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Fasching in Österreich

Maskieren und Demaskieren sind schon seit jeher ein aufregendes Spektakel. Schon deshalb sind die vielen Spielarten des traditionellen karnevalesken Treibens in Österreich sehens- und erlebenswert.

Burgenland

Wie so oft hat der Ursprung des Brauchtums der Fasnacht einen religiösen Hintergrund und ist sozusagen die Nacht vor dem Beginn der Fastenzeit. In Güssing wird mit dem Faschingskabarett die Fasnacht auf unterhaltsame Art und Weise gefeiert.

Güssinger Faschingskabarett
Seit 1984 veranstaltet die Kulturvereinigung Güssing das Güssinger Faschingskabarett. Geboten wird ein bunter Abend mit Solonummern, Sketches und Showeinlagen Das Faschingskabarett Güssing hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Fixpunkt der Burgenländischen Kulturevents entwickelt.
  • Weingärten im Burgenland © Burgenland Tourismus / Peter Burgstaller Weingärten im Burgenland © Burgenland Tourismus / Peter Burgstaller

Kärnten

Gleich zu Jahresbeginn startet in Kärnten die fünfte Jahreszeit. Im Fasching ist Villach die Narrenhauptstadt Österreichs und auch in den anderen Städten und Regionen Kärntens herrscht der Ausnahmezustand.

Stadtgerücht zu Clagenfurth
Die Idee, eine eigene Faschingsitzung zu kreieren, kam den Stadtrichtern im Jahre 1970. Schon die erste Faschingsitzung im mittleren Saal des Konzerthauses in Klagenfurt war ein großer Publikumserfolg und das „Stadtgerücht zu Clagenfurth“ war damit geboren. Die „Fröhlichen Stadtrichter zu Clagenfurth“, wie sie damals genannt wurden, waren in ihrem Tatendrang nach Pointen und Sketches nun nicht mehr zu bremsen. Jahr für Jahr im Jänner und Februar wird seit damals das politische und gesellschaftliche Leben der Stadt bei den Stadtgerücht-Sitzungen auf den Punkt gebracht und Sinn für Humor beweisen dabei nicht nur die Akteure, sondern vor allem auch die Besucher dieser Veranstaltung.

Villacher Fasching
Der Faschingssamstag bildet den Höhepunkt des närrischen Treibens in Villach. An diesem Tag gleicht Villach einer einizigen Narrenbühne. In den Geschäften und Lokalen sind die Miarbeiter maskiert. Um auch den kleinsten eine bleibende Erinnerung an diesem Tag zu bieten, gibt es jedes Jahr ein umfangreiches Kinderprogramm.
Am Umzug des Villacher Faschings nehmen jedes Jahr um die 150 Gruppen, mit mehr als 3000 Närrinnen und Narren teil. Der Festzug wird von zehntausenden Besuchern verfolgt. Die schönsten Maskierungen werden bewertet und prämiert. Im Anschluss an den Narrenzug wird in der Villacher Innenstadt bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
  • Villacher Fasching © Villacher Faschingsgilde Villacher Fasching © Villacher Faschingsgilde

Niederösterreich

Wenn sich der Fasching in Österreich seinem Ende nähert, formieren sich wilde maskierte Gestalten in farbenfrohen Kostümen zu den Fasnachtsumzügen, um nach altem, über die Jahrhunderte überliefertem Ritual den Winter zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen.

Erdball im Umschaid-Keller
Der musikalische Hochgenuss in den romantischen alten Kellerröhren Umschaid, das große Angebot an Weinen und die Weinviertler Schmankerl machen den Erdball zu einem Highlight der Weinviertel Ballsaison.
  • Kellergasse im Weinviertel in Niederösterreich © Weinviertel Tourismus /  Mandl Kellergasse im Weinviertel in Niederösterreich © Weinviertel Tourismus / Mandl

Oberösterreich

Neben dem Kampf der guten gegen die bösen Mächte dreht sich die Fasnacht natürlich auch um Spaß, Ausgelassenheit und Lebensfreude. Im Fasching herrscht der Ausnahmezustand bei zahlreichen Umzügen, Festen und Veranstaltungen.

Ebenseer Fetzenzug
Beim Ebenseer Fetzenzug handelt es sich um einen jährlich am Faschingsmontag in und um Ebensee stattfindenden Faschingsumzug, dessen genaue Ursprünge nicht geklärt sind. Die Teilnehmenden, die so genannten „Fetzen“, kleiden sich in alte Frauengewänder, an die Lumpen genäht sind. Sie tragen einen Fetzenhut sowie eine kunstvoll geschnitzte Holzmaske.
Der Ebenseer Fetzenzug wurde 2011 in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Österreich der UNESCO aufgenommen.
  • Berglandschaft nahe der Gjaidalm © Österreich Werbung / thecreatingclick.com Berglandschaft nahe der Gjaidalm © Österreich Werbung / thecreatingclick.com

Salzburg

Ein derart närrischer Ausnahmezustand muss natürlich ein Ende haben. Die Faschingszeit mit zahlreichen Bällen und Veranstaltungen dauert von Dreikönig bis zum Aschermittwoch. Davor gibt es aber noch zahlreiche Höhepunkte, wie der große Faschingsumzug in Rauris und die Clownparty mit Clowndoctors in Kleinarl.

