
Weihnachtszeit in Österreich
Christkindlmärkte und Weihnachtsbräuche erleben
Einleitung
In Österreich beginnt mit dem ersten Adventssonntag die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. An den vier Adventssonntagen kommt jeweils eine weitere Kerze am Adventskranz dazu. Adventskalender begleiten vor allem Kinder durch die Tage bis zum Heiligen Abend.
In vielen Familien gehört das gemeinsame Backen von Weihnachtskeksen zur Adventszeit. Traditionelle Rezepte geben Familien häufig von Generation zu Generation weiter. Auch Christkindlmärkte sind ein fester Bestandteil und bieten Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen.
Die Weihnachtszeit ist außerdem von regional unterschiedlichen Weihnachtsbräuchen geprägt. Dazu zählen etwa Nikolausbesuche, Krampusläufe und das Räuchern in den Rauhnächten. Welche Traditionen Familien pflegen, unterscheidet sich je nach Region. Einige Bräuche reichen Jahrhunderte zurück und werden bis heute weitergegeben.
9 Christkindlmärkte aus 9 Bundesländern
Weihnachtskekse und Adventsrezepte
Weihnachtsbräuche und Traditionen in Österreich
9 Winteraussichten auf Österreichs Orte und Städte
„Stille Nacht! Heilige Nacht!“
Am 24. Dezember 1818 erklang „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ erstmals in Oberndorf bei Salzburg. Der Priester Joseph Mohr hatte den Text bereits 1816 in Mariapfarr verfasst. Zwei Jahre später komponierte der Lehrer und Organist Franz Xaver Gruber die Melodie. Gemeinsam führten sie das Lied am Weihnachtsabend in Oberndorf auf.
Von Salzburg aus verbreitete sich das Weihnachtslied über Tirol in die Welt. Vermutlich brachte der Orgelbauer Carl Mauracher das Lied ins Zillertal. Von dort trugen es die Sängerfamilien Rainer und Strasser auf ihren Reisen über Österreichs Grenzen hinaus.
Auch andere Orte sind eng mit der Geschichte verbunden: Joseph Mohr wurde 1792 in Salzburg geboren, Franz Xaver Gruber stammte aus Hochburg-Ach in Oberösterreich und wirkte später in Hallein. Dort hielt er 1854 in der „Authentischen Veranlassung“ die Entstehung des Liedes und seine Urheberschaft schriftlich fest.
Heute erinnern die Stille-Nacht-Kapelle und das Museum in Oberndorf an die erste Aufführung. Weitere Stationen sind das Pfarr-, Wallfahrts- und Stille Nacht Museum in Mariapfarr und das historische Schulhaus in Arnsdorf, wo Gruber als Lehrer und Organist tätig war.