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    • Bregenzerwald - Umgang
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    Geselliges Eintauchen in den Bregenzerwald

    Duftender Bergkäse und moderne Holzarchitektur, starke Frauengeschichten und Konzerte am Wiesenhang: Es lohnt sich, mit den Spaziergängen des „Umgang Bregenzerwald“ in dieses Tal einzutauchen und hinter die Kulissen zu blicken.

    Im Bregenzerwald wird nachhaltig mit viel Holz gebaut und in Einklang mit der Natur gelebt. Die Menschen gehen mit sich und der Natur respektvoll um (daher „Umgang“), schon seit Jahrhunderten. Sie sind besonders kreativ, weltoffen und gastfreundlich. Wer dies ganz nah entdecken möchte, kann sich auf den „Umgang Bregenzerwald“ begeben: Das sind dreizehn Spaziergänge durch zwölf Dörfer mit besonders spannenden Architektur-Objekten, die von einem Team von Architekten ausgewählt wurden. Zwischendurch liefern bauchhohe Info-Säulen mehr über die Geschichte, Leute und Architektur. Hat man nicht für ganze Spaziergänge Zeit, haben wir hier eine Liste der sieben spannendsten Objekten aus allen zwölf Orten ausgewählt.

    Die sieben spannendsten Highlights

    1. Biohotel Schwanen in Bizau

    Hier kann man das „Wilde Weiber Menü“ (wie sie es nennen) und eine Küche nach kulinarischen Lehren von Hildegard von Bingen, der heilkundigen Klosterfrau aus dem Mittelalter, verkosten. In die Töpfe kommt nur, was die Felder und Ställe der heimischen Bio-Landwirte hergeben.

    Auch von außen ist der Schwanen ein Highlight der Region. Das Haus stammt aus dem Jahre 1860, und die neue, helle Fassade aus mondgeschlagener lokaler Weißtanne passt schön zum Ortsbild. Einfach vorbeischauen, oder gleich hier übernachten. Man kann sich unter anderem auf ein Verwöhn-Frühstück im lichtdurchfluteten Esszimmer freuen. 

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    Biohotel Schwanen, Bregenzerwald
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    2. Bergkäserei in Schoppernau

    Bergkäse, Topfen, Sennereibutter, der Laden der Bergkäserei duftet! Das einstöckige Ladengebäude ist eine stilvolle Lösung mit Holz und sehr viel Glas. Bauern, die ihre Milch in die Bergkäserei liefern, lassen ihre Kühe nur auf der Weide grasen, im Sommer auch in den Hochalpen, Silage-Fütterung ist streng verpönt.

    Der soziale Revolutionär Franz Michael Felder gründete die Sennerei im 19. Jahrhundert als Genossenschaft für Bauern, um das Handelsmonopol der mächtigen „Käsgrafen“ zu brechen. 

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    Bregenzerwälder Bergkäse / Bregenzerwald
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    3. Bergbrennerei Löwen in Au

    Wer das Kultgetränk Gin liebt, darf eine Verkostung in der Bergbrennerei Löwen nicht verpassen. Zwei bis vier Jahre reifen die reinen Destillate in Steingutgefäßen im Keller des denkmalgeschützten Gasthauses. Im Löwen werden auch Kräuterschnäpse und Absinth gebrannt. Deshalb riecht es in der Tenne auch so unwiderstehlich.

    Der 120 Jahre alte Löwen fasziniert durch hohe Räume, Fenster mit Giebeln und einem Eingangsbereich, der mit kunstvollen Laubsägearbeiten verziert ist.

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    Bergbrennerei und Gasthaus Löwen in Au
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    4. Naze’s Hus in Mellau

    Das Wirtshaus ist mehrere hundert Jahre alt. Wie alt, weiß keiner. Außer, dass in dem Waldhaus mit der klassischen Schindelfassade früher mal Ignaz (Naze) eine Küferwerkstatt betrieb, wo er Holzfässer und Zuber herstellte. Über ihn ist sonst wenig bekannt, nur sein Name blieb dem Ort erhalten.

    Aufwändig restauriert erzählen alte Holzbalken und historische Einrichtungsgegenstände des Wirtshauses vom Leben im hinteren Bregenzerwald. Eine leckere Speisekarte wartet auf hungrige Gäste, die zum Nachtisch dann im „Geschenkslädele“ für handgemachte Dekorationen, regionalen Delikatessen und mehr stöbern können.

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    Naze’s Hus in Mellau/Bregenzewald
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    5. Frauenmuseum in Hittisau

    Starke Frauen gehören zu den Mythen des Bregenzerwalds. Sie sollen am Ende des dreißigjährigen Kriegs schwedische Truppen in die Flucht geschlagen haben. Das einzige österreichische Frauenmuseum erzählt seit zwanzig Jahren weibliche Geschichte und Kultur und zeigt Kunst von Frauen.

    Es ist in einem sehr ungewöhnlichen Gebäude einquartiert: Im unteren Teil ist die örtliche Feuerwehr und der Blaskapellenproberaum untergebracht, darüber schwebt wie ein Holzquader das Museum. Helle große Fenster öffnen sich zum Dorf hin und laden so richtig zum Entdecken des Inneren ein.

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    Frauenmuseum Hittisau im Bregenzerwald / Vorarlberg
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    6. Metzler Naturhautnah in Egg

    Molke fällt als Restflüssigkeit bei der Käseherstellung an. Ingo Metzler hat daraus etwas ganz Besonderes gemacht: Naturkosmetik für empfindliche Haut. Neben Shopping im Hofladen kann die ganze Familie auch Bauernhof erleben, vom Ziegen-Tollhaus bis zur Kuschelzone für Kleintiere. Oder in der Sennschule lernen, wie man Käse macht.

    Und alleine die Betriebsgebäude sind für Architekturfans ein Besuch wert: Drei Quader sind auf den Seiten aus Beton, der aus den Kieselsteinen des nahen Flusses gegossen wurde. Riesige Fenster nach vorne heraus wirken wie ein Teleobjektiv mit Blick auf die Landschaft.

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    Gebäude Metzler Molkeprodukte / Egg
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    7. Die Schubertiade im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg

    Das Schubert-Festival mit den besten Lieder-Interpreten der Welt ist perfekt zum Ausklang des Tages. Der Angelika-Kauffmann-Saal liegt inmitten einer sanften Wiesenlandschaft mit Blick auf die Berge. Obwohl der Saal vollkommen aus Tannen- und Buchenholz gebaut ist, überrascht er Publikum und Musiker mit feinster Akustik. Schlechte Plätze gibt es hier nicht.

    Ein großzügig angelegtes Foyer und eine Terrasse mit Überdachung laden ein: Wer ein bisschen vor dem Konzert ankommt, kann bei einem Gläschen Wein noch die Aussicht auf die Alpenwiesen genießen.

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    Kammerkonzert im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg / Schubertiade Schwarzenberg
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    Alle Highlights auf einen Blick

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