünglich kein christlicher, sondern heidnischer Brauch. Heute jedoch interpretiert man das Osterfeuer als Freudensymbol über die Auferstehung Jesu.

    Osterfeuer Lungau

    Osterfeuer Lungau

    Gemeinde Muhr
    Muhr

    Ostern im Salzburger Lungau

    Einzigartiges Brauchtum zwischen Ratschen und Eiern

    In der Karwoche stehen die Glocken still. Sie fliegen am Gründonnerstag bekanntlich nach Rom und läuten erst wieder am Ostersonntag. Die Aufgabe der Glocken übernehmen für diese Zeit die „Ratscherbuam“. Ratschen sind aus Holz gebastelte Instrumente, die durchs Drehen einen lauten und knatternden Ton erzeugen. Mit diesen Trommelratschen ziehen die Buben des Dorfes durch die Straßen und singen dabei Lieder.

    Ostereierfärben ist in Österreich überall Brauch und hat seinen Ursprung im 12./13. Jahrhundert. Im Lungau allerdings pflegen die Bewohner eine besondere Variante des Eierschmückens: Auf dem Ostertisch und im Osterkörbchen findet man die sogenannten „Grawirlacheier“. Um sie anzufertigen, wird ein gekochtes Ei auf ein mit „Grawirlach“ (Kerbelkraut), „Kasbleamen“ (Krokus) und Zwiebelschalen belegtes Leinentuch gelegt, umwickelt, an beiden Enden zusammengebunden und für einige Minuten in die Eierfarbe gelegt. Auf diese Weise entstehen auf den Eiern zarte, einzigartige Muster.

    Gawirlacheier, Osterbrauch aus dem Lungau

    Gawirlacheier, Osterbrauch aus dem Lungau

    Ferienregion Salzburger Lungau / Lilly Macheiner

    Ostern feiern quer durchs Land

    • Stinatzer Ostereier

      Stinatzer Ostereier

      Josef Zsifkovits / Josef Zsifkovits
      Stinatz

      Ostern im Burgenland

      Im Burgenland werden die Ostereier besonders kunstvoll verziert. Es ist eine alte Handwerkskunst und erfordert viel Geschicklichkeit: Mit einem Messer werden filigrane Muster in die Farbe geritzt.

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    • Palmeselprozession in Thaur zu Ostern

      Palmeselprozession in Thaur zu Ostern

      www.hall-wattens.at

      Ostern in Tirol

      In Tirols Dörfern finden seit jeher zahlreiche Osterprozessionen statt – auch in der kleinen Gemeinde Thaur.

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    • Ostern in Kärnten

      Ostern in Kärnten

      Kärnten Werbung / Steinthaler

      Ostern in Kärnten

      Die Speiseweihe ist in vielen Regionen Österreichs noch üblich, so auch in Kärnten. Am Karsamstag werden nach der Fastenzeit die Speisen in der Kirche geweiht.

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    • Liebstattsonntag in Gmunden zu Ostern

      Liebstattsonntag in Gmunden zu Ostern

      Tourismusverband Traunsee-Almtal / Klemens Fellner

      Ostern in Oberösterreich

      Der vierte Sonntag in der Fastenzeit wird seit 1641 am Traunsee als der "Liebstattsonntag" gefeiert. An diesem Tag schenkt man seinem oder seiner Liebsten ein verziertes Lebkuchenherz.

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    • Stift Klosterneuburg, Wienerwald

      Stift Klosterneuburg, Wienerwald

      Niederösterreich Werbung / Michael Liebert

      Ostern in Niederösterreich

      Das Stift Klosterneuburg lädt zu Ostern zu zahlreichen Feierlichkeiten ein. Ein besonderer Tipp ist der Besuch der Schatzkammer, wo ein wahres Kunstjuwel aufbewahrt wird.

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    • Osterbrauchtum, Grimming

      Osterbrauchtum, Grimming

      Steiermark Tourismus / Hagspiel

      Ostern in der Steiermark

      Ein sehr beliebter Brauch ist die Palmweihe, bei der sogenannte Palmbuschen – geschmückt mit farbenfrohen Bändern – zur Weihe in die Kirche getragen werden.

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    5 Tipps: Ostern feiern mit Kindern

    Ostermarkt Schloss Hof

    Ein Osterfest für alle Kinder

    Schloss Hof ist eines der Traumziele für Familien in den Weiten Niederösterreichs. Im Marchfeld gelegen, bietet es eine einzigartige Kulisse. Zu Ostern gehört das Schloss und der Park – mit seinen vielen Tieren – speziell den Kindern.

