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    • Beethoven Museum / Beethoven Museum
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    Ein Tag mit Beethoven

    Nachdem er Wien als seine Wahlheimat auserkoren hatte, verbrachte Beethoven die meiste Zeit seines Lebens in der Stadt. Eine musikalische Reise zurück in der Zeit.

    Wie auch sein großes Vorbild Mozart hatte Ludwig van Beethoven Wien als seine Wahlheimat auserkoren. Zwei der Wohnungen, in denen er einen Teil seines Lebens verbrachte, stehen auch heute für Besucher offen und zeugen vom Leben des großen Musikgenies. Gemeinsam mit anderen wichtigen Orten in seinem Wiener Leben wird ein Spaziergang auf den Spuren von Beethoven zum Erlebnis.

    Willkommen in Beethovens Wien

    Von den meisten großen Komponisten, die in Wien ihren Inspirations- und Wohnort gefunden haben, besteht nur noch eine Wohnung aus der damaligen Zeit. Anders ist dies beim großen Ludwig van Beethoven: Gleich zwei seiner Unterkünfte sind heute noch zu besichtigen und beherbergen Schätze aus seiner Lebenszeit. In diesem Spaziergang werden wir einige davon besuchen. Ausgangspunkt des heutigen Tages: das Schottentor.

    Von den meisten großen Komponisten, die in Wien ihren Inspirations- und Wohnort gefunden haben, besteht nur noch eine Wohnung aus der damaligen Zeit. Anders ist dies beim großen Ludwig van Beethoven: Gleich zwei seiner Unterkünfte sind heute noch zu besichtigen und beherbergen Schätze aus seiner Lebenszeit. In diesem Spaziergang werden wir einige davon besuchen. Ausgangspunkt des heutigen Tages: das Schottentor.

    Ludwig van Beethoven / Portät / Gemälde
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    Pasqualatihaus

    Der Anblick des strahlend blauen Himmels über der Votivkirche lässt uns beim Ausgang der U-Bahn-Station Schottentor schon ahnen: Heute wird ein guter Tag. Auf den Spuren von Beethoven besuchen wir „sein“ Wien. Wir spazieren ein paar Schritte in der Morgensonne Richtung Pasqualatihaus, welches sich an der Ecke Mölkerbastei und Schreyvogelgasse befindet. Der Namensgeber des Hauses, Johann Baptist Freiherr von Pasqualati, war ein großer Gönner Beethovens. Fast acht Jahre lebte der Virtuose hier. Hier fand er die Inspiration für seine einzige Oper „Fidelio“. Auch die feinfühlige Melodie von „Für Elise“ brachte er hier zu Papier. Die ehemalige Wohnung Beethovens wurde als Teil des Wien Museums für Besucher erlebbar gemacht. In fünf verschiedenen Räumen können wir mehr über den Künstler Beethoven erfahren und bekommen einen Einblick in seine Werke. Einen Ausblick hingegen verschaffen wir uns durch die vielen großen Fenster und fragen uns: Hat auch Beethoven hier aus dem Fenster geblickt und sich Inspiration für seine Werke geholt?

    Verlängerter Schwarzer
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    Der Kaffeeliebhaber Beethoven

    Der nächste Stopp führt uns an den Albertina-Platz. Hier lauschten die Besucher des Theaters am Kärntnertor am 7. Mai 1824 bei der Uraufführung zum ersten Mal den Klängen der 9. Symphonie. Heute ist von dem Theater nichts mehr zu sehen, denn es wurde 1870 abgerissen, dennoch begleitet uns die Melodie der 9. Symphonie auf unserem Spaziergang. Bevor wir jedoch weiter auf den Spuren Beethovens durch Wien wandern, stärken wir uns im Café Mozart. Anders als es ein Kaffeehaus vermuten ließe, gibt es hier nicht nur Kuchen und Kaffee, sondern auch typische warme Wiener Gerichte. Beethoven war bekanntlich ein Genussliebhaber, und insbesondere Kaffee hatte es ihm angetan. Zur damaligen Zeit war das Heißgetränk ein Luxusprodukt, aber Beethoven besaß sogar eine eigene Kaffeemaschine und zelebrierte damit ein ganz besonderes Ritual: Man erzählt sich, dass er immer genau 60 Kaffeebohnen für seinen Espresso verwendet hat. Ob unser Kaffee, den wir gerade trinken, wohl auch aus genau 60 Bohnen gemahlen wurde? Dieses Rätsel werden wir heute wahrscheinlich nicht mehr lösen. Wir verlassen das Café Mozart und machen uns auf zum Karlsplatz.

