Kräuter in Österreich: Wanderungen, Hotels und Kräuterdörfer

Einleitung
Kräuter in Österreich begegnen euch beim Wandern, in der Küche, in Kräutergärten und in eigenen Kräuterdörfern. Bei geführten Kräuterwanderungen erfahrt ihr, welche Pflanzen auf Wiesen und entlang der Wege wachsen und wie sie traditionell verwendet werden. Workshops und Kochkurse zeigen, wie Kräuter verarbeitet werden und ihre Aromen in Gerichten zur Geltung kommen.
In Kräuterhotels gehören Kräutergärten, Anwendungen und Gerichte mit Kräutern zum Angebot. Ganze Orte widmen sich dem überlieferten Wissen rund um die Pflanzen wie etwa das Kräuterdorf Irschen im Kärntner Drautal. Von dort bis zu den Wiesen Vorarlbergs und der Steiermark zeigt sich, wie unterschiedlich ein Kräuterurlaub in Österreich aussehen kann – beim Gehen, Riechen, Schmecken und Kennenlernen.
Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und wurden sorgfältig recherchiert. Für Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden.
Kräuterwanderungen und Kräutererlebnisse in Österreich
Kräuterwanderungen in Österreich führen über Wiesen, durch Wälder und hinauf auf Almen. Geführte Touren, Kräuterschaugärten, Workshops und Duftgärten zeigen, welche Pflanzen hier wachsen und wie sie verwendet werden. Unterwegs geht es um Wild- und Küchenkräuter, ihre Aromen und überliefertes Wissen rund um ihre Verarbeitung. Je nach Angebot werden Kräuter bestimmt, gemeinsam verarbeitet oder in der Küche verkostet. So bekommt das Wandern eine zusätzliche Ebene: Wer genauer hinschaut, entdeckt zwischen Gräsern und am Wegesrand eine Vielfalt an Düften, Farben und Aromen – und erfährt von Kräuterexpert:innen, was hinter den Pflanzen steckt.
Kräuterdörfer in Österreich
Kräuterdörfer in Österreich stellen Kräuter und das Wissen rund um ihre Verwendung in den Mittelpunkt. Bei geführten Kräuterwanderungen, in Kräutergärten und Workshops lernt ihr Wild-, Heil- und Küchenkräuter kennen und erfahrt von Kräuterexpert:innen mehr über Verarbeitung und überlieferte Anwendungen. Duftgärten und Kräuterküche zeigen weitere Seiten der Pflanzenwelt. So begegnen euch Kräuter nicht nur auf Wiesen und in Gärten, sondern auch beim Kochen, Verkosten und im Austausch mit Menschen, die sich seit vielen Jahren mit Kräutern beschäftigen und ihr Wissen weitergeben. Dabei heißt es: Riechen, schmecken, genauer hinschauen – und Pflanzen entdecken, an denen man sonst vielleicht vorbeigegangen wäre.
Kräuterhotels in Österreich
Kräuterhotels in Österreich machen Kräuter auf unterschiedliche Weise zum Teil des Urlaubs: in der Küche, in Kräutergärten, bei Spa-Anwendungen oder in hausgemachten Pflegeprodukten. Je nach Haus werden Kräuter angebaut, verarbeitet und für Gerichte, Tees oder Anwendungen verwendet. Auch auf ausgewählten Bauernhöfen gehören Kräuter zum Urlaubserlebnis: Die Vitalhöfe etwa setzen dabei je nach Betrieb eigene Schwerpunkte. So reichen die sinnlichen Erlebnisse vom Duft im Garten über Kräuter auf dem Teller bis zu Anwendungen im Spa.
Kräuterrestaurants und aromatische Kräuterkreationen
Frisch verwendet, getrocknet oder eingelegt: Kräuter spielen in der österreichischen Küche seit jeher eine wichtige Rolle. Petersilie, Schnittlauch, Majoran oder Liebstöckel gehören zu vielen klassischen Gerichten, Wildkräuter bringen weitere Aromen auf den Teller. Heute greifen Köch:innen dieses Wissen auf und setzen Kräuter auch überraschend ein – in Saucen und Suppen, zu Gemüse, Fisch und Fleisch, in Käse, Desserts oder Getränken. Dabei geht es nicht immer um kräftigen Geschmack. Oft reichen wenige Blätter, Blüten oder Kräuterspitzen, um einem Gericht eine neue Nuance zu geben. So zeigt die Kräuterküche in Österreich, wie vielseitig sich Aromen aus Garten, Wald und Wiese einsetzen lassen.
Kräuter-Rezepte: Kochen mit der Natur
Wildkräuter in Österreich
Wildkräuter in Österreich wachsen auf Wiesen, an Waldrändern und in alpinen Lagen. Brennnessel, Brunnenkresse, Löwenzahn oder Schafgarbe entwickeln je nach Art charakteristische Aromen sowie unterschiedliche Pflanzenstoffe. In der österreichischen Küche werden essbare Wildkräuter frisch, getrocknet oder verarbeitet eingesetzt – etwa für Suppen, Aufstriche, Salate, Kräutersalze und Desserts. Dabei reicht das Geschmacksspektrum von würzig und herb bis fein und blumig. Auch abseits der Küche sind Wildkräuter beliebt: Sie werden beispielsweise zu Ölen, Salben und anderen Kräuterprodukten verarbeitet. Wer mehr über die Pflanzen erfahren möchte, kann sie bei geführten Kräuterwanderungen kennenlernen.
Sicher mit Wildkräutern umgehen
Nicht jedes Wildkraut ist essbar, und manche Pflanzen können mit giftigen Arten verwechselt werden. Sammelt und verwendet deshalb nur Pflanzen, die ihr zweifelsfrei bestimmen könnt. Im Zweifel gilt: Stehen lassen! Beim Sammeln ist es außerdem wichtig, nur kleine Mengen mitzunehmen und regionale Schutzbestimmungen zu beachten.
Wer Wildkräuter kennenlernen möchte, ist bei einer geführten Kräuterwanderung mit fachkundigen Kräuterexpert:innen gut aufgehoben.
Österreichs Wildkräuter und ihre Verwendung
Warum Kräuter mehr können als duften und schmecken
Was für uns nach Minze, Thymian oder Salbei duftet, erfüllt für die Pflanze ganz andere Aufgaben. Kräuter bilden eine Vielzahl sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe. Dazu gehören ätherische Öle, Bitter-, Gerb-, Farb- und Duftstoffe. Manche helfen dabei, Fraßfeinde fernzuhalten, andere locken Bestäuber an oder spielen beim Umgang mit intensiver Sonneneinstrahlung eine Rolle.
Welche Stoffe eine Pflanze bildet und in welcher Menge, hängt unter anderem von Pflanzenart, Standort und Entwicklungsphase ab. Wer dieses Zusammenspiel kennt, entdeckt Kräuterwiesen beim Wandern mit einem anderen Blick – und versteht, woher die intensiven Aromen kommen, die Kräuter in der Küche so interessant machen.