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    • Blick vom Kahlenberg

    Der Kahlenberg: Himmlische Aussichten

    Wer das beeindruckendste Panorama von Wien sucht, kommt am Kahlenberg nicht vorbei.

    Der Kahlenberg ist nicht nur Wiens beliebtestes Naherholungsgebiet, hier wurde auch große Geschichte geschrieben: Als 1683 Wien von den Türken belagert wurde, stürmten von hier aus die Befreiungsarmeen in die Stadt hinunter und überraschten die Osmanen aus dem Hinterhalt. Zum Dank für ihre Befreiung bauten die Wiener auf dem Kahlenberg die Josefskirche. Heute führen auf den Hausberg der Wiener die aussichtsreiche, kurvige Höhenstraße und viele reizvolle Wanderwege.

    Am Hausberg der Wiener

    Am Himmel

    Ein stiller Platz zum Entspannen, dem Himmel ganz nah. Ein Lebensbaumkreis symbolisiert den Verlauf eines ganzen Jahres. Dabei ist jedem Geburtsdatum ein eigener Baum zugeordnet. Nicht weit davon: ein Kinderspielplatz und das chillige Café-Restaurant Oktagon.

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    Josefskirche

    Nach der Türkenbelagerung 1683 erbaut, wurde die barocke Josefskirche zu einem Wallfahrtsort. Dem Polenkönig Jan Sobieski, der maßgeblich zur Befreiung Wiens beitrug, ist an der Westfassade der kleinen Kirche eine Gedenktafel gewidmet.

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    Sisi-Kapelle

    Anlässlich der Hochzeit des kaiserlichen Paares Elisabeth und Franz Joseph wurde 1854 diese schneeweiße Kapelle im neugotischen Stil erbaut. Der Innenraum wurde zu einem Erlebnisraum umgestaltet, der die Verbindung von Natur und Kultur spürbar machen soll.

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    Stefaniewarte

    125 Stufen führen hinauf zu einem der schönsten Ausblicke auf Wien. Benannt wurde der Aussichtsturm nach Stephanie, der Gemahlin des unglücklichen Kronprinzen Rudolf. Geöffnet nur nachmittags an Wochenenden und Feiertagen.

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    Hoch hinaus

    Die Höhenstraße

    Manchmal wird aus der Not eine Tugend. Um Arbeitsplätze zu schaffen, wurde die Höhenstraße während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre gebaut. Herausgekommen ist Wiens längste, abwechslungsreichste und kurvigste Straße mit historischem Kopfsteinpflaster und großartigen Ausblicken. Seither ist sie Anziehungspunkt für Ausflügler, Romantiker, Motorradfahrer und Automobilisten. Sie führt über 15 Kilometer, meist durch Buchenwald, von Neustift im Walde im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling auf den Kahlenberg und Leopoldsberg und weiter ins Donautal nach Klosterneuburg. Ein Großteil der historischen Straße steht inzwischen unter Denkmalschutz. Und am Wochenende lassen es sich die Wiener nicht nehmen, über ihre liebgewonnene Höhenstraße zu fahren, im Wienerwald spazieren zu gehen oder am Häuserl am Stoan, einem traditionellen Gasthaus mit Almhütten-Flair, einzukehren.

    Wienerwald

    Auf dem Stadtwanderweg 1a kann man von Nussdorf, dem Standort vieler Heuriger, ins Kahlenbergerdorf wandern. Von dort aus geht es über den Nasenweg mit seinen 310 Stufen und fünf Aussichtsplattformen weiter auf den Leopoldsberg und Kahlenberg. Weinberge, Wälder und Wiesen wechseln sich hier munter ab – zu erleben in vier kurzweiligen Wanderstunden hoch über Wien. Im Übrigen gibt es in Wien noch zehn weitere Stadtwanderwege – wohl auch einer der Gründe, warum die Stadt so lebenswert ist.

    Unterwegs auf dem Stadtwanderweg 1a

    Auf dem Stadtwanderweg 1a kann man von Nussdorf, dem Standort vieler Heuriger, ins Kahlenbergerdorf wandern. Von dort aus geht es über den Nasenweg mit seinen 310 Stufen und fünf Aussichtsplattformen weiter auf den Leopoldsberg und Kahlenberg. Weinberge, Wälder und Wiesen wechseln sich hier munter ab – zu erleben in vier kurzweiligen Wanderstunden hoch über Wien. Im Übrigen gibt es in Wien noch zehn weitere Stadtwanderwege – wohl auch einer der Gründe, warum die Stadt so lebenswert ist.

    Donau-Strandpromenade

    Die ersten Kilometer ab Nussdorf verlaufen eben der Donau entlang. Manche beobachten die Donauschiffe, andere kühlen hier die Füße im Fluss. Doch: Auf den Kahlenberg ist es noch ein Stück … der Weg lohnt sich allemal.

    Kahlenbergerdorf

    Das Kahlenbergerdorf am Fuße des Leopoldsbergs hat seinen jahrhundertealten Charme erhalten und lädt immer zu einer Rast ein. Früher lebte man hier vom Silberabbau, heute ist Wein der bestimmende Wirtschaftsfaktor.

    Leopoldsberg

    Auf 425 Meter Höhe genießt man eine großartige Aussicht auf Donau und Stadt. Hier befindet man sich auf geweihtem Boden – schließlich sind Berg und die darauf befindliche Kirche nach dem Wiener Stadtheiligen Leopold benannt.

    Panorama-Terrasse am Kahlenberg

    Bei Kaffee und Kuchen das wohl atemberaubendste Panorama von Wien genießen: Von der 890 Quadratmeter großen Terrasse hat man wohl den besten Blick auf die beiden Donauarme und die vorgelagerten Weingärten der Stadt.

