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    • Filzmoosalm in Großarl in Großarltal in Salzburg / Filzmoosalm
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    Ursprünglicher geht's nicht: Die Filzmoosalm im Großarltal

    Noch bevor die Übernachtungsgäste ans Frühstück denken, haben Bettina und Manfred Huber den ersten Teil ihres Arbeitstages bereits hinter sich. Die jungen Landwirt*innen führen eine jahrhundertealte Familientradition weiter und bewirtschaften auf über 1.700 Metern die Filzmoosalm im SalzburgerLand.

    Auf der urigen Filzmoosalm ticken die Uhren wie vor 600 Jahren. Es gibt weder Warmwasser noch durchgehend Strom, geschweige denn Internet. Und doch ist pure Lebensfreude zu spüren – „vielleicht gerade, weil man sich aufs Wesentliche beschränken muss?“, lacht Bettina Huber, die Almbäuerin. Die Filzmoosalm ist eine der ältesten Almen in der Region und liegt in einem Bergkessel im Ellmautal, umgeben von über 2.000 hohen Bergen. Die Almhütte wurde im Jahre 1500 von Bettinas Vorfahren erbaut und seitdem auch bewirtschaftet. Sie ist stets von Generation zu Generation weitergegeben worden und mit ihr auch das Handwerk für die Herstellung von Butter und Käse. 

    Die Region Großarltal hat viel zu bieten

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      Wandern im Tal der Almen

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    •                     Alm Grossarl, SalzburgerLand
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      Das Tal der Almen

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    •                     Sauerkäse / Großarltal
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      Typische Spezialitäten

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    „Obwohl ich viel Zeit in meiner Kindheit auf der Alm verbracht habe, wollte ich nie Bäuerin werden und schon gar nicht vier Monate im Jahr auf der Alm leben“, erklärt die gelernte Friseurin. Und doch war genau das der ausschlaggebende Grund, der sie schließlich überzeugt hat: „Dort oben führe ich ein ganz anderes, viel familiäreres Leben. Es gibt keinen Alltagsstress und die Alm ist trotz der harten Arbeit ein Ort zum Abschalten und Durchatmen – für meine kleine Tochter, meinen Mann und mich.“ Vorurteile nimmt das junge Paar mit Humor: „Für manche Leute sind wir vielleicht schräge Alm-Öhis, weil wir noch so jung sind und lieber auf der Alm als in der Stadt wohnen“, schmunzeln Bettina und Manfred, „aber die Leute merken ja selbst, wenn sie hier oben sind, wie schön es ist.“ Der Holzboden knarrt, die Wände sind schief und die Betten älter als jede*r Übernachtende*r. Und trotzdem – oder gerade deswegen? – schläft es sich in der Höhenluft herrlich. „Wir haben im Sommer auch viele internationale Gäste. Bis zu zehn Personen können hier übernachten – und meistens sind wir auch gut ausgebucht“, so Bettina.

    Filzmoosalm in Großarl in Großarltal in Salzburg / Filzmoosalm
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    Almleben ist nicht nur idyllisch

    ... denn auf der Filzmoosalm beginnt der Tag um 5 Uhr früh. „Wir bereiten alles vor, um die Kühe zu melken. Die frische Milch wird dann direkt zu Butter oder Käse weiterverarbeitet“, erklärt Bettina. Das Almfrühstück wird hergerichtet und ab 8 Uhr trudeln die ersten Gäste ein. Dann dürfen die Pinzgauer Kühe auf die Tagesweide, die weiter oben am Berg liegt: „Dort bleiben die Kühe, bis wir sie am Abend zum Melken wieder herunterholen.“ Danach verabschiedet sich Manfred ins Tal, wo er sich um die Landwirtschaft im dazugehörigen Prommegghof kümmert.
    Bettina bleibt mit Tochter Magdalena auf der Alm, versorgt die Gäste mit ihren selbstgemachten Produkten oder gibt passierenden Wander*innen Insider*innentipps, wo es besonders schön ist.

