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    • Bärlauch
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    Der (Wald-)Weg zur Frühjahrskraft

    Frühling wird's! Jeder Grashalm reckt und streckt sich, um den Winterschlaf abzuschütteln. Doch wir Menschen hängen im Frühjahrstief fest, sehnen uns nach neuer Kraft und Stärke. Wie kann uns der Wald und seine Pflanzenwelt dabei unterstützen, gestärkt aus dem Winter zu kommen?

    Es ist einer der ersten Frühlingstage im März. Die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel. Über der Landschaft liegt eine Mischung aus winterlicher Kälte und frühlingshafter Frische. Es ist windstill – bis auf das Knacken der kleinen Äste am Waldboden unter meinen Füßen ist es scheinbar geräuschlos im Wald. Doch höre ich genau hin, so höre ich Vögel fröhlich umherzwitschern und das Wasser im entfernten Bach leise vor sich hinplätschern. Eifrig bahnen sich Käfer und Insekten raschelnd ihren Weg durch das alte Laub, das noch vom letzten Herbst am Boden liegt. Und ich bilde mir ein, sogar das Sprießen der frischen Frühlingsblumen zu hören. Ich bleibe stehen, atme tief durch und spüre – nichts. Aber warum?

    Mit Elan in den Frühling – aber wo versteckt sich die Energie nur?

    Es scheint paradox: Der Frühling naht und mit ihm längere Tage, frische Blüten und steigende Temperaturen. Doch ich? Ich fühle mich, als wäre ich immer noch im Winterschlaf. Mein Energielevel ist gleich null, ich sehne mich zurück ins Bett, wo Comfort-Food und Netflix auf mich warten. Energielos und erschöpft frage ich mich, weshalb der innere Winter sich von meinem Körper nicht verabschieden möchte und wie ich aus diesem Frühjahrstief bloß herauskomme.

    • Giftstoffe: Die Energieräuber im Frühling

      Auf der Suche nach einem Frühlingsboost berichtet mir Dr. Angelika Riffel, Apothekerin und Expertin für Kräuterheilkunde, von unseren belasteten Körpern. „Ob durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, durch Konservierungsmittel, Farbstoffe und Geschmacksverstärker in der Nahrung, aber auch durch Medikamente, Abgase und Elektrosmog – unsere Körper werden täglich giftigen Stoffen ausgesetzt“, erzählt mir die Apothekerin. Die Folge: eine erhöhte Belastung unserer Entgiftungsorgane wie Leber, Lunge oder Schleimhäute. Zweimal im Jahr – einmal im Frühling und einmal im Herbst – empfiehlt Dr. Riffel daher ihren Kunden, den Körper durch Kuren bei der Entgiftung zu unterstützen.

    • Ohne Prinz aus dem (Winter-)Schlaf geküsst

      Detox, Frühjahrskur, innerer Frühlingsputz: Begriffe, die uns besonders am Jahresbeginn immer wieder in Zeitschriften oder auf Social Media ins Auge springen. Doch was steckt dahinter? Was passiert im Körper, wenn wir uns nicht nur vom alten Jahr, sondern auch von Giften im Körper verabschieden möchten? 

      Dr. Riffel erklärt, dass bei der Entgiftung die Blutbildung angeregt wird. Wie durch Mary Poppins' „Löffelchen voll Zucker“ verleiht sie uns Kraft und Energie, hebt die Stimmung und stärkt die Abwehrkräfte. 

    • Superpower in Pflanzenform

      Der Wald ist ein kraftspendender Ort. Durch das satte Grün, den holzigen Geruch und die erholsame Stille weckt er all unsere Sinne. Körper und Geist profitieren von den Pflanzenstoffen, die unter anderem Stresshormone reduzieren und unser Immunsystem stärken. Außerdem ist der Wald Treffpunkt zahlreicher Heilpflanzen, die am Wegesrand und im Schutz der Bäume wachsen. „Birkenblätter, Bärlauch, Brennnessel und vieles mehr sind großartige Heilkräuter, die den Körper auf natürliche Weise bei der Entgiftung unterstützen. Sie können leicht im Wald gefunden werden und zu Salaten, Suppen, Eintöpfen oder Tees weiterverarbeitet werden“, so Dr. Angelika Riffel. 

    Frühlingsenergie tanken im Wienerwald

    Detox aus dem Wald – ob das wirklich möglich ist? Ich möchte dem Ganzen nochmal eine Chance geben. Mit all den wertvollen Tipps von Dr. Angelika Riffel steige ich – zugegeben noch immer leicht skeptisch, aber hoffnungsvoll – aus dem beheizten Auto und starte los in Richtung Waldrand auf der Suche nach Stärkung für das Frühjahr. 

