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    Mozart: Musikgenie und Mensch

    Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) gehört zu den weltweit berühmtesten Komponisten. Tausende Besucher kommen jährlich nach Wien und Salzburg, um den Menschen hinter dem Genie kennenzulernen.

    5 wissenswerte Facts über Mozart

    Salzburger Festspiele

    Mozart hören

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    1. Wo Mozart lebte und komponierte

    In der Domgasse 5 in Wien, dem heutigen Mozarthaus Vienna, hatte Mozart seine glücklichste und produktivste Zeit. Nach den Jahren in Salzburg, seiner Geburtsstadt, und der dramatischen Beendigung seines dortigen Arbeitsverhältnisses mit Fürsterzbischof Graf Colloredo startete er in der Kaiserstadt seine Karriere als selbstständiger Künstler. In Wien war Wolfgang Amadeus Mozart ein angesehener Pianist, Komponist und Musiklehrer. Hier entstanden bedeutende Opern, wie „Die Hochzeit des Figaro“, Sinfonien, Klavier-, Klarinetten-, Horn- und Violinkonzerte, Streichquartette, Kirchenmusik und sein letztes Werk, das unvollendete Requiem. Sein Jahresverdienst belief sich auf durchschnittlich 5.000 Gulden (heute: 150.000 Euro).

    Bis zu seinem Tod reiste Mozart viel. Er war ein quirliger Geist und oft von kindlichem Übermut getrieben. Seine Größe als überragender Musiker war ihm aber stets bewusst.

    2. Mozart wurde 35 Jahre alt – zehn davon war er auf Reisen

    „Reisen bildet“, das sagte Vater Leopold Mozart nicht ohne Grund. Schon als kleines Kind war Mozart ein weitgereister Europäer, schaffte es auf seinen Konzertreisen gar bis nach London. Das half, sein erstaunliches Talent in die Welt zu tragen und ihn international bekannt zu machen. Reisen war allerdings zu dieser Zeit beschwerlich und sehr langsam. Das Fortbewegungsmittel Nummer eins war die Pferdekutsche. Eine Reise von Salzburg nach Wien konnte gut und gerne eine Woche dauern. Alles zusammen unternahm Mozart 17 Reisen und war hochgerechnet zehn Jahre seines Lebens unterwegs. Ein „Reiseclavier“, also eine Art historisches Stagepiano, begleitete ihn, damit er auch unterwegs komponieren konnte. Dieses Klavier war knapp 90 cm breit, etwa 31 cm tief und hatte ein separates, abnehmbares Fußgestell.

    Was packte Mozart in seinen Koffer?

    Wichtigste Begleiter waren natürlich die Instrumente wie das Reiseklavier und die Violinen. Die Mozarts hatten zudem schöne Kleider für ihre Konzertauftritte beim Adel dabei und ebenso Dinge des täglichen Bedarfs: Dazu gehörten ein Waschzeug, ein Schreibzeug, Behälter für Tee, Zucker, Essbesteck und eine eigene Reiseapotheke.

    Außerdem nahm Mozart Bücher, einen Reiseführer und Grammatik zum Sprachenlernen mit. Eine Münzwaage half den Goldwert durch Abwiegen richtig zu bestimmen, um damit die unterschiedlichen Währungen zu berechnen.

    Und was auch nicht fehlen durfte: Vater Leopold Mozart hatte mehrere Empfehlungsschreiben dabei, damit die Familie von den Adeligen leichter empfangen wurde.

    Kutsche um 1790
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    3. Mozart war ein Ritter

    Leopold, Wolfgangs Vater, war ein recht moderner Mann. Er liebte seine Frau und zog sie oft zu Rate, was für die damalige Zeit eher ungewöhnlich war. Außerdem war er ein Marketing-Genie und hatte progressive Ideen. Lediglich ein konservativer Wunsch blieb: Er wollte unbedingt, dass seine beiden Kinder adelig wurden. Und tatsächlich wurde Wolfgang offiziell vom Papst zum „Ritter vom Goldenen Sporn“ geschlagen. Anstatt sich jedoch nun eine gebührende Freifrau zu suchen, entschied sich der junge Mozart für eine Heirat aus Liebe und das Wissen um seinen Adelsrang geriet somit in Vergessenheit. Er selbst hat diesen Titel auch offiziell nicht verwendet, er wollte einfach nur Wolfgang Amadé oder während seiner Italienzeit Wolfgango Amadeo genannt werden.

