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    • Dom zu Salzburg / Salzburg
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    Ein stiller Spaziergang am Salzburger Stadtberg

    Immer wieder kehre ich mit Freude in meine Heimatstadt Salzburg zurück – eine Runde am Mönchsberg ist Pflicht. Der Weg vom Salzachufer aus, über den Mozartsteg, durch die Innenstadt, hinauf auf den Stadtberg ist so unspektakulär wie wunderbar. Denn oben, über den Dächern der Altstadt, kehrt jedes Mal Ruhe ein.

    •                     Mozartsteg Salzburg / Salzburg
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    •                     Stadt Salzburg - Domplatz / Domplatz, Salzburg
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    •                     Salzburger Innenstadt / Salzburg Stadt
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    •                     Salzburger Innenstadt Kapitelplatz / Salzburg Stadt
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    Stadtwandern in Salzburg, Mönchsberg / Salzburg Mönchsberg
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    Der Mönchsberg

    Grüne Auszeit auf Salzburgs Stadtberg

    „Gemma am Mönxberg!“, so klingt der typische Ausspruch der Salzburger*innen, wenn sie eine Runde auf ihrem Hausberg, dem Mönchsberg, drehen wollen. Als Salzburgerin ist mir diese Aufforderung seit meiner Kindheit vertraut, schließlich hat mich meine Mutter regelmäßig zu einem Spaziergang gelockt.

    Anfangs immer ein wenig widerwillig (die Aussicht auf einen Spaziergang ist für Kinder auf den ersten Blick nicht immer attraktiv), hat mich der Mönchsberg nie enttäuscht – im Winter gibt es kleine Hügel zum Rodeln, im Sommer machen viele Geheimwege, so manche Höhlen und abenteuerliche Ausgucke den Mönchsberg zur reinsten Spielwiese. Im Frühling ziehen die zarten Blätter von Buchen, Bergahorn, Linden und Eichen einen frisch grünen Schimmer über den ganzen Mönchsberg, und im Herbst wandert man durch ein feurig buntes Blättermeer. 

    • Mußestunde am Mönchsberg

      Mittlerweile kennen meine eigenen Kinder die Wege des kleinen Zauberbergs in- und auswendig. Nachdem sie ihren Kinder(wander)schuhen aber schon fast entwachsen sind, statte ich Salzburg auch oft allein einen Besuch ab – Zeit, um in Muße über meinen Mönchsberg zu schlendern.

      Es gibt mehrere Himmelsrichtungen, um auf den Mönchberg zu kommen. Meine bevorzugte Route beginnt am rechten Salzachufer auf Höhe der Imbergstraße. Eine Allee uralter, knorriger Platanen säumt den Kai, daneben die träge Salzach und dahinter gleich die weltberühmte Silhouette der bunten Bürgerhäuser, des Salzburger Doms und der Festung Hohensalzburg.

    • Was für ein Bild! Den Salzburger Städterinnen und Städtern wird manchmal ein gewisser Hochmut unterstellt – womöglich ein Relikt aus Zeiten des Städteprunks, der dem Reichtum und der Macht der Salzburger Fürsterzbischöfe zu verdanken ist?

      Mozarts Hood und schöne Klänge
      Die Spuren berühmter Persönlichkeiten kann Salzburg beinahe an jeder Ecke vorweisen. Einem von ihnen, vielleicht dem Größten, wurden Brücken, Plätze, Gassen und Denkmäler gewidmet. So überquere ich Mozarts Steg, trete ein in die Altstadt, um direkt Mozarts Platz und Mozarts Denkmal zu passieren.

    • Der Genius Loci ist hier natürlich allgegenwertig – inklusive der süßen Kugeln (aber das ist eine andere Geschichte). Es folgt der Residenzplatz, der Vorplatz fürsterzbischöflichen Prunks, direkt am Dom gelegen.

      Fast sollte man seinen Mönchsbergausflug so planen, dass um Punkt zwölf Uhr mittags die Glocken zu hören sind, wenn man oben auf einem der Aussichtspunkte steht. Das Klanggeläute gilt als eines der schönsten in Österreich, die Geschichte der Domglocken ist mehr als bewegt. Wer eine Stunde früher dran ist, hört um 11 Uhr eine Melodie des Glockenspiels, die dreimal am Tag über die Altstadt weht – wieder so eine liebenswerte Kleinigkeit der Stadt.

    •                     Mönchsberg Salzburg / Salzburg
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    •                     Mönchsberg Salzburg / Salzburg
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    •                     Blick vom Mönchsberg / Salzburg Mönchsberg
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    •                     Mönchsberg Salzburg / Salzburg
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    • Aufstieg mit süßem Proviant
      Kein Mönchsbergbesuch ohne ein Stück frisch gebackenen Baumkuchen, den ich an einem Marktstand am Universitätsplatz erstehe: eine hohle gedrehte Rolle aus Germteig, bestreut mit Zimt und Zucker. Von dort führt die Wiener-Philharmoniker-Gasse – wer ahnt es nicht – direkt zum Festspielhaus. Links davon liegt der Toscaninihof, und jetzt heißt es: tief Luft holen und die ziemlich vielen Stufen der Clemens-Holzmeister-Stiege bezwingen. Das ist kurz anstrengend, doch dann betrete ich bereits die Mönchsbergregion. Die erste Verschnaufpause gibt mir eine Perspektive in Kirchturmhöhe mit Blick auf die Altstadt. Da stehen sie auf kleinstem Raum, prachtvolle Kirchen, eingebettet in enge Gassen und weiten Plätzen: die grünen Kuppeln des Doms, die Peterskirche, der schlanke gotische Turm der Franziskanerkirche und die Kollegienkirche, wie aus dem Barockbilderbuch. Ein wunderbares, architektonisches Durcheinander von Epochen, das trotzdem eine vollkommene Einheit ergibt. Irgendwie geht mir beim Anblick jedes Mal das Herz auf.