    Es muss ein Wein sein

    Die schönsten Heurigen am und rund um den Kahlenberg: Bei einem Glas Wein die herrliche Aussicht über Wien genießen.

    Der Wieninger am Nussberg ist ein Heuriger, der mit seiner Lage zwischen den Weinstöcken mittlerweile Kultstatus genießt. Die großartige Aussicht wird von feinen Weißweinen aus biodynamischem Anbau begleitet.

    Die Buschenschank Mayer am Nussberg bietet Liegestuhl-Komfort mitten am Weinberg und wartet mit preisgekrönten Weinen aus eigenem Anbau sowie g’schmackigen Käse- und Wurstspezialitäten auf.

    In der Buschenschank des Weinguts Wailand hoch oben auf dem Nussberg genießen Romantiker die Aussicht bei einem Glas Grünen Veltliner, Riesling oder dem typisch wienerischen Gemischten Satz.

    Die Buschenschank Uhler liegt am oberen Reisenberg, dort, wo Winzer Peter Uhler seine Liebe zur Musik mit seinem Einfühlungsvermögen für biodynamischen Weinbau verbindet.

    Im lauschigen Gastgarten des Heurigen Kierlinger in Nussdorf erlebt man noch die gesellige Ursprünglichkeit des Wiener Heurigen. Seit 1787 in Familienbesitz, wird hier Wiener Gemütlichkeit großgeschrieben.

    Die Buschenschank Windischbauer am Nussberg besticht nicht nur durch eine fabelhafte Aussicht, sondern auch durch Heurigenjausen der ungewöhnlichen Art: Arancini, toskanische Bauernsuppe oder Mandel-Zimt-Buchteln werden hier zum Wein gereicht.

    Das Weingut Cobenzl zählt zu den bedeutendsten Weingütern Wiens. Am traditionellen Standort am Cobenzl kann man in edlem Ambiente Weine verkosten sowie an Führungen durch Keller, Presshaus und Weingarten teilnehmen.

    Weinbau in Wien

    Wein mit Kultur

    Der Weinbau hat in Wien eine lange Tradition: Schon unter Kaiser Probus (232–282 n. Chr.) wurde hier für die römische Legion Wein kultiviert. Heute ist Wien die einzige Großstadt der Welt, in der innerhalb der Stadtgrenzen nennenswerter Weinbau betrieben wird. Herzstück des Wiener Weinbaus sind die Hänge des Kahlenbergs und Nussbergs. Der Nussberg, der zum Kahlenberg führt, ist eine ehemalige Meeresterrasse: Hier gedeihen Grüner Veltliner, Riesling – oder der Gemischte Satz: Diese Urwiener Sorte setzt sich aus erlesenen weißen Rebsorten zusammen, die am selben Weinberg angebaut, geerntet und gemeinsam gekeltert werden. Inzwischen hat der Gemischte Satz in exquisiten Weinlokalen zwischen New York und Tokio Kultstatus erreicht. Seit 2015 schreibt ein weltweit einzigartiges Gesetz vor, dass die Wiener Weinflächen bewirtschaftet werden müssen. Das verhindert Immobilienspekulationen auf wertvollen Rebflächen – somit steht der Wiener Wein quasi unter Denkmalschutz. Und seit 2019 zählt die Wiener Heurigenkultur auch zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

    Blick vom Kahlenberg

    Bewegen am Kahlenberg

    Waldseilpark

    Urwald-Feeling im Biosphärenpark Wienerwald: Auf 17 Parcours unterschiedlicher Schwierigkeit klettert, hängt und schwingt man durch den Wald. Seilbrücken, wackelige Netze und Flying Foxes bieten Abenteuer pur.

    3D-Bogen-Sportpark

    Auf den Spuren von Robin Hood: Auf markierten Wegen im Wald gilt es, mit dem Bogen auf 3D-Hindernisse in Form von Nachbildungen von Wildtieren zu schießen. Waren wir nicht alle ursprünglich Jäger und Sammler?

    Elisabethwiese

    Die Elisabethwiese ist die größte Spiel- und Liegewiese am Kahlenberg. Außerdem ist sie der Knotenpunkt zu sieben markierten Wanderwegen. Auf der Wiese selbst oder in der nahen Josefinenhütte kann man aber auch herrlich die Seele baumeln lassen.

    Die grüne Lunge der Stadt

    Biosphärenpark Wienerwald

    Der 105.000 Hektar große Wienerwald ist ein einzigartiges Naturgebiet mit ausgedehnten Laubwäldern, die hauptsächlich aus Buchen, Eichen und Föhren bestehen. Wiens „grüne Lunge“ ist ein Beispiel für vorbildliche Biodiversität, gepflegt vom Biosphärenpark Wienerwald. Mit seiner großen landschaftlichen Vielfalt ist der Wienerwald auch ein Hotspot der Artenvielfalt: Die Wiesen sind noch von vielen unterschiedlichen Gräsern bewachsen, Feuchtbiotope und Tümpel bieten wertvolle Laichplätze für Amphibien – und: Österreichs größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet ist auch Lebensraum für viele gefährdete Vogelarten. Der Wienerwald erstreckt sich freilich weit über Wien hinaus: bis Bad Vöslau im Süden, nach St. Pölten im Westen und Tulln im Nordwesten. Für Besucher gibt es unzählige Erkundungsmöglichkeiten: wandernd, reitend oder mit dem Mountainbike – alles im sanften Umgang mit der Natur, versteht sich.

    Stadtwanderweg Sophienalpe