Clownparty - Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl
Viele Clowns und im speziellen die Clowndoctors sorgen für Unterhaltung am Berg. Der Shuttleberg Kleinarl arbeitet bereits seit Jahren mit den Clowndoctors zusammen und während der gesamten Wintersaison gibt es die kugelrunden roten Nasen an den Liftkassen in Flachauwinkel und Kleinarl für den guten Zweck zu kaufen.

Faschingsumzug im Raurisertal
Alljährlich zur Faschingszeit findet im Raurisertal ein großer Faschingsumzug statt. Verschiedene Vereine und Gruppen schmücken dafür einen Wagen zu verschiedenen aktuellen Themen. Um ca. 13:00 Uhr fahren die Wagen vom Gasthof Maislau durch die Marktstraße zum Kreuzbodenparkplatz, wo anschließend die After-Show Party, eine Tombola und eine Versteigerung stattfinden.
  • Perchtenmaske aus dem SalzburgerLand © SalzburgerLand Tourismus Perchtenmaske aus dem SalzburgerLand © SalzburgerLand Tourismus

Steiermark

Der Faschingsbrauch enthält Elemente alter bäuerlicher Kultur, höfischer Kostümfeste und spätmittelalterlicher bzw. frühneuzeitlicher Narrenfeste der Handwerker und Zünfte.

Faschingrennen Krakau
Das Faschingsrennen am Rosenmontag gehört zu den ältesten Bräuchen der Krakau. Es handelt sich dabei um den uralten Brauch, durch Lärm und Getöse die Dämonen des Winters zu verscheuchen. Jede der 3 Gemeinden hat seine eigene Faschingsrennergruppe. In Krakaudorf und Krakauebene laufen sie in jedem ungeraden Jahr. In Krakauschatten in jedem geraden Jahr. Der Lauf wird von Burschen und Männern durchgeführt, auch Frauenrollen werden von Männern dargestellt. 

Flinserlumzug mit Treiben der „Pless“
Die Flinserl sind die Frühlingsgestalten des Ausseer Faschings. Sie sind in wundervolle Kleider gehüllt und verteilen an die Kinder Süßigkeiten und Früchte. Die Flinserlkleider sind aus Naturleinen gefertigt und mit bunten Tuchflecken in figuraler und ornamentaler Art bestickt.
Der eigentliche Flinserlzug findet alljährlich am Faschingsdienstag um 14:00 Uhr statt. Ausgehend vom Sammellokal Gasthof „Blaue Traube“ begibt sich der Zug, angeführt von Flinserlmusik, in geschlossener Formation unter den Augen vieler tausender Zuseher von einem Ortsende zum anderen und anschließend wieder ins Ortszentrum.

Trommelweiber Umzug
Es sind in Frauennachtgewänder der vergangenen Jahrhunderte gehüllte Männer, die mit Trommeln und Trompeten den Winter aus dem Ort vertreiben wollen. In früheren Zeiten war man der Meinung, dass Naturgewalten, wie z.B. der Winter, mit Lärm verjagt werden könnten. Die Trommelweiber ziehen am Faschingsmontag und Faschingsdienstag nach der Melodie des „Ausseer Faschingmarsches“ durch den Ort, wobei diese Melodie von einem Rhythmus getragen wird, der während der drei „heiligen“ Faschingstage an allen Ecken und Enden des Ausseerlandes zu hören ist. Die Trommelweiber tragen Masken, damit sie von den Dämonen, die sie vertreiben wollen, nicht wiedererkannt werden und sich diese Dämonen nicht an ihnen rächen können.

Faschingsrennen in Ranten
Am Faschingsmontag, dem sogenannten Rosenmontag, findet im oberen Murtal das traditionelle Faschingsrennen statt. Es zählt zu den ältesten Bräuchen in der Region. Mit Lärm und Tanz (Maskenumzügen) wird der Einzug des Frühlings und das Erwachen der Natur eingeleitet.