    Die Hommage an Beethoven in der Secession

    Die goldene Kuppel der Secession ist schon von Weitem zu erkennen: Je näher wir dem Gebäude kommen, umso mehr zieht uns diese architektonische Ikone des Jugendstils in ihren Bann. „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“ ist auf der Fassade zu lesen. Seit ihrer Gründung durch Künstler der Wiener Moderne, wie Gustav Klimt, Koloman Moser und vielen anderen, ist die Secession ein gefragter Standort für Kunstausstellungen. Besonders interessiert uns in dem einzigartigen Gebäude der Beethovenfries. Das 34 x 2 Meter große Kunstwerk wurde 1902 von Gustav Klimt als Hommage an Beethoven anlässlich seines 75. Todestages geschaffen. In ihm wird Richard Wagners inhaltliche Interpretation der 9. Symphonie Beethovens bildhaft dargestellt: die Suche der Menschheit nach dem Glück. Der dreiteilige Fries war ursprünglich nur als Dekorationsgemälde für die Jubiläumsausstellung gedacht. Über mehrere Umwege gelangte er nach Jahrzehnten in den Besitz der Republik Österreich, und so ist das Werk seit 1986 als Dauerleihgabe des Belvedere wieder in der Secession zu sehen.

    Beethovens Wohlfühlort: Heiligenstadt

    In der Probusgasse 6 im 19. Wiener Gemeindebezirk befindet sich ein weiterer Standort des Wien Museums: das Beethoven Museum. Damals war die Gegend noch ein Vorort von Wien, heute ist sie jedoch fester Bestandteil des Wiener Stadtgebietes. Hier befand sich einst eine Kuranstalt, in der Beethoven Heilung oder zumindest Linderung von seiner immer stärker werdenden Taubheit suchte. In den zum Beethoven Museum umgestalteten Räumen tauchen wir auf mehr als 250 m² in sein Leben in sechs Kapiteln ein: Ankommen, erholen, komponieren, verdienen, aufführen und vermachen. Jedes der Kapitel bringt uns einen Aspekt des Künstlers und einen Teil seiner damaligen Unterkunft näher. Im Jahre 1802 hat Beethoven hier sein „Heiligenstädter Testament“ geschrieben, getrieben von der Furcht kommender Gehörlosigkeit. Abgeschickt hat er diese „letzten“ Zeilen an seine Brüder jedoch nie. Ebenfalls hier vollendete er seine 3. Symphonie „Eroica“, später arbeitete er an diesem Ort auch an seinem größten Werk, der 9. Symphonie. Wir lassen die vielen Eindrücke, die wir über den großen Komponisten gewonnen haben, bei einem Spaziergang durch Döbling Revue passieren.

    Ausklang beim Heurigen Mayer am Pfarrplatz

    Als Abschluss eines gelungenen Tages auf den Spuren von Beethoven besuchen wir den Heurigen Mayer am Pfarrplatz. Praktisch daran: Der Heurige befindet sich nur einige Schritte entfernt von dem Haus, in dem auch Beethoven gewohnt hat. Im gemütlichen Innenhof setzen wir uns auf eine der typischen Holzbänke und genießen bei einem Glas Wein aus eigenem Anbau die letzten Abendstunden. Die Wiener Heurigenmusik, die im Hintergrund erklingt, ist zwar keine Symphonie von Beethoven, dafür sorgt sie bei allen Gästen für fröhliche, ausgelassene Stimmung. Dankbar für die Vielseitigkeit, die uns die Musik immer wieder schenkt, lassen wir den Abend ausklingen.

    Weitere Möglichkeiten, mehr über Beethoven zu erfahren:

    •                 Theater an der Wien
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    •                 Haus der Musik: Beethoven-Raum / Haus der Musik
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    •                 Zentralfriedhof, Ehrengrab von Ludwig van Beethoven / Zentralfriedhof, Ehrengrab Ludwig van Beethoven
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    Noch nicht genug von Beethoven bekommen?

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    So klingt Österreich

    •                     Musikverein di Vienna
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