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    • Wolfgang Amadeus Mozart
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    Ein Tag mit Mozart

    „... ich versichere sie, daß hier ein Herrlicher Ort ist ...“
    Das schrieb Wolfgang Amadé Mozart am 4. April 1781 an seinen Vater Leopold nach Salzburg.

    Willkommen in Mozarts Wien

    Beginnen wir den Tag auf den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart am Stephansplatz. Es ist 9 Uhr morgens, die Sonne scheint, und die Kutscher sind gerade dabei, ihre Fiaker für die tägliche Tour vorzubereiten. Hier im Stephansdom, mitten im Stadtzentrum, hat Mozart nicht nur seine Frau Constanze Weber geheiratet, sondern auch seine Kinder taufen lassen. Wir lassen den Dom aber hinter uns und flanieren über die Kärntnerstraße und Himmelpfortgasse zum Café Frauenhuber. Wo heute ein gemütliches, typisches Wiener Kaffeehaus angesiedelt ist, war früher der Jahn’sche Konzertsaal. Viele Konzerte – damals noch als Pianist – hat Mozart dort gegeben. Heute verbreiten die Oberkellner, die im schicken Frack für das Wohl der Gäste sorgen, den klassischen Wiener Charme. Ob es damals in der Zeit von Mozart auch schon so war?

    Zimmer, Küche, Kabinett – das Mozarthaus

    Nur einige Schritte zurück Richtung Stephansdom und wir erreichen das Mozarthaus Wien. Hier, in der Domgasse 5 im ersten Bezirk, hat der große Musiker lange Zeit gewohnt. Es ist nicht die einzige Wohnung, in der er in Wien gelebt hat, aber nur diese Bleibe ist noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Womöglich hatte Wolfgang Amadeus Mozart hier seine glücklichsten Jahre verbracht. Schließlich hat er es nirgendwo so lange ausgehalten wie hier. Hier fand er auch die Inspiration für seine Oper „Die Hochzeit des Figaro“. Dort, wo das Musikgenie weltbekannte Werke geschrieben hat, haben wir heute das Glück, auf drei Etagen auf seinen Spuren wandeln zu dürfen. Viele der Zimmer, in denen einst Mozart gelebt hat, zeigen noch heute historische Stuckdecken und Wandmalereien und gestatten so einen Blick in die Vergangenheit. Um unseren Wissensdurst zu stillen, haben wir das Mozarthaus besucht, um den Hunger zu stillen, wählen wir nun eines der vielen Cafés und Restaurants der Umgebung für unser Mittagessen aus.

    •                 Wiener Philharmoniker, Neujahrskonzert 2021 mit Riccardo Muti
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      Die Wiener Philharmoniker

      Die Wiener Philharmoniker – schon der Klang des Namens ist Musik. Wo das weltberühmte Orchester spielt, sind die Menschen in höchsten Tönen begeistert und berührt.

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    Musik zum Anfassen im Haus der Musik

    Frisch gestärkt vom Mittagsmahl, geht es weiter im Programm. Die engen Gassen der Innenstadt und das sonnige Wetter laden zu einem Spaziergang ein. Da kommt es gelegen, dass das Haus der Musik nur ein paar Schritte entfernt liegt. Das Gebäude beherbergt heute nicht nur ein innovatives Klangmuseum, es ist auch die Geburtsstätte der Wiener Philharmoniker. Deren Gründer, Otto Nicolai, hat hier gewohnt, nicht zuletzt deshalb befindet sich auch das Museum der Wiener Philharmoniker an diesem Standort. Erklärtes Ziel des Klangmuseums ist es, Verständnis, Aufgeschlossenheit und Begeisterung für Musik zu vermitteln. Auf spielerische Art – mit innovativen und interaktiven Ausstellungsstücken – werden wir angeregt, selbst aktiv zu werden und unsere Musikalität zu entdecken. Mozart hat für eine seiner Klavierschülerinnen das Alphabet vertont und so jedem Buchstaben einen Klang zugewiesen. Dank dieser Erfindung können wir im Haus der Musik die Melodie unseres Namens hören, ganz so, wie Mozart es sich ausgedacht hatte. Die bekannten Klänge der kleinen Nachtmusik und weiterer Meisterwerke begleiten uns während des ganzen Aufenthaltes. Mit neuen Eindrücken und einer kleinen Melodie im Ohr verlassen wir summend das Haus der Musik und machen uns auf den Weg zur nächsten Station auf den Spuren Mozarts.