    4. Mozart und sein väterlicher Freund Joseph Haydn

    Im Jahr 1781 entwickelte sich zwischen dem um 24 Jahre älteren Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart eine enge Freundschaft. Über Mozart, der nach Haydn der zweite Hauptvertreter der Wiener Klassik ist, äußerte sich Haydn bei dessen Vater wie folgt: „Ich sage Ihnen vor Gott, als ein ehrlicher Mann, Ihr Sohn ist der größte Komponist, den ich von Person und dem Namen her kenne. Er hat Geschmack und überdies die größte Kompositionswissenschaft.“ Haydn und Mozart gehörten beide der Freimaurerloge an, was zusätzlich von einer großen Verbundenheit zeugte.

    5. Mozart und seine letzten Lebensjahre in Wien

    In Wien hat Mozart seine letzten zehn Lebensjahre verbracht. Hier hat er geheiratet, hier sind seine Kinder auf die Welt gekommen, hier ist er gestorben und hier wurde er begraben. Zahlreiche Gerüchte, Legenden und Spekulationen ranken sich um sein bewegtes Leben und vor allem den plötzlichen Tod. Kurz bevor er starb, meint er selbst, vergiftet worden zu sein. Wissenschaftliche Untersuchungen widerlegen dies aber.

    5 Fun Facts über Mozart

    1. Mozart und die Liebe

    Mit 21 Jahren reiste Mozart mit seiner Mutter in die deutsche Stadt Mannheim. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die Sängerin Aloysia Weber. Für Wolfgang Amadeus stand sofort fest, dass er sie heiraten und sein Leben mit ihr verbringen will. Er komponierte gleich die Musik für ihre gemeinsame Hochzeitsmesse. Sie jedoch wies seinen Heiratsantrag ab.

    Auch der strenge und ehrgeizige Vater war strikt gegen eine Hochzeit, da er seinen mittlerweile erwachsenen Sohn noch für zu unreif hielt. Nach seinen Wünschen sollte sich Wolfgang Amadeus weiter um seine Karriere kümmern, statt sich von Frauen ablenken zu lassen.

    Das gelang vorerst. Doch die Liebe ließ sich nicht für ewig aufhalten. Als Mozart nach Wien zog, lernte er Constanze Weber, die jüngere Schwester von Aloysia Weber, kennen. Er setzte sich gegen den Willen seines Vaters durch und heiratete ohne dessen Einwilligung am 4. August 1782 im Rahmen einer kleinen bescheidenden Feier im Wiener Stephansdom.

    2. Mozart liebte Mandelmilch, Sauerkraut und Bier

    Im Café Tomaselli am Alten Markt in Salzburg, trank Mozart gerne seine Mandelmilch. Das Kaffeehaus ist das älteste noch betriebene Kaffeehaus in Österreich. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1700 zurück. Kein Wunder, dass Mozart ein häufiger Gast war, liegt das Café doch nur ein paar Gehminuten von der Getreidegasse und dem Geburtshaus Mozarts entfernt.

    Zu würzigen Speisen wie Sauerkraut mit Leberknödel trank Mozart am liebsten ein dunkles Bier. Im Tagebuch seiner Schwester Nannerl ist von seinem Besuch im Salzburger Stieglbräu zu lesen. Im August 1780 schreibt sie„... um 3 uhr wir drey zum stieglbreü keglscheiben zu schauen.“ … „Ein paar Trunck guten Biers sind bei dieser Geselligkeit sicher mit dabei!“

    3. Welche Augenfarbe stimmt?

    Wer ein wenig genauer hinschaut, merkt, dass es um Mozarts Aussehen Rätsel gibt. Zum einen ist sein Abbild auf der Mozartkugel. Zum anderen sind da seine Porträts. Auffällig dabei: Die Nase veränderte sich ständig; sie wird immer schlanker und Mozart damit hübscher und jünger. Im Wohnzimmer des Geburtshauses hängen an allen Wänden Bilder des Musikgenies, bei denen auch die Augenfarbe immer anders scheint. Fakt ist, dass man Menschen im 18. Jahrhundert gerne mit blauen Augen malte, weil es dem damaligen Schönheitsideal entsprach. Mozart selbst hatte wohl dunkelbraune Augen.

    4. Mozart verfasste ein Gedicht über sein Haustier

    Wie passend – eine Familie wie die Mozarts hielt sich im Wohnhaus am Makartplatz natürlich keine Hamster oder Goldfische, sondern Singvögel. Außerdem hatten sie eine Hündin, den Foxterrier Pimperl. Das Tier wurde heiß geliebt und durfte sich viel erlauben. Als Mozart später in Wien lebte, hielt er auch hier mehrere Vögel, darunter einen Star. Als der Vogel starb, widmete er diesem sogar ein Gedicht: „Gedicht auf seinen toten Star“ (1787).

