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    • Brauhaus-Chef Helmut Satzinger / Freistädter Brauhaus
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    Hopfen und Malz: Freistadt erhalt's

    Kleine Gassen, geschichtsträchtige Erker und charmante Innenhöfe – das ist Freistadt im oberösterreichischen Mühlviertel. Aber nicht nur das: Das historische Städtchen ist auch für seine Braucommune berühmt – einer, der diese Tradition besonders hochhält, ist Brauhaus-Chef Helmut Satzinger.

    „Die Architektur und das Gebäude in der Braucommune in dieser wunderbar historischen Stadt machen das Brauhaus einzigartig. Und natürlich das Bier“, ist Helmut Satzinger überzeugt. Der barocke, aus drei Geschoßen und Flügeln bestehende Bau aus den 1770er-Jahren steht seit 1986 sogar unter Denkmalschutz.

    Die Geschichte der Braucommune selbst lässt sich sogar bis zur Gründung von Freistadt im Jahr 1220 zurückführen. Denn damals bekamen die 149 Häuser der Altstadt tatsächlich ein Braurecht verliehen. Die Stadt wuchs über die Jahrhunderte immer mehr, die Brauereien hingegen wurden immer weniger, bis es Mitte des 18. Jahrhunderts schließlich nur mehr zwei Brauhäuser gab. Diese konnten den Bedarf an Bier allerdings nicht stillen.
    Daraufhin gründeten die 149 Hausbesitzer*innen die Braucommune, kauften ein Grundstück und bauten ihr eigenes Brauhaus.

    Brautradition kulinarisch vollendet

    Einer, der die Tradition in der Mühlviertler Stadt hochhält, ist Helmut Satzinger. „Meine Großeltern waren schon Wirte, ich bin im Wirtshaus aufgewachsen und war schon als Kleinkind unter den Gästen“, erinnert sich der Gastwirt und Geschäftsführer des Freistädter Brauhauses an die Anfänge seiner gastronomischen Laufbahn. Das war auch der Grund, warum sich Satzinger in jungen Jahren für eine Lehre als Koch und Kellner entschieden und diese im örtlichen Gasthof begonnen hat.

    Seine Karriere hat ihn seither durch ganz Österreich geführt, Bad Aussee, Seefeld und Innsbruck waren unter anderem seine Stationen. Gearbeitet hat er in Österreich „quasi überall“, erzählt Satzinger, „dann bin ich zur Einsicht gekommen, dass es zuhause am schönsten ist.“ Der 59-Jährige führt das Brauhaus nun seit seiner Eröffnung im Jahr 2012. Es befindet sich innerhalb der historischen Mauern der Braucommune, wie die Brauerei in dieser „Kleinen historischen Stadt“ genannt wird.

    Freistädter Bier genießen

    11 Sorten Bier werden aktuell in der Braucommune in Freistadt gebraut: Zum Standardsortiment mit dem Ratsherrn Premium, März'n, Midium, Pegasus, Black Bock, Bio Zwickl, Junghopfenpils, Rotschopf und Imperator kommen der naturtrübe Zwickl-Radler und das Oktoberbier passend zur Saison dazu.

    •                     BierWeltRegion Mühlviertel / Freistädter Brauhaus
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      Mit 45 Mitarbeiter*innen, darunter 10 Biersommelièr*en, und mehr als 600 Sitzplätzen ist es eines der größten Wirtshäuser im ganzen Mühlviertel.
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    •                     Brauhaus Freistadt Keller / Freistädter Brauhaus
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      In der hauseigenen Bierakademie wird uraltes Wissen vermittelt. Besucher*innen können zudem ihr eigenes Bier brauen oder eine Ausbildung zum*zur Biersommelier*e machen.
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    In der Küche setzt Helmut Satzinger auf Qualität und Regionalität. Brauhaus und Brauerei sind eng verbunden: Zum einen wird das hauseigene Bier ausgeschenkt, zum anderen findet es sich in den Speisen wieder und wird in den hochwertigen Gerichten verarbeitet, wie zum Beispiel im Brauhaus-Bratl mit Schwarzbiersaftl oder im Biergulasch. „Es hat alles seine Mode, aber wichtig ist, dass man schaut, was die Natur in welcher Zeit hergibt.
    Die Qualität der Produkte ist ausschlaggebend.“ Satzinger legt Wert auf das Ursprüngliche: „Ich verstehe mich als Handwerker, der die Lebensmittel so behandelt, wie sie behandelt gehören: mit Wertschätzung. Am Ende soll man am Teller noch erkennen, welche wunderschönen Produkte drin ist“, so der ausgebildete Diplom-Biersommelier.

    •                     Brauhaus Freistadt / Freistädter Brauhaus
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    •                     Kulinarik im Freistädter Brauhaus / Freistädter Brauhaus
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    Kraft tanken im Mühlviertel

    • Wenn Helmut Satzinger nicht im Brauhaus ist, dann trifft man ihn bei einem Plausch in der historischen Altstadt. „Ich bin hier geboren und fühle mich in der Altstadt besonders wohl. Die wenige Freizeit, die ich als Gastwirt habe, genieße ich entweder dort oder in der Ruhe der Natur.

      Freistadt und das umliegende Mühlviertel bieten viele Wanderwege, wie den Stoakraftweg, oder tolle Radwege.“ Die Natur zeichnet sich im Mühlviertel vor allem durch die sanften, grünen Hügellandschaften aus, die durch die grün bemoosten Findlinge besonders mystisch wirken. „Es gibt kleine, nette Kirchen, wie die in St. Peter zum Beispiel. Von dort aus kann man über die Stadt blicken. Das ist Balsam für die Augen“, schwärmt Satzinger, „oder das Thurytal, ein Idyll, in dem man zu sich selbst finden kann.“

    • Auch privat ist er dem Brauhaus sehr verbunden, denn er wohnt in der sogenannten Braumeister-Villa ganz in der Nähe des Brauhauses. Und von seiner Leidenschaft als Koch profitiert auch seine Familie: Denn Helmut Satzinger findet seine Entspannung beim Kochen, dabei verarbeitet er gerne selbstgezogenes Gemüse aus dem eigenen Garten.

      Beruflich steht Satzinger nur noch selten in der Küche, er kümmert sich hauptsächlich um das Geschäft. „Wenn Not am Mann ist, hängt die Kochjacke aber immer einsatzbereit in meinem Büro.“ Denn das Kochen, so sagt Satzinger, war und ist sein Leben.

    Unterkünfte im Mühlviertel suchen

    Mystik und Idylle im Mühlviertel

    •                     Freistadt im Frühling
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      Umschlossen von den Stadtmauern und -toren bietet die Altstadt viel Sehenswertes und gilt ganz offiziell als „Kleine historische Stadt“.
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    •                     Zwei Mountainbiker unterwegs im Mühlviertel / Mühlviertel
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      Rad fahren durch die grüne Hügellandschaft oder wandern entlang des Stoakraftwegs – das Mühlviertel bietet Raum für Bewegung.
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    •                     Pilgern auf idyllischen Waldwegen
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      Erholung finden Besucher*innen beim Waldluftbaden im Thurytal – zwischen den mystischen Granitsteinen, auch Findlinge genannt.
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