• Innradweg bei Rattenberg-Kramsach

    Innradweg bei Rattenberg-Kramsach

    Tirol Werbung / Frank Bauer

Dem eigenen Kompass folgen

Abseits der bekannten Routen durch Österreich warten versteckte, aber bezaubernde Geheimtipps auf ihre Entdeckung. Eine Reise zu alternativen Zielen, die in Staunen versetzen.

Klein, aber fein

Rattenberg: Die Glasstadt

Verwinkelte Gassen, mittelalterlicher Charme, fantastische Aussichten: Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs mit ihren nur 440 Einwohnern, ist ein wahres Schmuckkästchen. Bummelt man vorbei an den historischen Fassaden, gelangt man ganz von allein zur Glasmanufaktur, die Rattenberg den Zweitnamen „Glasstadt“ eingebracht hat. Kunstfertige Glasbläser und Glasschleifer, Glasmaler und Glasgraveure stellen hier einzigartige Gegenstände her – man kann ihnen dabei sogar zusehen. Abends wartet ein weiterer kultureller Genuss: Die Schlossbergspiele bieten seit 60 Jahren im Sommer ausgezeichnetes Laientheater.

Rattenberg Zentrum

Rattenberg Zentrum

Alpbachtal Tourismus / G. Grießenböck

Die Welt der weißen Pferde

Das Lipizzanergestüt Piber in der Steiermark

Piaffe, Passage, Pesade – wer jemals eine Vorführung der Spanischen Hofreitschule in Wien besuchte, mag sie etwas kennen, die Lektionen der Hohen Schule der Reiterei, perfekt präsentiert von edlen Lipizzanerhengsten. Bevor die Schimmel jedoch mit dem anspruchsvollen Training beginnen, verbringen sie die ersten Jahre ihres Lebens in der Steiermark. Im Lipizzanergestüt Piber, mitten im Grünen, werden sie geboren und auf ihre spätere Zeit als Kunstreitpferde vorbereitet. Wer die jungen Tiere beim Auslauf auf den hügeligen Sommerweiden beobachtet, wird überrascht sein: Ihr später hellweißes Fell ist bis zu ihrem zehnten Lebensjahr schwarz, grau oder braun.
Piber ist überdies auch das „Ruhestandsdomizil“ vieler Hengste, die zuvor tausende Besucher der Spanischen Hofreitschule in Wien beeindruckten.

Lipizzanergestuet Piber in der Steiermark

Lipizzanergestuet Piber in der Steiermark

Steiermark Tourismus

Naturwunder

Die Schlögener Schlinge in Oberösterreich

Es ist ein wahres Naturschauspiel, das die Donau bei Schlögen in Oberösterreich vollführt: Der Strom, der jahrhundertelang dem Granitboden auswich, formte hier zwei große Landzungen. Heute umfließt er sie in einer großen Schlinge, indem er zweimal die Flussrichtung ändert. Wirklich gut beobachten kann man dieses Phänomen von oben: Der wunderbare „Schlögener Blick“ eröffnet sich nach einer kurzen Wanderung.

Weitwandern am Donausteig, Schlögener Schlinge

Weitwandern am Donausteig, Schlögener Schlinge

WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH / Ralf Hochhauser
Schlögener Schlinge

157 Stufen zur Geschichte

Der Stadtturm von Enns in Oberösterreich

Man benötigt schon etwas Puste, um den 60 Meter hohen Stadtturm der ältesten Stadt Österreichs zu erklimmen. Doch der Blick von der Galerie des im 16. Jahrhundert erbauten Wacht- und Brandmeldeturms auf den malerischen Stadtkern lohnt sich: Gut beschützt durch die mittelalterliche Stadtmauer glänzen die fein restaurierten Häuser aus der Renaissance und dem Barock mit schmucken Fassaden und großzügigen Innenhöfen. Auf dem Weg zur Turmspitze kann man nicht nur das Uhrwerk der Turmuhr und den Glockenturm besichtigen: Wer Lust auf eine 24-stündige Unterbrechung hat, legt schon nach den ersten 71 Stunden einen Stopp ein: Hier wartet ein feines Hotelzimmer mit quadratischem Riesenbett.

Enns mit Schloss und Stadtturm

Enns mit Schloss und Stadtturm

TSE GmbH Enns
Enns

Der Gollinger Wasserfall

Weniger bekannt, aber gar nicht weniger spektakulär

Es ist die Mischung aus kühlem Sprühregen, frischer Luft und einer großartigen Wald- und Pflanzenwelt, die die Faszination von alpinen Wasserfällen ausmacht. In ihrer Nähe lässt es sich verweilen, aufatmen, Kraft tanken.