    Mit einer detaillierten Beschreibung von Giersch, Bärlauch, Brennnessel und Schafgarbe im Kopf spaziere ich den markierten Waldweg entlang. Die Bäume werfen Schatten, doch immer wieder blitzt die Sonne durch die Baumkronen hindurch. Der Blick in die Ferne lässt den Wald wie ein großes Ganzes erscheinen. Doch wie bei einem Suchbild sind die Details das Besondere: Frische Knospen, die wenige Zentimeter aus dem Boden sprießen. Pflanzen, die sich wie Zwillinge ähneln, sich doch durch winzige Details voneinander unterscheiden. Käfer und Insekten, die im ersten Grün des Jahres ihre Welt erkunden. 

    Und da steht er, umzingelt von Laubbäumen zwischen Waldweg und einem kleinen Bach: der Bärlauch. Die sattgrünen elliptischen Blätter haben sich wie ein Blättermeer am Waldboden verteilt. Wellen von intensivem Knoblauchgeruch steigen mir in die Nase. Vorsichtig greife ich ins kühle Grün und pflücke einige Handvoll der jungen Triebe. Versunken in Gedanken bei Bärlauchsuppe, Nudeln mit frischem Bärlauchpesto und Brot mit Bärlauchaufstrich wirkt das Pflücken schon fast meditativ.
    Gepackt vom Finder-Fieber geht mein Waldspaziergang weiter. Nicht nur meine Sinne, sondern mein gesamter Körper haben sich an den Wald gewöhnt. Mit jedem Schritt, mit jedem Atemzug fällt Stress und Anspannung ab und Ruhe und Zufriedenheit stellen sich ein. Von anfänglicher Müdigkeit keine Spur mehr. Ob es die Bewegung, die Sonne oder die Waldluft ist, die meinen Körper lebendiger und energiegeladener macht, bleibt offen. Nach Zubereitung eines frischen Wildpflanzen-Salats liegt es nun an der Superkraft der gepflückten Heilkräuter, ihre Wirkung im Körper zu entfalten. Ich bleibe stehen, atme tief durch und spüre – den Frühling.

    Frühjahrskraft aus dem Wald nebenan

    •                 Bärlauch im Frühling
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      Bärlauch Bärlauch

      Ob Suppen, Pestos oder Aufstriche, der Bärlauch ist vielseitig einsetzbar und unterstützt durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt die Eisenaufnahme.

      Rezept Topfennockerl mit Bärlauch
    •                 Brennnessel - Naturaufnahmen - Österreichs Pflanzenwelt
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      Brennnessel Brennnessel

      Die brennenden Flecken, die die Brennnessel bei falscher Berührung auf der Haut hinterlässt, sind vielen bekannt. Richtig gepflückt, unterstützt sie jedoch die Entgiftung und aktiviert den Stoffwechsel.

      Rezept Brennnesselschaumsuppe
    •                 Waldbirke
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      Birke Birke

      Besonders im Frühjahr wirkt die vitalisierende Wirkung der Birke, ob als Tee oder in Tropfenform. Ihre Wirkung gegen Bluthochdruck und Allergien ist ihre Superkraft.

      Kräutertee mit Birkenblättern
    •                 Heilpflanze Giersch
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      Giersch Giersch

      Im Garten ist der Giersch bei vielen meist als unerwünschtes Unkraut bekannt. Seine Geheimkraft ist jedoch seine basische, entsäuernde Wirkung im Körper.

      Rezept Limonade aus Giersch
    •                 Schafgarbe - Naturaufnahmen - Österreichs Pflanzenwelt
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      Schafgarbe Schafgarbe

      Als wichtige Heilpflanze in der Traditionellen Europäischen Medizin überzeugt die Schafgarbe mit blutreinigender, entzündungshemmender und wundheilender Wirkung.

      Rezept Kräutersalz

    Auszeit in der Natur

    • 5 Lungenbooster aus dem Wald

      Wie unsere Lunge von den Heilpflanzen des Waldes profitiert? Wir nehmen uns Lungenkraut und Co. genau unter die Lupe.

      Lungenkraft in Pflanzenform
          Quendel (Wilder Thymian) - Naturaufnahmen - Österreichs Pflanzenwelt
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    • „Erlebnis Natur” mit allen Sinnen – Tipps und Inspiration

      Die Entdeckung der Leichtigkeit: Wie verwandelt Österreichs Natur unsere Sinne? Warum berührt der Wald unsere Seele? Und kann die Stille einen Moment hörbar machen? 

      Zu den Naturerlebnissen
          Reedsee, Gastein / Gastein
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    • Wandern, Radeln, Laufen – Vom Glück der Bewegung in der Natur

      Bewegung in der Natur macht uns gelassener, gesünder und glücklicher. Warum sich Forscher sicher sind, dass uns Sport in der Natur einen Glücks-Kick gibt.

      Das Glücksgeheimnis
          Wandergebiet um die Bischofmütze
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    • Sehnsucht nach dem Erdigen: Die Welt der Kräuter

      Was ist so faszinierend an der Kräuterwelt? Und was können wir von der Natur lernen? Ein Gespräch mit Kräuterexpertin Andrea Rieder.

      Interview mit der Kräuterexpertin
          Wilde Kräuter
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