Faschingsrennen in St. Peter am Kammersberg
Ein uralter Faschingsbrauch hat sich im Katschtal erhalten. Am damischen Montag zieht eine große Schar bunt gekleideter Männer von Haus zu Haus. Die "Faschen" tragen bis zu zwei Meter hohe, bunte Kappen. Mit ihren Glocken und Schellen sind sie weitum zu hören, schließlich gilt es, den Winter zu vertreiben. Dann folgen die "Vettln" sie sind als Handwerker verkleidet und bieten Waren und Dienstleitungen an. Im Mittelpunkt des Faschingszuges steht das "Brautpaar" . Der "Hochzeitslader" lädt zur Faschingshochzeit am Abend ein.
  • Trommelweiberfasching in Bad Aussee © Österreich Werbung /  Herzberger Trommelweiberfasching in Bad Aussee © Österreich Werbung / Herzberger

Tirol

Absamer Matschgerer-Umzug
Das Absamer Fasnachttreiben zählt zur großen Gruppe jener Maskenbräuche, die im Westen Deutschlands, in der Schweiz und in weiten Teilen Österreichs fast ausschließlich in katholischen Gemeinden seit dem Mittelalter geübt werden. Während noch im 19. Jahrhundert die Maskierten in kleinen Gruppen von Hof zu Hof zogen und in der Tenne des Hofes ihre Tänze und Sprünge vorführten, entwickelte sich das Treiben der Matschgerer im 20. Jahrhundert zu einem großen Umzug, der im Abstand von wenigen Jahren an einem Sonntagnachmittag durchgeführt wird. Man geht aber auch noch in kleinen Gruppen an Dienstagen in die Privathäuser, an Donnerstagen und Samstagen in die Stuben der Wirtshäuser. Man beginnt auch erst am 18. Jänner in Absam mit dem Fasnachtstreiben, denn am 17. Jänner 1797 erschien das Muttergottesbild in Absam.

Tarrenzer Fasnacht
Alle vier Jahre gehen die Bewohner des Dorfes im Gurgltal bei Imst in ihre Fasnacht. Herkunft und Bedeutung der Fasnachtsbräuche gelten als archaisches Ritual. Die Mächte des Winters sollten damit ausgetrieben werden. Alleine 250 – ausschließlich – männliche Dorfbewohner gestalten die Fasnacht durch ihre aktive Teilnahme. Im Zentrum des Fasnachts-Geschehens stehen in Tarrenz Roller und Scheller. Zahlreiche andere Gruppen begleiten das Maskenpaar und sorgen für ein farbenfrohes Ensemble. 
  • Fastnachtsumzug in Tirol © Tirol Werbung / Bernhard Aichner Fastnachtsumzug in Tirol © Tirol Werbung / Bernhard Aichner

Vorarlberg

Das Ende des Faschings wird oft mit dem Faschingsverbrennen am Funkensonntag gefeiert. In Vorarlberg haucht im Großen Walsertal die böse Winterhexe auf einem hohen Holzstoß, den die Fachilibuaba mit ihren Fackeln entzünden ihr Leben aus.

Montafoner Funkenabbrennen
Der Funkensonntag, der immer auf den ersten Sonntag nach Fasnacht fällt, ist ein uralter Frühlingsbrauch in Montafon, voll Symbolik, aus vorchristlicher Zeit stammend. Mit dem Abbrennen der Funkenhexe und dem Fackelschwingen am Berg und im Tal – ein einmalig eindrucksvolles Bild mit Hunderten von Feuern – werden die Dämonen des Winters vertrieben und das steigende Licht begrüßt, ein lebender Rest alten Sonnenkultes.
  • Blick auf Lech mit Omeshorn im Hintergrund © Lech Zürs Tourismus GmbH / Bernadette Otter Blick auf Lech mit Omeshorn im Hintergrund © Lech Zürs Tourismus GmbH / Bernadette Otter

Wien

Früher hieß es, „wer an Fasnacht nicht isst und trinkt, bis ihm der kleine Finger steht, der wird das ganze Jahr nicht satt oder froh“. Auch heute wird zur närrischen Zeit geschlemmt und feucht fröhlich gefeiert – in Wien lockt der Bonbonball.

BonbonBall
Der Bonbonball gilt seit Jahrzehnten als fester Bestandteil des Wiener Faschings. Sein einmaliger Flair und sein nobles Ambiente machen ihn zu einem unvergesslichen Ereignis. Mitternächtliches Highlight ist die Wahl zur Miss Bonbon.
  • Wiener Konzerthaus © Österreich Werbung / Viennaslide Wiener Konzerthaus © Österreich Werbung / Viennaslide

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Die Österreich Werbung betreibt unter den Hauptdomains <a href="http://www.austria.info" target="_blank">www.austria.info</a> bzw. <a href="http://www.austriatourism.com" target="_blank">www.austriatourism.com</a> Websites, die in erster Linie der Bewerbung Österreichs als Fremdenverkehrsland dienen.