    Filzmoosalm in Großarl in Großarltal in Salzburg / Filzmoosalm
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    Das beste Butterbrot der Welt

    „Bei uns heroben gibt‘s kein Schnitzel, aber dafür selbstgemachtes Butterbrot – und die Gäste lieben es“, schmunzelt Bettina. Das Brot bäckt Oma Christl jeden Tag am Prommegghof, da verzichtet man auch gern auf Paniertes. „Denn was gibt es Besseres nach einer langen Wanderung als eine herzhafte Brettljause, aus der man die guten Kräuter von der Alm herausschmecken kann?“

    Den Genuss der einfachen Dinge im Leben wollen Bettina und Manfred ihren Gästen mitgeben: „Wir sind selbst so gerne hier oben und genießen es zu wissen, wo unsere Milch herkommt und wie sie zu Butter oder auch Käse weiterverarbeitet wird“, so das Almbäuer*innen-Paar. „Ich merke, dass auch die Leute wieder Interesse zeigen an dem, was sie essen, und viel nach der Herstellung fragen“, erklärt Bettina. Für die Übernachtungsgäste kocht Bettina stets ein warmes Gericht am Abend. Hier variiert sie österreichische Klassiker wie Zwiebelrostbraten oder Kaiserschmarren, damit die hungrigen Wander*innen satt und müde ins Bett fallen. 

    Im Rhythmus der Jahreszeiten

    Nach der Schneeschmelze müssen sich die Wiesen rund um die Filzmoosalm erst von der kalten Jahreszeit erholen, bevor die Kühe der Hubers Anfang Juni auf die saftigen Weiden getrieben werden. Sie verbringen Tag und Nacht draußen und grasen die Wiesen gleichmäßig ab. „Händisch müssten wir da oben sonst mit speziellen Bergmähern arbeiten. Deshalb überlassen wir das unseren Pinzgauer Kühen. Sie haben mehr Freude daran und sind an diese Bedingungen gewöhnt“, erklärt Manfred, der sich vor allem um die Tiere und die Landwirtschaft kümmert. 

    Manfred ist eigentlich auch ein Quereinsteiger als gelernter Ton- und Videotechniker: „Zuerst dachte ich, ich könnte die Landwirtschaft neben meinem Job machen, hab dann aber schnell gemerkt, dass die Arbeit am Hof und auf der Alm ein Fulltime-Job ist“, erinnert sich der heutige Almbauer. Er versorgt im Sommer die Weideflächen im Tal, damit genügend Futter für den Winter vorrätig ist. „Der Grundgedanke einer Alm ist, dass im Sommer die Weideflächen am Berg genutzt werden. Die Tiere fressen frische Gräser und ein guter Nebeneffekt ist, dass sie Wanderwege freigrasen und dazu beitragen, die Flora und Fauna im Gleichgewicht zu halten.“ Ende September geht es für die Kühe zurück ins Tal, wo sie am Prommegghof mit dem dort erwirtschafteten Heu gefüttert werden, bis sie im darauffolgenden Juni wieder zurück auf die Alm dürfen. Auch die Familie verbringt den Winter im Tal: „Den Luxus von Warmwasser und Strom kann unsere Filzmoosalm leider nicht bieten“, so Bettina. „Das genießen wir dann schon im Winter im Tal – ganz so asketisch sind wir doch nicht.“

    Auf der Suche nach dem Ursprünglichen

    Sogar an verregneten Tagen kommen Wander*innen auf die Filzmoosalm. „Egal bei welchem Wetter, die Natur hier oben ist immer faszinierend und das Leben auf der Alm wirklich entschleunigend. Das gibt einem wieder neue Energie,“ erklärt die Almbäuerin. Das ist es, was auch die junge Familie an ihrer Alm fasziniert. „Die Vegetation ist wirklich vielfältig und all das schmeckt man auch in unseren Produkten“, so Bettina.

    Die Verarbeitung von regionalen Produkten und die Erfüllung der Qualitätskriterien haben der Filzmoosalm die Auszeichnung mit dem Gütesiegel AMA GENUSS REGION eingebracht.

    Filzmoosalm im Großarltal besuchen

    Filzmoosalm

    Ellmau 41

    5611 Großarl

    Österreich

    Telefon:
    +43 664 3906640

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