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    Ostermarkt Schloss Hof

    SKB / Jutta Kirchner
    Schloss Hof
    • Osterhasenkirtag in Fischbach

      Osterhasenkirtag in Fischbach

      Tourismus Fischbach / Erika Schöngrundner

      Osterdekoration: Wer bastelt mit?

      Für eine selbstgebastelte Osterdekoration braucht es oft nur wenige Handgriffe.

    • Genussfrühstück

      Genussfrühstück

      TVB Rauris

      In der Osterbäckerei

      Ostern ist mehr als Schokoladeneier und Schoko-Osterhasen.

    • Ostereier

      Ostereier

      Österreich Werbung / Wolfgang Weinhäupl

      Wie geht Ostereierpecken?

      Es spielen immer zwei Personen gegeneinander. Hier geht es zu den Spielregeln.

    Das isst Österreich zu Ostern

    Neun Bundesländer, neun unterschiedliche Osterjausen. Lediglich Kren, eingefärbte Eier, Schinken und der süße Osterstriezel sind der kleinste gemeinsame Nenner, wenn es darum geht, was in Österreich zu Ostern serviert wird.

    Kärnten trumpft mit seinem Reindling – einem Germgebäck mit Rosinen, Zimt und Zucker – auf, wohingegen die Mostviertler stolz sind auf ihre Godnküpfi. „Sag es durch das Lebkuchenherz“, heißt es in Gmunden am Traunsee, wenn am Liebstattsonntag die süß duftenden Herzen an die Liebsten verschenkt werden.

    Der Kärntner Reindling

    Der süße „Reindling“ oder „Wazan“ (Weizernes) ist ein Kuchen aus Germteig mit einer Fülle aus Nüssen, Rosinen und Zimt. Er trägt seinen Namen von der Backform, dem „Reindl“ aus gebranntem Ton. Dazu mundet die „gefüllte Butter“ besonders gut. Dabei handelt es sich um Butter, um die sich eine Fülle aus einem Mohn-Honig-Rosinen-Gemisch hüllt. Typisch für Kärnten ist es sogar, ein Stück Osterreindling mit der gefüllten Butter zu bestreichen und es mit Schinken und Kren zu belegen.

    Die Mostviertler „Godnküpfi“

    Rund um Ostern feiern katholische Mostviertler den „Godntag“: An diesem Tag kommen die Taufpaten – im Mostviertel „Godn“ genannt – zu Besuch und haben ein flaumiges Mitbringsel für die Kinder im Gepäck: das „Godnküpfi“. Hergestellt aus zartem Hefeteig, kunstvoll geflochten und zu einem großen Kipferl geformt, ist die süße Köstlichkeit fester Bestandteil des kulinarischen Brauchtums an den Osterfeiertagen. Die Brioche wird mit einer Münze gespickt, zusammen mit den Ostereiern überreicht und kommt am Ostersonntag neben dem traditionellen Osterschinken auf den Tisch.

    Lebkuchenherzen schenken in Oberösterreich

    Die Vorfreude auf Ostern weckt in Gmunden in Oberösterreich der „Liebstattsonntag“. Der Freudensonntag, lateinisch „Lätare“, stimmt nach der kirchlichen Tradition zur Mitte der Fastenzeit auf das nahe Osterfest ein. Im 17. Jahrhundert kam in Gmunden in Oberösterreich der Brauch auf, an diesem Tag den Armen ein Essen auszugeben und damit „Lieb abzustatten“. Inzwischen hat sich der Brauch gewandelt und wird auch in anderen Regionen in Oberösterreich gepflegt: Heute schenkt man sich am „Liebstattsonntag“ verzierte Lebkuchenherzen als Zeichen der Zuneigung und Freundschaft. Neben dieser liebevollen Geste wird dieser besondere Tag mit einem Festumzug, diversen Konzerten und Ausfahrten der Traunsee-Schifffahrt gefeiert. Der Liebstattsonntag gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

    Warum ist Ostern jedes Jahr zu einer anderen Zeit?

    Es gibt Feiertage, die merkt man sich leicht: Weihnachten ist immer am 24. Dezember, Neujahr immer am 1. Jänner. Mit Ostern allerdings ist das eine ganz andere Sache: Mal fällt das Ostereiersuchen in den März, mal liegt es im April. Und mit dem Osterdatum wandert auch eine ganze Reihe von anderen Feiertagen wie Himmelfahrt und Pfingsten munter hin und her. Aber warum eigentlich?

    Der Grund dafür liegt rund 1.700 Jahre zurück: Auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 beschlossen die versammelten Bischöfe und Kirchenfunktionäre, Ostern fortan immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern. Der Sonntag wurde deshalb gewählt, weil in den vier Evangelien des Neuen Testaments übereinstimmend von der Auferstehung am „ersten Tag der Woche“, also einem Sonntag, berichtet wird.

    Altwiener Markt