    5. Mozart bleibt ein Wunder

    Wolfgang Amadeus Mozart schuf insgesamt 626 Kompositionen, obwohl er – auch für die damalige Zeit sehr früh – mit nur 35 Jahren verstarb. Im Alter von 12 Jahren hatte Mozart bereits drei Opern komponiert, sechs Sinfonien und Hunderte anderer Werke. Seine Genialität hat nicht nur seine Zeitgenossen beeindruckt, sondern wirkt bis heute in seinen einzigartigen Kompositionen nach.

    „Eine Erscheinung wie Mozart bleibt immer ein Wunder, das nicht zu erklären ist.“

    Theseustempel, Volksgarten
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    Johann Wolfgang von Goethe

    Und die Faszination „Mozart“ nimmt kein Ende. Kaum ein anderer Musiker wurde so erfolgreich und vielfältig vermarktet wie er. Mit „Rock Me Amadeus“ stürmte der österreichische Popstar Falco 1986 sogar die US-Hitparaden, Milos Formans Film „Amadeus“ war mit acht Oscars der erfolgreichste Film des Jahres 1984 und das Musical „Mozart“ brachte bis zur letzten Vorstellung volle Häuser im Theater an der Wien. Sein Porträt ziert nicht nur die österreichische 1-Euro-Münze, sondern ist auch auf den berühmten Salzburger Mozartkugeln zu sehen. Daneben entstanden unzählige Biografien, Romane und Legenden rund um das vermutlich größte Musikgenie aller Zeiten, die nach wie vor von der Zugkraft der Marke „Mozart“ zeugen. Heute wird ihr Wert auf fünf Milliarden Euro geschätzt.

    Die Wiener Klassik

    Die Wiener Klassik (1770–1830) ist eine Stilrichtung der europäischen Kunstmusik. Ihr gehören vor allem die Komponisten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven an.

    Entscheidend für die Entwicklung der Wiener Klassik waren die Jahre nach Mozarts Übersiedelung nach Wien. Hier tauschten sich Joseph Haydn und Mozart künstlerisch aus und inspirierten einander zu neuartigen Kompositionen von Streichquartetten und Sinfonien als publikumswirksamste Gattung der Zeit.

    Klassik in Wien
    Hammerklavier
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    Die Wiener Philharmoniker

    Die Wiener Philharmoniker haben ihren eigenen Klang, den Wiener Klang. Stardirigenten beschreiben dies anhand von Mozart-Werken so:
    "Die Wiener Philharmoniker spielen Mozart mit einer Natürlichkeit und Eleganz wie kein anderes Orchester. Das ist typisch für diese Mozart-Tradition. Sie haben im Klangspiel ihre eigene Identität, die sehr schön herauszuhören ist."

    Die Verbindung mit der Geschichte und Tradition der europäischen Musik ist wahrlich faszinierend – immerhin besteht das Orchester seit über 175 Jahren in seiner Heimatstadt Wien.

    Wiener Philharmoniker
    Wiener Musikverein, Großer Saal / Wien
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    Wer Mozart nicht nur hören möchte ...

    •                     Theseustempel, Volksgarten
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      Riecht

      an der Duftrose „Constanze Mozart“, benannt nach Mozarts Ehefrau. Ein Blütenmeer an Rosen erwartet einen im Wiener Volksgarten.
      Riecht
    •                     Facing Mozart im Haus der Musik
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      Sieht

      und kommuniziert mit seinem Porträt. Einmal das Gesicht mit Mozart tauschen – das ist im Haus der Musik in Wien möglich.
      Sieht
    •                     Marina Abramovic, Spirit of Mozart, 2004, Sammlung Würth
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      Fühlt

      den Spirit von Mozart. Beim „Walk of Modern Art“ erfahren die Besucher bei einer Installation, wie der Genius Mozart auf sie wirkt.
      Fühlt
    •                     Original Salzburger Mozartkugeln / Cafe Konditorei Fürst
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      Schmeckt

      die originale Salzburger Mozartkugel. Das grüne Pistazienmarzipan ist umhüllt von feinstem Nougat und Zartbitterschokolade.
      Schmeckt

    Wussten Sie, dass zur Zeit Mozarts ...

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