      Ruhe zwischen Stadt und Natur
      Auf dieser Strecke bin ich meistens fast allein, nur ein paar Einheimische, manchmal Anrainer oder eine Handvoll Tourist*innen nehmen diesen Weg. Die meisten entscheiden sich für den Mönchsbergaufzug, um nach oben zu gelangen. Ab hier beginnt der stille Teil, die Hände nach hinten verschränkt, ein Schritt folgt dem nächsten auf der steilen Ebene, vorbei an Wohnhäusern hinter Mauern oder Holzzäunen, Büschen und Bäumen. Still ist es.

    • Die erste Etappe ist geschafft, wenn ich genau am Übergang zwischen Festungs- und Mönchsberg ankomme. Links führt der Weg zur Burg, rechts geht es in Richtung des langgestreckten Mönchsbergrückens. Wo sich die Pfade kreuzen, ist schon mehr los – vor allem im Sommer wird die Festung gerne eingenommen von vielen Besucher*innen aus nah und fern. Für mich kein Problem, es gibt viele Ausweichwege, die ich in Eremiten-Stimmung gerne nutze und die ausreichend ruhig sind. Ich rate, durchaus ein wenig abenteuerlustig zu sein und die großen Pfade zu verlassen. Aber Achtung! Der Mönchsberg hat steile Klippen, die nicht immer überall abgezäunt sind.

      Meine Lieblingsrunde zweigt ab vom großen Pfad, bergauf an der Stelle, wo die kleine Imbisshütte „Buffet zur Richterhöhe“ mit heißen Würsteln und Apfelstrudel aufwartet. Von dort gehe ich entlang des Bergrandes, gönne mir immer wieder einen Blick hinunter auf die Puppenhäuser der Stadt. Die urbane Grenze verschmilzt hier fließend mit der Natur: Vogelgezwitscher mischt sich mit Glockenläuten, dem Hupen von Autos oder den heulenden Sirenen von Rettung und Polizei. Ja, und irgendwann wird es Zeit, meinen Baumkuchen zu verspeisen – ein Ritual, das die sinnlichen Eindrücke meines kleinen Ausflugs abrundet. Heimwärts geht’s meistens über einen anderen Weg, der wieder zur Stiege und zum Toscaninihof führt. Das Schöne ist, mein Mönchsberg wird mir nie langweilig. Aber so ist das wahrscheinlich mit magischen Lieblingsplätzen.

    •                     Salzburg Stadtansicht im Herbst vom Mönchsberg / Salzburg Mönchsberg
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    •                     Dom zu Salzburg / Salzburg
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    •                     Salzburger Innenstadt Universitätsplatz / Salzburg Stadt
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    •                     Fiaker in Salzburg / Salzburg
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    Alle Himmelsrichtungen führen auf den Mönchsberg

    Kultur am Mönchsberg

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    Appetit am Mönchsberg: Vom Wurstsemmerl bis zum Gourmettempel

    •                     Frankfurter Würstel
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      Buffet zur Richterhöhe

      Treffpunkt der Wandersleut‘ mit kleinem Hunger.
      Zu den Würsteln
    •                     Glass Garden
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      Gourmettreff Schloss Mönchstein

      Ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern und vier Hauben von Gault Millau. Noch Fragen?
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    •                     österreichische Spezialität, Kaspressknödel / Achensee
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      Stadtalm – Haus am Berg

      Sehr klein, sehr gut: Schmankerl nach traditionell österreichischer Kochkultur.
      Zu den Kaspressknödeln
    •                     Ausblick von der Terrasse auf die Festung Hohensalzburg
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      Frühstücken im m32

      Große Terrasse, phänomenaler Ausblick, feine Küche. Für alle mit Lust auf Szenetreff. 
      Zum Frühstücks-Ei
    Stadt Salzburg / Salzburg Stadt
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    Die Salzburger Stierwascher

    Die ländliche Bevölkerung des 16. Jahrhunderts war unzufrieden – zu wenige Rechte, zu viele Steuern. Das führte zu Bauernaufständen gegen die reichen Salzburger Erzbischöfe, die Stadt Salzburg sollte eingenommen werden. Die Wehrmauern rundum die Festung Hohensalzburg konnten allerdings nicht bezwungen werden, deshalb wollte man die Menschen in der Burg so lange aushungern, bis sie zur Übergabe bereit waren.

    Die Belagerung konnte lange durchgehalten werden, bis nur mehr ein einziger Stier übrigblieb, der noch nicht geschlachtet war. Da griffen die wehrhaften Salzburger zu einer List: Sie trieben den braun gefleckten Stier auf die Stadtmauer, sodass ihn die Feinde von unten sehen konnten. Am nächsten Tag wurde das Tier in weißer Bemalung vorgeführt und am Tag darauf wiederum mit schwarzem Anstrich. Unmittelbar danach gaben die Belagerer auf – im Glauben, die Stadt hätte noch Vieh und Lebensmittel in ausreichender Menge, und zogen ab. Seit damals nennt man die Salzburger auch liebevoll die „Stierwascher".

    Interessantes am und um den Mönchberg

    Autorin: Ulli Cecerle-Uitz

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    •                 Stadt Salzburg / Salzburg Stadt
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      Mozartstadt Salzburg

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      Salzburg – Stadt, Land, Berg mit Grandezza

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      Das kann nur Salzburg

      Wenn man Salzburg hört, denkt man unweigerlich an: Kulturmetropole, Musikeldorado, Heimat Mozarts – aber auch an Klassik und Hochkultur.

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