    Von der Wiege bis zur Bahre – die letzte Ruhestätte Mozarts

    Nachdem wir im Haus der Musik spielerisch neue Facetten von klassischer Musik kennengelernt haben, geht es nun weiter zur letzten Station des großen Komponisten. Obwohl Mozart zu Lebzeiten gut verdient hatte, blieb ihm am Ende seines Lebens nichts von seinem Wohlstand übrig. Deshalb wurde er in St. Marx auf einem Friedhof anonym mit weiteren Personen in einem sogenannten „Schaftgrab“ beigesetzt. Rund 70 Jahre später hat man eine Gedenktafel aufstellen lassen, ungefähr an jener Stelle, an der das Grab von Mozart vermutet wurde. Diese Tafel wurde später auf den Wiener Zentralfriedhof verlegt. Dort geht es jetzt auch hin. Vom nahegelegenen Schwarzenbergplatz im Zentrum können wir direkt mit der 71er-Bim zum Zentralfriedhof gelangen und nebenbei noch die schöne Aussicht genießen. Angekommen auf dem fast 2,5 km² großen Friedhof, dem zweitgrößten Europas, auf dem sogar eine eigene Buslinie verkehrt, können wir die letzte Reise Mozarts nachvollziehen. Inmitten von Ehrengräbern erinnert eine große Tafel an das Musikgenie und sein Wirken: umgeben von anderen großen Namen wie Ludwig van Beethoven, Gustav Mahler, aber auch modernen Künstlern wie Falco oder Udo Jürgens. Andächtig betrachten wir die Gräber, um uns herum Stille. Nach einem Moment der Ruhe holt uns der Anblick eines kleinen Rehs am Wegesrand wieder zurück in die Gegenwart. Bevor es zurück in die Stadt geht, nutzen wir den schönen Nachmittag, um bis zum Tor zu spazieren und die friedliche Atmosphäre des Zentralfriedhofs zu genießen. Wir erinnern uns an die Meisterwerke, die uns Mozart geschenkt hat und die auch Wien geprägt haben. Also geht es wieder zurück ins Stadtzentrum.

    Der krönende Abschluss: Eine Vorstellung im Theater an der Wien

    Nach einem ereignisreichen Tag, an dem wir eine Reihe wichtiger Orte im Leben des großen Musikgenies besucht haben, wird es nun Zeit, eines der großen Opernhäuser zu besuchen: das Theater an der Wien, das von Mozarts damaligem Mitstreiter und Freund Emanuel Schikaneder gegründet wurde. Das Opernhaus liegt direkt am bekannten Naschmarkt. Schikaneder, der Librettist der „Zauberflöte“ war der erste Direktor des 1801 gegründeten Opernhauses. Während es vor etwa 20 Jahren für einige Jahre als Musicalbühne genutzt wurde, öffnet es seit 2006 wieder seine Pforten für Liebhaber von Operetten, Singspielen und Konzerten aller Art. In elegante Abendschale geworfen, schreiten wir durch die imposanten Tore des Opernhauses und sind voller Vorfreude, den Klängen von Mozarts „Hochzeit des Figaro“ lauschen zu dürfen. Wie es wohl mit den ganzen neuen Eindrücken, die wir über Mozarts Leben heute gesammelt haben, klingen wird? Der Vorhang öffnet sich und das Spektakel beginnt. Mit dem Klang des ersten Tons stellt sich beim Publikum ehrfürchtige Aufmerksamkeit ein. Jetzt heißt es genießen – so wie Genussmensch Mozart damals in „seinem“ Wien. Am Heimweg lassen wir den Tag nochmal Revue passieren. Beim Anblick der prächtigen Bauten und engen Gassen wird uns klar, auf wessen bemerkenswerten Spuren wir in dieser Stadt gewandelt sind.

    Florian Schönwiese im Theater an der Wien
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    Wie fühlt es sich an, heute im Theater an der Wien zu spielen?

    Einen persönlichen Einblick in das Theater an der Wien gibt uns Florian Schönwiese, der auf eine mehr als 20-jährige Karriere als Geiger zurückblicken kann.

    Das Theater ist ihm bestens vertraut, ist es doch die Spielstätte des Concentus Musicus. Als Ensemblemitglied hat er hier regelmäßig Auftritte. Am Programm stehen die großen Komponisten von damals, die mit historischen Instrumenten – aber mit dem musikalischen Wissen von heute – virtuos in Szene gesetzt werden. Wie es ist, in der Musikstadt Wien zu leben und die Tradition der Klassik tagtäglich zu spüren, erzählt er uns in einem Interview.

    Noch nicht genug von Mozart bekommen?

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