Wer ein wenig abseits von ausgetretenen Pfaden einen eindrucksvollen Wasserfall besuchen will, dem sei der Gollinger Wasserfall im Salzburger Land ans Herz gelegt. Er zählt zu den höchsten Österreichs. Über 76 Meter stürzen hier die rauschenden Wassermengen des Schwarzenbaches in die Tiefe und liefern ein beeindruckendes Schauspiel. Man kann es auf dem Treppenweg nach oben aus verschiedensten Blickwinkeln beobachten. Wer gut zu Fuß ist, sollte auch die ausgiebige Waldwanderung zur Quelle des Schwarzenbaches nicht versäumen.

Tipp: Von der Regenbogenbrücke hat man einen großartigen Ausblick über den Gollinger Wasserfall und die fantastische Natur – sanfte Dusche inklusive.

Gollinger Wasserfall

Gollinger Wasserfall

SalzburgerLand Tourismus
Golling

Schloss Laxenburg

Ein Jagdschloss nahe Wien

Ein wunderbares Jagdschloss, ein herrlicher Erholungs- und Entspannungsort: Unweit von Wien liegt inmitten von ausgedehnten Wiesen und Wäldern Schloss Laxenburg. Einst als mittelalterliche Wasserburg errichtet, zogen sich die Herrscher der Habsburger Dynastie gern hierher zurück. Schon Kaiserin Maria Theresia hielt sich gern in Laxenburg auf und Kaiser Franz Joseph und seine Frau Sisi verbrachten hier ihre Flitterwochen. Der herrschaftliche Schlosspark mit seinen knorrigen, uralten Bäumen zählt zu den bedeutendsten Landschaftsgärten Europas. Bemerkenswert auch der riesige Schlossteich, auf dem sich im Winter – bei entsprechenden Minusgraden – die Eisläufer tummeln.

Ausflugsziel Schloss Laxenburg im Wienerwald

Ausflugsziel Schloss Laxenburg im Wienerwald

Niederösterreich Werbung / Michael Liebert

Stift Altenburg

Die Welt der Benediktiner

„Barockjuwel des Waldviertels“ wird das Benediktinerstift Altenburg in Niederösterreich auch genannt. Kein Wunder, denn die fantastische Barockfassade ist ein wahres Schmuckstück. Die Fresken an zahlreichen Wänden im Inneren stammen von dem berühmten österreichischen Barockmaler Paul Troger. Steigt man die steinernen Treppen in die Untergeschoße hinab, erwartet den Besucher eine zweite Klosteranlage – diesmal aus der Zeit des Mittelalters, mitsamt Kapitelsaal und Kreuzgang. Eine einmalige Gelegenheit, zwei Klosteranlagen aus unterschiedlichen Epochen direkt miteinander zu vergleichen!

Knjižnica samostana Altenburg, Waldviertel

Knjižnica samostana Altenburg, Waldviertel

Österreich Werbung / Gerhard Trumler

Die Künstlerstadt Gmünd

Mit Künstlern auf Augenhöhe

Ein Städtchen, das sich mit ganzem Herzen der Kunst verschrieben hat: In den liebevoll restaurierten mittelalterlichen Häusern von Gmünd in Kärnten halten die ansässigen Künstler das ganze Jahr über die Türen zu ihren Ateliers und Galerien geöffnet. Am besten folgt man einem Art Guide, der viel über Geschichte und Kultur der Stadt zu erzählen weiß. Und sicher kommt man dabei auch an der Stadtturmgalerie vorbei, wo regelmäßig Ausstellungen von hochrangigen, international bekannten Künstlern gezeigt werden. Turner und Matisse sind nur zwei der vielen großen Namen. Im spannenden Kontrast dazu: der Skulpturengarten von Fritz Russ. Man sollte ihn nicht versäumen.

Tipp: Jährlich im August stellen in Gmünd 100 bedeutende Künstler auf dem zweitätigen Kunsthandwerksmarkt ihre Stücke zur Schau. Ganz einfach ist es nicht, bei diesem hochrangigen Event dabei zu sein: Erst muss eine Fachjury ihre Zustimmung geben, die damit gewährleistet, dass nur professionelles Handwerk aus eigener Produktion angeboten wird.

  • Aussenaufnahme, St. Martins Therme, Weihnachten

    Die Therme im Nationalpark Die Therme im Nationalpark

    Wer von einem ausgedehnten Museumsbesuch erschöpft ist, erholt sich am besten in der nahegelegenen St. Martins Therme mitten im burgenländischen Seewinkel.

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    St. Martins Therme & Lodge / Kurt-Michael Westermann